WordPress 6.0 – diese Verbesserungen bietet die neue Version

  1. Gutenberg & Block-Editor
  2. Page Creation Patterns
  3. Block Locking UI
  4. Sonstiges
  5. Fazit

Gutenberg & Block-Editor

In den letzten Releases lag der Fokus ganz klar auf Full Site Editing (FSE) und damit der nächsten großen Phase des Gutenberg-Projekts. Mit WordPress 5.9 wurden die wichtigsten Features für FSE eingeführt, zum Beispiel Navigation Blocks und die Möglichkeit Template-Parts zu bearbeiten.

WordPress 6.0 geht weiter auf diesem Weg und erweitert die bestehenden Features. An vielen Stellen wurden Optimierungen vorgenommen und – Theme-Entwickler aufgepasst! – für manche Core-Blöcke ändert sich das HTML-Markup. Hier können also CSS-Änderungen im Theme nötig werden. Was genau sich geändert hat, liest du am besten direkt in der Ankündigung der Änderungen im WordPress Blog nach.

Neu sind Blöcke für das Einbinden der Beitrags-Kommentare. Neben dem Kommentar-Loop gibt es die Unterblöcke für die Autoren-Informationen, den Avatar, natürlich den Kommentarinhalt selbst und einen Bearbeiten-Link. Den Autor- und Avatar-Block gibt es zusammen mit einem Autor-Biografie-Block auch für Beiträge. Dieser ermöglicht es, auf Beitrags-Seiten den jeweiligen Autor einheitlich anzuzeigen.

Page Creation Patterns

Eines meiner Higlights ist die Möglichkeit, jetzt auch Block-Patterns zu hinterlegen, die beim Anlegen einer neuen Seite vorgeschlagen werden. Block-Patterns, mit denen mehrere Blöcke auf einmal zu einem Beitrag hinzugefügt werden können, gibt es ja schon eine Weile und auch Standard-Blöcke für Beiträge eines bestimmten Post-Types, sogenannte  „Block-Templates“, kann man hinterlegen. Mit dem neuen Feature können aber sozusagen mehrere Standard-Layouts hinterlegt werden, aus denen der Autor beim Erstellen einer neuen Seite auswählen kann. Das Feature ist erstmal aktiv, aber noch nicht sichtbar, da zunächst noch keine Pattern existieren. Diese können vom Plugin oder Theme registiert werden. Sobald eine neue Seite erstellt wird, erscheint das Pop-up. Wie genau das geht, wird im Beitrag zu Page Creation Patterns beschrieben.

Highlight: Page Creation Patterns
Highlight: Page Creation Patterns

Block Locking UI

Auch sehr praktisch, vor allem für größere Seiten mit mehreren Autoren, sind die neuen Einstellungen zum Sperren von Blöcken. Bisher war es möglich, die Blöcke in den eben angesprochenen Block-Templates zu sperren, sodass diese nicht gelöscht oder verschoben werden können. Diese Sperrung erfolgt über die Einstellung beim Registrieren der Templates, also auf Code-Ebene. Mit dem neuen Interface können beliebige Blöcke auf einer Seite durch den Autoren selbst gesperrt werden. Hierbei kann gewählt werden, ob das Verschieben oder das Löschen gesperrt sein soll. Besonders praktisch: Mit der Einstellung „canLockBlocks“ kann dynamisch entschieden werden, wer Blöcke sperren und entsperren darf. So wäre es möglich, diese Erlaubnis an eine bestimmte Rolle zu hängen oder sogar nur ganz bestimmten Nutzern das (Ent-)Sperren zu erlauben. Für die Zukunft wünsche ich mir hier noch die Möglichkeit, auch das Bearbeiten eines Blocks zu Sperren.

Autoren können jetzt Blöcke sperren
Autoren können jetzt Blöcke sperren

Sonstiges

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Performance und Energieeffizienz gehen bei uns Hand in Hand.

Wer sein Block-Theme mit eigenen Templates und eigenen Styles angepasst hat, kann das Theme jetzt komplett mit allem drum und dran exportieren und so sehr einfach teilen oder anderswo bereitstellen.

 

Mich freut es zu sehen, dass auch das Thema Barrierefreit immer mehr Raum bekommt. WordPress 6.0 bringt eine ganze Reihe an Accessibilty Improvments, die zwar nicht allen Nutzern auffallen werden, aber für alle das System verbessern. Vor allem werden sie denjenigen, denen die Änderungen auffallen, das Leben erleichtern.

Auch unter der Haube und daher nicht so einfach zu sehen, gab es viele Performance-Verbesserungen. Das im Oktober eigens dafür geschaffene Performance-Team hat an einigen Themen gearbeitet: Die Abfrage von Taxonomien wie Tags und Kategorien wurde optimiert, die Cache-API erweitert, es gibt einen neuen Filter für die Bearbeitung der Image-Tags im Beitrags-Inhalt und vieles mehr.

Fazit

WordPress 6.0 bringt Full Site Editing und Gutenberg weiter voran und ist – obwohl DAS eine große Feature fehlt – durch die sehr vielen kleinen Features und Fixes eine würdige neue WordPress Version. Auch wenn es für mich persönlich eher eine 5.10 gewesen wäre. Wer sich alle Änderungen ansehen möchte, findet im Field Guide zu WordPress 6.0 ausführliche Informationen. 

 

Was hältst du vom neuen Release? Was sind deine Highlights?

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