Newsletter Marketing

Newsletter Marketing

Vor kurzem sind wir hier im Blog mit dem Thema Marketing Strategien gestartet. Im ersten Teil ging es um Social Media. Heute soll es einen Schritt weiter gehen: Das aktive Anschreiben von Kunden via Newsletter: Was ist wichtig, um einen ansprechenden, lesenswerten Newsletter zu gestalten?

  1. Die Betreffzeile
  2. Die Gestaltung
  3. Der Inhalt
  4. Die richtige Zeit
  5. Und dann?

Die Betreffzeile

Sie ist der Schlüssel zum Öffnen des Newsletters. Wenn die Betreffzeile nicht reizvoll für den Leser ist, wird er den Newsletter nicht weiterlesen. Aber jetzt bitte nicht übermütig werden und einfach irgendwelchen Quatsch in den Betreff schreiben, nur um die Klickrate zu erhöhen. Denn: Die Betreffzeile muss den Inhalt des Newsletters ankündigen bzw. zusammenfassen. Der weitere Inhalt entscheidet also mit über die mögliche Attraktivität der Betreffzeile (achtet also immer darauf, nur interessante Inhalte zu verschicken). Versucht, den Inhalt des Newsletters so genau wie möglich zu beschreiben, um den Leser den Einstieg zu erleichtern. Wenn die Beschreibung zu ungenau ist, wird der Leser kaum Interesse zeigen – er hat schließlich noch genug andere E-Mails in seinem Postfach.
Wenn es im Text um spezielle Angebote geht, nennt ein Datum im Betreff (dies erzeugt eine Art „Zeitdruck“ beim Leser), anstatt „nur noch wenige Tage“ oder „nur noch für kurze Zeit“ (dies ist zu ungenau und vielleicht hat der Leser die Mail erst nach ein paar Tagen gelesen und denkt, er hätte noch mehrere Tage Zeit, was aber nicht stimmt).

Außerdem solltet ihr auf die Länge der Betreffzeile achten. Sie darf nicht zu lang werden; eine Faustregel besagt, bis 40 (allerhöchstens 60) Zeichen sind angebracht. Dies liegt darin begründet, dass ab einer bestimmten Länge – und auch abhängig vom genutzten Endgerät – das Ende der Zeile abgeschnitten wird und somit nicht mehr alles auf Anhieb gelesen werden kann. Die beste Zusammenfassung im Betreff nützt also nichts, wenn sie zu lang ist.

Bleibt außerdem bei einer natürlichen Sprache und Ansprache. Sprecht gern den Leser direkt an, so fühlt er sich einbezogen und die Distanz von Schreiber zu Leser wird verringert. Aber achtet darauf, nicht zu „schreien“; also nicht nur in Großbuchstaben schreiben und auch nicht zu viele Ausrufezeichen setzen (dies gilt übrigens für den gesamten Text). Versetzt euch in den Leser – wie will er angesprochen werden? Welcher Stil passt zu eurer Zielgruppe? Eher locker und umgangssprachlich oder höflich und distanziert?

Die Gestaltung

Übersichtlichkeit ist hier das A und O. Ihr solltet – wie bei einer Pressemeldung auch – am besten nur ein Thema pro Newsletter auswählen. Widersteht der Versuchung, alles reinzupacken, was für euch gerade wichtig ist. Entscheidet euch für ein Thema, das aktuell und für eure Zielgruppe relevant ist. Die anderen Themen passen vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt, sie sind nicht zwangsläufig verloren.
Wenn ihr euch dann für ein Thema entschieden habt, brecht es so weit wie möglich herunter, schreibt nur das Wichtigste in den Newsletter, damit dieser nicht überladen wirkt. Eine klare Linie und einfache Struktur sind für die Leserführung unersetzlich. Wenn der Leser vom Text erschlagen wird, wird er kaum weiterlesen. Es gilt: weniger ist mehr. Setzt die wichtigsten Informationen an den Anfang (wieder wie bei einer Pressemitteilung), die Relevanz der Informationen sollte zum Ende hin eher ab- als zunehmen. Denn: Oft werden Texte nur überflogen oder zur Hälfte gelesen.
Hilfreich für gute Übersichtlichkeit ist außerdem die Formatierung des Textes. Macht lieber einen Absatz mehr und schreibt kurze Sätze, die schnell zu erfassen und zu verstehen sind. Wichtige Keywords könnt ihr z. B. durch Fett-Schreiben hervorheben oder durch eine Aufzählung in den Vordergrund rücken.

