Head in the Cloud 2026: Das war unser Festival-Tag
Head in the Cloud bei brütender Hitze: Zum Glück kein Problem
Martin Helmich und Florian Jürgens eröffnen das Head in the Cloud 2027
Kurz vor dem Festival gab es ein paar nervöse Blicke auf die Wettervorhersage. Doch das Orga-Team ließ sich nicht schocken und sorgte mit Eis, kalten Getränken, Kühltüchern und Ventilatoren an jeder Ecke dafür, dass unsere Gäste es so angenehm wie eben möglich hatten. Wer schon mal versucht hat, bei Hochsommertemperaturen konzentriert einem Tech-Talk zu folgen, weiß: Das sollte zur Grundausstattung gehören. Zur Abkühlung standen drinnen auch einige klimatisierte Räume in unserem Bürogebäude bereit. So kamen alle gut durch den Tag und der hatte es mit einem prall gefüllten Programm auch wirklich in sich.
Die Keynote: Was gute Events ausmacht
Culture & Creativity, Tech, DevOps – für jeden Geschmack war eine Bühne dabei. Den Auftakt hat Marc Thiele gemacht, bekannt für die Organisation von Events wie der beyond tellerrand und der Smashing Conference. Seine These: Gute Events leben nicht von Reichweite, Funnels oder Verkauf, sondern von einer bestimmten Haltung – man kann eine Community nicht bauen oder bestellen, man kann nur den Raum dafür öffnen.
Das Interessante daran: Er hat diesen Talk auf der Bühne eines Firmenevents gehalten – und in seinem eigenen Rückblick zum Festival beschreibt er genau diesen Widerspruch. Niemand habe ihm vorher gesagt, was er sagen soll, niemand habe vorab seine Slides sehen wollen, niemand habe gefragt, ob er nicht auch ein Produkt erwähnen könnte. Für ihn war genau das der Beweis für Unabhängigkeit – eine Frage der Haltung.
Marc Thiele begeistert das Publikum mit seiner Keynote
Zwischen Erpressern und Deployment-Stacks
Für viel Gesprächsstoff sorgte auch ein anderer Talk: Torben Mallwitz, CTO von guenstiger.de, erzählte auf der Bühne, wie sein Unternehmen 2025 von einem Ransomware-Angriff getroffen wurde. Keine polierte Case Study, sondern die unangenehmen Details – wie sich eine Verhandlung mit Erpressern tatsächlich anfühlt, was in den ersten Stunden schiefläuft, was danach an Vertrauen wieder aufgebaut werden muss. Genau die Art von Talk, die man selten zu hören bekommt, weil kaum jemand offen über sowas spricht.
Wer es technischer wollte, war z. B. mit der Session von Alexander Jank gut beraten. Der CTO von nuonic Digital erzählte, wie sein Team einen hybriden Deployment-Stack für Shopware auf mittwald aufgebaut hat: Deployer für die Shop-Applikation, GitHub Actions und Docker Stack Files für die Service-Container, dazu OpenSearch und RabbitMQ über Container Hosting. Der Stand nach neun Monaten Praxis, inklusive der Learnings, die man sich sonst mühsam selbst erarbeiten müsste.
Das Herz von Head in the Cloud: die Community
Ich könnte jetzt noch lange über das großartige Programm reden. Aber wenn man mit Teilnehmenden spricht, landet man schnell auch bei etwas anderem: den Pausen. Den Gesprächen zwischen den Talks, beim Ausklang mit Drinks und Snacks – und bei den Wasserpistolen-Duellen, die bei der Hitze natürlich unumgänglich waren.
Für uns ist es einfach so wunderbar zu sehen, dass Leute aus ganz Deutschland (einer unserer Speaker kam sogar aus der Schweiz!) den Weg ins ostwestfälische Espelkamp auf sich nehmen und es nicht immer die bekannten Großstädte sein müssen, die die Digitalbranche anziehen. Wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr!
Head in the Cloud 2027
2027 geht's weiter, am 18.6., zum vierten Mal! Wer dabei sein will, kann sich schon jetzt auf der Website kostenlos anmelden.
Kommentar hinzufügen