Q3 2015: Suchmaschinenverteilung weltweit

Q3 2015: Suchmaschinenverteilung in Deutschland, USA und weltweit

Wir untersuchen dieses Jahr die Suchmaschinenverteilung in Deutschland, USA und weltweit. So könnt ihr euch einen guten Überblick verschaffen, für welche Suchmaschinen sich das Optimieren lohnt. Nach dem Rückblick auf die Suchmaschinenverteilung im 2. Quartal von 2015 sehen wir uns heute das 3. Quartal an. Dabei untersuchen wir nicht nur die eigentlichen Zahlen, sondern auch die Differenzen zum vorherigen Quartal in Deutschland, den USA und weltweit.

Suchmaschinenverteilung in Deutschland Q3 2015

  • Google: 95,26 % (+0,29 %)
  • Bing: 2,62 % (-0,04 %)
  • Yahoo: 1,48 (-0,09 %)
  • T-Online: 0,33 (-0,42 %)
  • Ask.com: 0,15 % (-0,02 %)

Anmerkung: Einige der Dienste verwenden für ihre Suche Google oder Bing.

Auch weiterhin stellen wir fest: Deutschland hat in Google ein sicheres Standbein. Der Marktanteil nimmt weiter zu, während die restlichen Anbieter das Nachsehen haben. Hierbei besonders T-Online, wo man auf 0,42 % im Vergleich zum Vorquartal verzichten musste.

Zusammenhängen dürfte die hohe Beliebtheit von Google mit der Zunahme an Diensten, die das Unternehmen bereitstellt. Schon lange ist es nicht nur die Suchmaschine. Neben Android, dem großen Smartphone-Betriebssystem, verwenden viele Google Maps zur Planung ihrer Routen, sind Fans von YouTube, können sich den Alltag nicht mehr ohne Google News vorstellen und bearbeiten gemeinsam Dokumente über Google Docs.

Yahoo hat übrigens eine neue Suchpartnerschaft mit Google bekanntgegeben. Das bedeutet, dass Google bis Ende 2018 Werbung und Suchergebnisse für Yahoo-Nutzer ausliefern wird.

Doch sind wir weiterhin gespannt darauf, was andere Suchmaschinen auf dem Markt in den kommenden Quartalen bewegen werden.

Suchmaschinenverteilung in den USA Q3 2015

Während Google in Deutschland eine hohe Verbreitung genießt, sieht der Markt in den USA anders aus. Lasst uns schauen, wie sich die Marktanteile für Suchmaschinen im letzten Quartal gegenüber dem vorherigen entwickelt haben.

  • Google: 63,23 (-0,87 %)
  • Bing: 20,57 (+0,30 %)
  • Yahoo: 12,67 (-0,03 %)
  • Ask.com: 1,77 (0,00 %)
  • AOL: 1,20 (+0,03 %)

Hatte Google dieses Quartal in Deutschland ein kleines Wachstum, muss man in den USA einen Rückgang von fast 0,9 % hinnehmen. Wer davon profitiert? Hauptsächlich Bing, wo 0,3 % gewonnen wurden. Und das scheint bei Bing keine Ausnahme zu sein. Bereits im letzten Quartal hatte man in den USA ein Plus von 0,4 %. Wir sind gespannt, wie sich der amerikanische Markt in den kommenden Monaten entwickeln wird.

Die Daten für die Auswertung stammen von Comscore.

Suchmaschinenverteilung weltweit Q3 2015

Die Trends von USA und Deutschland lassen sich teilweise auch in den weltweiten Zahlen sehen. Wir schauen uns die Werte von Netmarketshare an.

  • Google: 68,10 % (-0,32 %)
  • Bing: 10,60 % (+0,91 %)
  • Yahoo: 10,13 % (+0,73 %)
  • Baidu: 8,18 % (- 2,09%)
  • AOL: 1,11 %(+0,61 %)

Bewegung im Ranking! Durch, laut Netmarketshare, den Verlust von 2,09 % bei Baidu, können Bing und Yahoo im weltweiten Ranking eine Position aufrücken und sind somit unter den Top 3.

Baidu könnte aber im nächsten Quartal wieder an Relevanz gewinnen. Denn wie ein Artikel von ZDNet erklärt, arbeitet Microsoft mit Baidu zusammen, um Windows 10 in China zu verbreiten. Baidu profitiert dabei und wird Standard-Suchmaschine sowie Startseite vom neuen Browser Microsoft Edge. Wir sind gespannt, was das nächste Quartal mit sich bringt.

Heißt es demnächst „bingen“ statt „googeln“? Und was bedeuten die schlechten Quartalszahlen von Yahoo?

Microsoft scheint mit Bing einiges richtig zu machen. Obwohl die Suchmaschine in Deutschland nicht so richtig Fuß fassen will, zeigt sie sich in den USA mit zunehmender Präsenz. Nun stellt sich die berechtigte Frage, ob es sich hier lediglich um eine Laune der Zeit oder einen durchgehenden Trend handelt.

Zweifelsohne wird sich Microsoft viel Mühe geben, um Bing weiterzuentwickeln und zunehmend als einen vernünftigen und besseren Ersatz zu Google einzuführen. Dabei macht es die Suchmaschine Umsteigern nicht schwer: Viel vom Bing-Design ähnelt der bekannten Google-Suchergebnisseite.

Ein Blick auf Yahoo. Das Unternehmen arbeitet teilweise mit drastischen Maßnahmen daran, alle mit der Marke verbundenen Dienste wieder relevant zu machen. Groß dabei ist Marissa Mayer – früher bei Google, seit 2012 aber bei Yahoo im Vorstand. Noch scheint die seit über drei Jahren gehende Mühe keinen Erfolg zu zeigen. Im letzten Geschäftsquartal sank der Umsatz um 8 % und lag somit bei 1 Milliarden Dollar. Weiterhin hohe Kosten werden in Kauf genommen, um Nutzer auf die eigene Webseite zu bringen.

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