WordPress 5.9 – der letzte große Schritt zum Full Site Editing

Full Site Editing

Schon bei den letzten Releases habe ich hauptsächlich über Full Site Editing geschrieben. Das ist in der aktuellen Phase der große Fokus des Core-Teams. Mit der Version 5.9 erhalten nun auch die letzten großen Features Einzug in den Core von WordPress.

 

Für die Block-basierten Themes aus Version 5.8 gibt es jetzt noch mehr Möglichkeiten. Es können nicht mehr nur die Page- oder Post-Templates über die Oberfläche bearbeitet werden, sondern auch alle anderen Bestandteile des Themes. 

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Besonders hervorzuheben, ist hier der Header, für den es jetzt einen Navigations-Block gibt, mit dem Menüs auf der Seite platziert werden können. Gleichzeitig gibt es die neuen seitenübergreifenden Stile, die im Gutenberg-Editor bearbeitet werden können. Durch sie kann man die globale Erscheinung von Blöcken, wie z. B. Farbpaletten, Schriften und Layouts anpassen.

 

Außerdem können so sogar die bestehenden Blöcke individualisiert werden. Wenn man so will, ist das eine Oberfläche zur Anpassung der 'theme.json' durch den Benutzer. Ach ja, und die 'theme.json' bekommt, um das zu realisieren, mit der Anhebung auf Version 2 mehr Optionen.

 

Im Endeffekt ist damit jetzt die Basis für die neuen Themes fertig, die komplett – vom Header über den Content bis hin zum Footer − nur noch auf Blöcken aufbauen.

Twenty Twenty-Two – das neue Default-Theme 

Eines der ersten Themes, das all diese Full Site Editing-Features nutzt, ist das neue Default-Theme. Das Theme Twenty Twenty-Two ist genau dafür gemacht und unterstützt die neuen Features. Es ist erst mal ein sehr schlichtes Theme, das ich als Leinwand verstehen würde. Durch die Blöcke von Full Site Editing und Gutenberg ist es extrem flexibel, vielseitig und lädt ein, die neuen Möglichkeiten auszuprobieren und mit den vielen Optionen zu experimentieren.

 

Am besten ist es wohl, sich die neue Version einfach mal in einem kostenlosen Dev-Projekt zu installieren und das neue Theme mit eigenen Händen zu erleben.

Sonstiges

Eines meiner Highlights ist, dass es jetzt auch möglich ist, einzelne Blöcke vor Bearbeitungen zu sperren – das ging vorher nur für Templates. Und auch eine Kleinigkeit, aber sehr praktisch im Alltag: In der Listenansicht der Blöcke im Editor lassen sich Abschnitte einklappen und bei Bedarf gesammelt verschieben. Das macht es viel leichter, die Reihenfolge auf einer Seite zu ändern. Für mich als Entwickler ist vor allem auch interessant, dass WordPress weiter Richtung PHP 8 denkt. 

 

PHP 8 wurde bereits vor über einem Jahr veröffentlicht. Durch die Bestrebung des Core-Teams, das Einsetzen des CMS so einfach wie möglich zu gestalten, wird allerdings auch PHP 7.4 noch unterstützt. Dadurch ist WordPress noch nicht hundertprozentig perfekt im Umgang mit PHP 8. Um den Entwickler*innen den Umstieg zu erleichtern, werden einige Polyfills für Array- und String-Funktionen aus PHP 8 geladen, sollte die genutzte PHP-Version älter sein. So können Entwickler diese schon nutzen, selbst wenn die Website noch mit PHP 7.x läuft.

 

Wichtig zu wissen ist auch, dass es weiterhin einige Deprecation-Warnungen geben wird. Wer mehr zu diesem Thema wissen will, dem empfehle ich den Core-Beitrag zu WordPress 5.9 und PHP 8. Ansonsten kann ich nur wieder allgemein auf die offiziellen DevNotes zu WordPress 5.9 verweisen. Hier finden sich noch mehr spannende Änderungen, vor allem für Entwickler*innen.

Fazit 

Für User, die einen kompletten Page-Builder mit allen Möglichkeiten suchen, ist WordPress 5.9 ein Riesending. Wer sein Design gerne unter Kontrolle hat und die Möglichkeiten des Redakteurs einschränken möchte, wird bei den neuen Fähigkeiten von Gutenberg und Full Site Editing erst mal skeptisch reagieren. Theme-Entwickler bekommen noch mehr Möglichkeiten. 

 

Ich glaube, richtig cool wird das, wenn CSS Container Queries in Zukunft von allen Browsern zuverlässig unterstützt werden. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern. Was sind eure Highlights von WordPress 5.9? Habt ihr es schon installiert und getestet?

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