Mittwald Meilensteine (Teil 2)

Mittwald Meilensteine (Teil 2)

Was bisher geschah: Mittwald wurde im Jahr 2003 gegründet. 2005 kam die Kooperation mit t3n zustande. Ein Jahr später (2006) folgte dann die rechtliche Eigenständigkeit und in diesem Zuge auch das erste eigene Logo. Im selben Jahr ging es das erste Mal auf die CeBIT. Und 2008 folgte dann das erste eigens entwickelte Kundencenter.
Weiter geht's mit unseren Meilensteinen der letzten 15 Jahre Mittwald. Es folgen die Jahre 2011 bis heute! Wir sind gespannt, was ihr sagt und wünschen viel Spaß beim Lesen. :-)

  1. 2011: Der Traum vom eigenen Rechenzentrum
  2. 2012: Community-Liebe – der CMS Garden entsteht
  3. 2016: Mittwald erhält seinen ersten Award
  4. 2017: Alle guten Dinge sind zwei – das zweite Bürogebäude ist erbaut

2011: Der Traum vom eigenen Rechenzentrum

Nur drei Jahre nach dem großen Projekt Kundencenter gingen wir zwei weitere riesige Projekte an: den Bau des eigenen Rechenzentrums sowie den Bau eines eigenen Bürogebäudes. Weil ein Bürokomplex nach wenigen Jahren aber nicht reichte, musste ein weiteres her – worauf wir in der Historie noch eingehen werden. Deshalb möchten wir uns jetzt erst mal dem Herzstück, unserem Rechenzentrum widmen. Maik Behring, heute Geschäftsführer Webhosting, war damals für das Rechenzentrum und den Bau zuständig.

Wie nervenaufreibend waren die ersten Wochen nach Inbetriebnahme? Und was würdest du sagen, ist das Schwierigste daran, ein eigenes Rechenzentrum zu halten und was ist das Positivste?

Die ersten Wochen waren sowohl spannend als auch nervenaufreibend. Dinge, wie das eigene Routing, der Betrieb von Klimatechnik, Brandmelde- und Löschtechnik und diverse andere neuen technischen Baugruppen stellten eine große Herausforderung dar. Zumal sich die Abläufe und Prozesse erst einspielen mussten.
Die ersten Wochen sind wir quasi im Probemodus gelaufen – nur wenige interne Systeme plus sogenannte Lastbänke, die Hitze und Stromverbrauch simulierten, zeigten noch die ein oder andere ‚Kinderkrankheit‘ auf. Nach ca. acht Wochen Probelauf sind wir dann in die Vollen gegangen und haben unsere komplette Infrastruktur aus diversen angemieteten Flächen nach Espelkamp geholt. Mit ca. 10 Kleintransportern und über 20 Mitarbeitern transportierten wir Server, Storage Systeme und diverses Zubehör gut gepolstert und gesichert in die Heimat. Das waren ein paar anstrengende Wochen, da die Arbeitszeit in die Nacht verlegt wurde, um unseren Kunden einen möglichst kleinen Impact zu gewährleisten. Zum Beispiel wurden Systeme in Frankfurt um 23.00 Uhr heruntergefahren und über 400 km weiter gegen 4.00 Uhr wieder gebootet. Das war eine wirklich sportliche Leistung und ich bin heute noch sehr stolz auf die Kollegen.

Heute, sieben Jahre später, hat sich der Betrieb eingespielt und das Meiste ist zur Routine geworden. Jährliche TÜV Audits, regelmäßige Wartungen und Übungen sorgen dafür, dass wir uns nicht zu sehr auf die Technik verlassen und immer ein wachsames Auge behalten.
Positiv ist sicherlich die Nähe zwischen Entwicklung, Administration und Rechenzentrum. Wenn etwas ist, sind es nur wenige Meter vom Schreibtisch des Administrators zum Server. Auch die emotionale Bindung der Kollegen zur Technik und zum eigenen Rechenzentrum ist wichtig und schafft Identität. Wir sind quasi noch ein Bäcker mit eigener Backstube, eigenem Mehl und eigenen Öfen ;-)

Der Bau des eigenen Rechenzentrums inkl. der Notstrom-Technik.

2012: Community-Liebe – der CMS Garden entsteht

Wie im letzten Beitrag von Florian Jürgens schon kurz erwähnt, hat sich Mittwald sechs Jahre nach dem ersten eigenen Besuch und Stand auf der CeBIT dazu entschieden, auch anderen Communities die Möglichkeit dazuzugeben – der CMS Garden entstand.
Wir wollten die Erfahrungen der anderen Seite, die der Communities mit aufnehmen und haben Robert Windisch, er ist CIO (Chief Information Officer) der WordPress Agentur Inpsyde, gefragt:

2012 hat Mittwald euch und vier weitere CMS zur CeBIT eingeladen, war es für euch das erste Mal auf dieser Messe? Wie war das Erlebnis für euch und konntet ihr neue, nachhaltige Kontakte knüpfen?

Die Bündelung der Content Management Systeme auf einem Stand abseits des Open Source Parks auf der CeBIT war eine sehr gute Erfahrung. Der Mittwald Stand ist für mich der Gründungsfunke des CMS Garden, da wir dort gemerkt haben, dass die CMS sehr ähnliche Ziele haben und wir durch Zusammenarbeit diese besser erreichen können.