Der Inhalt

Wie oben bereits erwähnt, gibt es in der Struktur ein paar Ähnlichkeiten zwischen Newsletter und Pressemeldung. Bei dem Inhalt allerdings sieht das ganz anders aus. Ein Newsletter ist stilistisch frei und darf gerne Emotionen enthalten, um den Leser zu fesseln. Seid stolz auf euer Produkt, stellt euch euren Newsletter als persönlichen Brief vor, den ihr z. B. einem Freund schreibt. Verpasst dem Text eure ganz persönliche Note, einen eigenen Stil, um aus der Masse der anderen hervorzustechen.
Für den Leser muss sofort klar sein, wer ihn anschreibt. Das heißt, euer Logo oder Markenname muss gut sichtbar platziert sein. Dies ist auch wichtig für den Wiedererkennungswert.

Bedenkt bei der Gestaltung des Inhalts auch die Vorschau des Newsletters – hier sollte ganz eindeutig erkennbar sein, was die Hauptaussage des Newsletters ist. Gestaltet sie möglichst ansprechend und aktivierend, motiviert den Leser durch eine Aufforderung oder macht ihn durch eine ausgefallene Frage oder ein spannendes Bild neugierig auf den restlichen Inhalt. (Bedenkt aber, dass Bilder ggf. nicht auf Anhieb richtig angezeigt werden beim User, ihr solltet euch also nicht ausschließlich darauf verlassen. Zur Unterstützung sind sie aber gut geeignet.)

Die richtige Zeit

Hier kommt es wieder ganz auf eure Zielgruppe an. Eine feste „richtige“ Zeit, die für alle gilt, gibt es nicht. Aber nicht verzweifeln, ein paar Anhaltspunkte zur Orientierung existieren schon. Z. B. wurde herausgefunden, dass im b2c Umfeld Samstag oder Sonntag gute Tage zum Verschicken von Newslettern sind. Im b2b Umfeld ist dies weniger üblich. Hier solltet ihr einfach mal austesten, was bei euren Geschäftspartnern, Kunden etc. gut ankommt.

Und dann?

Wie eben bereits erwähnt, geht es viel ums Ausprobieren. Wichtig dabei ist, die Ergebnisse zu evaluieren, um daraus Schlüsse für die Zukunft ziehen zu können. Wie viele und welche eurer Kunden haben z. B. auf Links geklickt? Wie hoch ist die Öffnungsrate? Diese und weitere Fragen solltet ihr euch in der Analyse stellen. Ihr könnt beim nächsten Mal auch einen A/B-Test ausprobieren, in dem ihr verschiedene Varianten eures Newsletters testet, um einen Vergleich zu erzielen. Möglichkeiten gibt es viele – hier heißt es: Die Zielgruppe kennen und erkennen, was sie wollen. Und – Probieren geht über Studieren. ;)

Kommentare

  1. Gravatar
    Volker Parvu am
    Es wundert mich doch sehr, dass Sie hier Tipps zur Gestaltung von Newsletter geben obwohl Ihre Server nach eigenen Angaben gar nicht auf den Versand von Newsletter ausgelegt sind.
    Ich zietiere hier Ihren Kundendienst:
    "Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass wir keine Möglichkeit sehen, diesen Versand von solch vielen E-Mails zu beschleunigen. Beachten Sie bitte, dass wir nicht unbedingt auf solch einer großen Menge von E-Mails ausgelegt sind. Hierfür gibt es separate
    Newsletter Provider, die sich ausschließlich auf solch einen Massenversand ausgelegt haben."
    Antworten
    1. Kristina Dahl am
      Hallo Herr Parvu!

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Wir richten uns mit unserem Blog an Agenturen, Freelancer – generell an Webworker und geben hier Tipps für den Arbeitsalltag. In diesem Artikel geht es speziell um die Gestaltung von Newslettern, nicht um den Versand.

      Leider ist ein Massenversand über unsere Server nicht möglich. Wir empfehlen hierfür gerne spezialisierte Newsletter Provider wie z. B. CleverReach. Mit unserer Agentur-Toolbox max sparen Sie übrigens in den ersten 12 Monaten bei CleverReach 20 %. ;) https://www.mittwald.de/partnerschaften

      Vielen Dank für Ihr Verständnis und viele Grüße

      Kristina Dahl
      Antworten

Kommentar hinzufügen