Agilität bei Mittwald: Einblicke in die Arbeit als Agile Coach

Was macht eigentlich ein Agile Coach?

Als Agile Coach ist kein Tag wie der andere. Wir haben aber natürlich auch gewisse Routinen (Dailies, Plannings, Retrospektiven), die an meist festen Tagen stattfinden und somit einen Rahmen geben. Auch der Austausch untereinander und mit den POs findet regelmäßig statt. Alles weitere hängt vom Team ab, denn: Wir richten uns nach den Bedürfnissen unserer Teams. Eine unserer zentralsten Aufgaben ist es, ein Gespür für das Team zu entwickeln und viele Dinge wahrzunehmen: Wie läuft es gerade? Gibt es Hindernisse? Wie können die beseitigt werden? Kann jedes Teammitglied optimal arbeiten? Gibt es Konflikte? Sowohl das Wahrnehmen als auch das Beheben dieser Faktoren nehmen einen großen Teil unseres Alltags ein. Wir sind ebenso Vorbild (Leadership-Gedanke) als auch Prozessbegleiter:in, Coach und Sparringspartner:in. Gemeinsam fördern wir die psychologische Sicherheit und eine gute Kommunikation in den Teams und darüber hinaus. 

Unsere Aufmerksamkeit liegt jedoch nicht nur auf unseren Teams: Die Zusammenarbeit mit anderen Teams der Produktentwicklung sowie mit anderen Abteilungen zu beobachten, zu reflektieren und zu verbessern ist ein ebenso wichtiger Teil. Somit treiben wir auch die Entwicklung der Organisation weiter voran! Auch das ist ein Grund, weshalb wir uns in einigen Flux-Gruppen beteiligen. Schulungen zum Thema Agilität und verschiedensten Softskills gehören ebenso wie das Schreiben von Blogartikeln zu unserem Repertoire. 

Ein weiterer Teil ist die Unterstützung des Product Owners, z.B. bei der Pflege des Backlogs, beim Finden und Vermitteln der Produktvision und der Klarheit der Aufgabenverteilung. Wir reflektieren beispielsweise gemeinsam, wie die beste Vorgehensweise im Team ist und welche Methoden am geeignetsten zu diesem Zeitpunkt sind. Hier kann der PO auf unseren großen Werkzeugkoffer an Tools, Methoden und Fachwissen zugreifen. Wir Agile Coaches bewahren uns quasi einen Metablick, um in verschiedenste Richtungen Impulse zu geben.

Das Team stellt sich vor

Ich habe gerade die ganze Zeit von „wir“ gesprochen. „Wir“, das sind aktuell zwei Agile Coaches. Hier erfährst du, wer wir eigentlich sind und was uns an unserem Beruf Freude bereitet.

Kai

Hi, ich bin Kai. Ich liebe es, Probleme zu lösen. Deshalb bin ich zunächst als Software-Entwickler ins Berufsleben gestartet. Doch schnell habe ich bemerkt, dass sich die meisten Probleme nicht nur durch gute Software lösen lassen, sondern in den grundlegenden Organisationen verborgen waren. Schlechte Kommunikation, unsaubere Prozesse und gewachsene Strukturen hinderten mich daran, die Arbeit so zu erledigen, wie es nötig wäre. Und so entschied ich mich, eben diese Probleme als Agile Coach anzugehen und daran zu arbeiten, dass Andere unbeschwert von unnötigem Ballast ihrer Tätigkeit nachgehen können.

 

So beobachte ich Probleme, überprüfe die Prozesse und suche nach Lösungen. Sei es durch bessere Tools, Methoden oder klarere Verantwortlichkeiten. Dabei bringe ich Leute zusammen an einen (virtuellen) Tisch und versuche die richtigen Fragen zu stellen, damit alle zusammen eine Lösung entwickeln können. Zum Beispiel, ob ein Statusmeeting nicht auch durch eine gut sichtbare Dokumentation ersetzt werden könnte. Stets nach dem Prinzip: Perfektion ist nicht dann erreicht, wenn es nichts mehr hinzuzufügen gibt, sondern wenn man nichts mehr weglassen kann.

Laura

Auch ich möchte mich noch einmal vorstellen. Mein Name ist Laura und ich bin bereits seit 2015 ein Teil von Mittwald. Meine größte Begeisterung und gleichzeitig Antreiber ist es, Menschen wachsen zu sehen und diese dabei zu begleiten – als Coach, Mentorin, Prozessbegleiterin und Backup. Ich stärke meinen Teams den Rücken und unterstütze sie bei ihrer Entwicklung. Dabei liegt mein Augenmerk sowohl auf den einzelnen Teammitgliedern als auch auf dem gesamtem Team – indem ich (hinter-)frage, bestärke, aufzeige und das Entwickeln und Verbessern von Prozessen und Vorgehensweisen, Ideen, Handlungsstrategien und Visionen vorantreibe. 

 

Diese Talente bringe ich ebenso gerne team- und abteilungsübergreifend ein. Dabei verstehe ich meine Rolle als eine Art Hebammenfunktion: Ich bringe in Kolleg:innen und Teams das zum Vorschein, was sowieso schon in ihnen vorhanden ist – mit Hilfe vieler unterschiedlicher Methoden und immer mit einem Witz auf Lager.

Wir hoffen, euch hat dieser Einblick gefallen. In den kommenden Artikeln dieser Serie erfahrt ihr mehr über unsere Arbeit während der Pandemie sowie Methoden, Tools, Tipps und Tricks – seid gespannt! ;-)

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