2016: Mittwald erhält seinen ersten Award

Als Jugendlicher, 13 Jahre nach Gründung, wurden wir auch offiziell als Nummer 1 betitelt. Wir gewannen unseren ersten Hosting Award – Platin in der Kategorie Application Hosting. Aber das war noch nicht alles: Uns gelang der Hattrick. Drei Mal hintereinander gewannen wir den Award!
Jens Tiemeyer nahm damals und seit jeher die Auszeichnung in Empfang.

Jens, hättest du nach dem Gewinn des ersten Awards gedacht, dass euch ein Hattrick gelingt und ihr somit drei Mal in Folge diese Auszeichnung gewinnt?

Dass wir den Hattrick schaffen, konnten wir vor drei Jahren noch nicht absehen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, als wir das erste Mal voller Erwartungen und Neugier nach Frankfurt gefahren sind. Mit dem Gewinn des ersten Awards in der Kategorie Application Hosting konnten wir eine unserer Stärken, den Umgang mit Applikationen wie CMS und Shopsysteme, herausstellen. Das anschließende Feedback hat uns noch mehr motiviert, unsere Kompetenz weiter auszubauen.

Und wenn du dir eine Kategorie aussuchen dürftest, in der Mittwald gewinnt, welche würdest du nennen – vielleicht auch eine, die es noch gar nicht gibt?

Ganz klar: den Agentur-Award!
Zum einen kann ich behaupten, dass wir die besten Agenturkunden haben und es eine Menge Spaß macht mit ihnen zu arbeiten. Zum anderen bin ich begeistert von unseren Tools und Dienstleistungen, mit denen die Agenturen ihren Arbeitsalltag meistern können, sowie über unseren Kundenservice mit dem wir den Kunden täglich mit Rat und Tat zur Seite stehen und so begeistern können.

2017: Alle guten Dinge sind zwei – das zweite Bürogebäude ist erbaut

Wie beim Meilenstein zu 2011 schon angekündigt, hat uns gerade mal sechs Jahre nach dem Bau des ersten Bürogebäudes der Platz nicht mehr ausgereicht – schließlich sind wir in den letzten 15 Jahren um über 150 Personen gewachsen. So stand 2016 also der nächste Bau eines zweiten Bürokomplexes an. 2017 weihten wir dieses gebührend ein. Zu verdanken haben wir das vor allem zwei Mitarbeiterinnen, die tatkräftig an der Planung des Gebäudes beteiligt waren – Vanessa Rüter und Kirsten Asmus.

Kirsten, Vanessa, ihr habt die Planung des zweiten Bürogebäudes, das ja mit 2000 qm Bürofläche noch größer ist als das erste 2011 erbaute Gebäude, geplant. Was war die größte Herausforderung für euch dabei?

Für uns war die größte Herausforderung, dass wir vorher noch nie im Bereich Bau tätig waren und das Thema für uns Neuland war. Ebenfalls musste man erst mal lernen, mit den hohen Summen und dem großen Budget umzugehen … Aber Herr Meyer hatte uns für alle Themen die Verantwortung übertragen – essenzielle Themen wurden natürlich mit ihm besprochen bzw. durch ihn abgesegnet. Eine andere Herausforderung bestand allerdings darin, immer wieder vor weiteren neuen Herausforderungen zu stehen – seien es Budgetveränderungen, ständig neue Themen, in die man sich einarbeiten muss, kurzfristige Planänderungen, unplanbare Terminverschiebungen durch einen unvorhersehbaren Wintereinbruch, etc.
Dennoch war es ein tolles Gefühl, so viel Freiraum und Entscheidungskraft zu haben. Wir haben uns alle relevanten Aufgaben und fehlende Infos im Team erarbeitet, diese Erfahrung hat uns total zusammengeschweißt. Apropos Teamarbeit, wir sind echt stolz, solche Kollegen zu haben, die mit anpacken, und zwar auch mal am Wochenende. Denn der Umzug der Arbeitsplätze vom ‚Altbau‘ (eigentlich ist ein 2011 erbautes Gebäude kein Altbau) in den Neubau war natürlich ebenfalls eine Challenge. Da die Erreichbarkeit unseres Kundenservices nicht beeinflusst werden sollte, mussten wir am Wochenende umziehen. Dennoch packten zahlreiche Kollegen mit an, sodass wir an zwei Tagen um die 100 Arbeitsplätze im vorherigen Gebäude ab- und im Neubau wieder aufgebaut haben (samt technischer Ausstattung). Das war eine super Teamleistung!
Wir können beide sagen, dass wir gerne zurückblicken und stolz auf das Erreichte sind.

Was meint ihr, wird es sieben Jahre nach dem nun zweiten Gebäude, also im Jahr 2024 ein weiteres geben? :-)

Na ja, neben unserem Neubau ist eine identisch große Fläche, die für einen späteren Bau gedacht ist. Also wir sind uns fast sicher, dass es in sechs Jahren ein weiteres neues Bürogebäude geben wird – vor allem, wenn unser Unternehmen weiter wächst wie bisher ;-)

Das war's leider auch schon mit unseren Meilensteinen, wobei ja doch einiges dabei war. Ich finde so etwas ja immer super interessant. Was fandet ihr am spannendsten oder was hat euch erstaunt? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen, wir freuen uns! :)

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