Remote Work bei Mittwald: Leitung aus dem heimischen Büro

Michael ist Leiter der Infrastruktur und erzählt über seine Herausforderungen bei Remote Work.

Ich bin Michael, Abteilungsleiter Infrastruktur bei Mittwald. Was sich für mich persönlich und in meiner Rolle als Leitung im Remote-Modus verändert hat? Müsste ich mich in drei Worten kurzfassen, würde ich sagen: Es ist herausfordernd, gemeinschaftlich und effizient.

Teamarbeit geht auch remote

Der Betrieb eines eigenen Rechenzentrums inklusive Netzwerkinfrastruktur, Serveradministration, Mailcluster und die Entwicklung zukünftiger Cloud-Technologien sind die alltäglichen Aufgaben von mir und meinem Team. Wichtig hierbei: Zusammenhänge verstehen, um möglichst an der Ursache und nicht an den Symptomen zu arbeiten. Nur so gelingt es meiner Meinung nach, effiziente Unternehmensstrukturen zu bilden. Dafür braucht es Teamarbeit und persönliche Absprachen. Das alles sollte ab März also remote passieren. Ob das geht? Ja!

Herausforderung eines Abteilungsleiters

Ich muss ehrlich zugeben: Es ist schon eine besondere Situation, wenn auf einmal das Team bzw. Unternehmen komplett von Zuhause arbeitet. Für mich als Abteilungsleiter war es zunächst eine Herausforderung. Schließlich ist es einer meiner Kernaufgaben, meine Teams so zu unterstützen, dass am Ende ein optimales Ergebnis herauskommt. Normalerweise bedeutet das für mich, dass ich mir u.a. gemeinsam mit meinen Kollegen Gedanken darüber mache, welche Themen morgen, übermorgen oder auch in drei Jahren auf uns zukommen könnten. Denn Veränderungen an bestehenden Strukturen gehören bei uns in der Infrastruktur zum Tagesgeschäft. Genauso sind hierfür Absprachen mit anderen Abteilungen wichtig. Doch jetzt hat uns das Corona-Virus vor ganz neue Herausforderungen gestellt.

Mitteinander remote

Die Teamarbeit im Remote-Modus hat sich zwar schnell eingestellt, doch für mich als Abteilungsleiter ist eine ganz andere Herausforderung ersichtlich geworden: Online-Feedback-Gespräche. Ich persönlich finde es schon in einem direkten, persönlichen Gespräch schwer genug, Lob oder Kritik immer richtig anzubringen. Das Ganze aber online zu machen, ohne die Möglichkeit zu haben, eine halbe Stunde später noch mal zu schauen, wie das Feedback angekommen ist und ggf. noch mal kurz darüber zu sprechen? Das ist eine ganz andere Hausnummer. Um diese Herausforderung so gut es geht zu meistern, treffen wir uns nun öfter digital. Denn mir ist vor allem eines bewusst geworden: Gemeinschaft ist in der dezentralen Phase vermutlich noch wichtiger als zuvor. Die gemeinsamen Mittags- oder Kaffeepausen, die wir sonst im Alltag miteinander verbracht haben, entfielen. Also haben wir feste Routinen entwickelt, um dieses Gefühl auch remote zu erzeugen: Wir trinken zusammen Kaffee, essen gemeinsam Pizza oder gönnen uns ein Feierabendbier – das alles nicht live, sondern eben online. So sehen wir uns öfter, behalten das Gemeinschaftsgefühl und bekommen ein Gespür dafür, ob die anderen gut drauf sind und was sie sonst noch so beschäftigt.

Effizientere Abläufe dank Remote Work

Neben den Herausforderungen habe ich auch bemerkt, wie Prozesse auf einmal flüssiger als sonst ablaufen – gerade weil wir remote arbeiten. Ein Beispiel: Bei einem klassischen Meeting sitzen wir alle in einem Raum, einer präsentiert, die anderen starren die Wand an, auf der mittels Beamer präsentiert wird. Beim gleichen Meeting, diesmal remote durchgeführt, sitzen alle am eigenen Rechner und arbeiten zeitgleich am selben Dokument – schneller und effizienter. Eine tolle Erfahrung!

Alles in Allem muss ich sagen: Remote Work funktioniert – sowohl in meiner Abteilung als auch für mich als Leiter. Natürlich gibt es am Anfang von etwas Unbekanntem immer Herausforderungen. Man muss sich ihnen stellen. Dann bemerkt man, so wie ich, mit Sicherheit auch Vorteile.

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