Agenturführung 4.0 – Recap zum 15. AgenturCamp

Was sind die Themen, die Agenturen beschäftigen? Was hat sich alles geändert in der Agenturbranche und was wird sich noch ändern? Fragen, die wir uns häufiger mal stellen. Antworten finden wir unter anderem beim AgenturCamp. Vergangenen Freitag und Samstag war es wieder so weit. Rund 100 Agenturen trafen sich in Düsseldorf, um zu netzwerken und sich über aktuelle Themen aus der Branche auszutauschen. Auch wir waren dabei und möchten euch an unseren Eindrücken und Erkenntnissen teilhaben lassen.

Du kennst das AgenturCamp noch nicht?

Das AgenturCamp ist eine Unkonferenz für Inhaber, Manager, Spezialisten und Querdenker aus Kommunikations- und Digitalagenturen. Ohne vordefinierte Agenda und klassische Referenten. Die Teilnehmer selbst bestimmen beim Start gemeinsam die Themen, die später in kleineren Gruppen bearbeitet werden. Durch dieses offene Tagungsformat entsteht ein vielfältiges Programm aus Vorträgen, Diskussionen und Workshops ganz nach den Wünschen der Beteiligten. 

Hans-Gerhard Kühn, Organisator des AgenturCamps

Das AgenturCamp 2019 in Düsseldorf

Bereits bei der Ankunft am Freitagmorgen begrüßten uns einige bekannte Gesichter, die wir bei den letzten AgenturCamps kennengelernt haben. Schnell wird deutlich, dass sich schon eine Art „Community“ innerhalb der AgenturCamp-Teilnehmer aufgebaut hat. Für uns ist es schön zu wissen, dass wir dazugehören. Allerdings ist es auch immer sehr interessant, die „Neulinge“ kennenzulernen – sie machten bei dem diesem AgenturCamp ca. 50 % aller Teilnehmer aus. Schon bevor das Camp richtig startete, entstanden die ersten Gespräche und die Kollaboration war im vollen Gange.

Sarah ud Jens von Mittwald beim AgenturCamp in Düsseldorf.

Nach einem stärkenden Frühstück und einer kurzen Vorstellungsrunde aller Teilnehmer startete dann das Camp. Aufgebaut wie ein BarCamp, erfolgte zunächst die Sessionplanung: Alle, die über ein Thema sprechen oder diskutieren möchten, schreiben dies auf eine Karte und stellen es im Plenum kurz vor. Direkt im Anschluss wird das Interesse per Handzeichen abgefragt. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass sich niemand meldet und das Thema infolgedessen nicht in die Planung aufgenommen wird. Allerdings schaffen es meist alle Vorstellungen auf das Sessionboard.

Von Agilität über New Work bis zu Vertriebsstrukturen

Hauptthemen des diesjährigen Camps waren Agilität, New Work und Arbeitszeitmodelle, aber auch Vertriebsstrukturen sowie Prozesse und eingesetzte Tools in Agenturen wurden thematisiert. Viele der teilnehmenden Agenturen haben vor 1 - 2 Jahren damit begonnen, ihre internen Prozesse komplett umzustellen und agiler zu werden. Auf diesem AgenturCamp in Düsseldorf bestand nun das starke Bedürfnis, sich über die jeweiligen Erfahrungen, Herausforderungen sowie Erkenntnisse auszutauschen.

Und dann ging es los: All diejenigen, die an einer Session interessiert waren, kamen zusammen. In der Regel leitete der Initiator der Session ebendiese kurz ein und berichtete über seine Intention sowie Erfahrungen mit dem jeweiligen Thema. So entstand relativ schnell eine offene Diskussions- oder Austauschrunde, wo jeder zu Wort kam. Alternativ bestand aber auch die Möglichkeit, eine Session als Impulsvortrag oder Workshop zu gestalten.

Das Sessionboard des ersten Tages des AgenturCamps, bei dem auch Mittwald mitgewirkt hat.

Interessante Gespräche bei lockerer Atmosphäre 

Sarah und Jens von Mittwald haben bei dem AgenturCamp in Düsseldorf auch eine Session gehalten.

Sarah und Jens bei ihrer eigens veranstalteten Session "Agentur-Networking in der Zukunft".


Eine Session dauert jeweils 45 Minuten. Im Anschluss hat man 15 Minuten Zeit für eine kleine Pause, in der man sich allerdings auch für das nächste spannende Thema entscheiden muss.

Am späten Nachmittag fand gegen 17 Uhr die letzte Runde statt. Dann ist der Tag aber nicht zu Ende: Um ca. 18 Uhr wurde eine Führung durch das Firmengebäude des Unternehmens sipgate angeboten. Auch sie sind Sponsor des AgenturCamps und stellen ihre Räumlichkeiten sowie die hervorragende Küche zur Verfügung. Den Freitagabend haben wir gemeinsam mit leckeren Cocktails und in lockerer Atmosphäre ausklingen lassen. Auch hier ergaben sich noch mal interessante Gespräche – häufig dann in kleineren Gruppen und zu speziellen Themen.

Am Samstagmorgen wurde erneut ein Sessionplan aufgestellt. Allerdings nur bis zur Mittagszeit, denn ab 14 Uhr wurde die Methode des „World-Cafés“ angewandt. Bei diesem werden 3 - 4 Stationen aufgebaut, an denen sich die Teilnehmer verteilen. Anschließend werden einige Themen oder Fragen gesammelt, zu denen noch Diskussionsbedarf besteht. Jeder Station wird ein Thema zugewiesen und jegliche Gedanken dazu verschriftlicht. Nach einer gewissen Zeit wechseln die Teilnehmer. Eine Person bleibt aber an der Station und holt die neuen Teilnhemer kurz über das schon Gesprochene ab. 
Hierbei wurde beispielsweise intensiv über das Thema „Unternehmenskultur“ gesprochen und über das allgemeine Format des AgenturCamps sowie über zukünftige Möglichkeiten des Austausches.

Danach folgte leider schon die Verabschiedung und damit auch das Ende des 15. AgenturCamps. Für uns waren es wie immer erkenntnisreiche und spannende zwei Tage. Wir können jeder Agentur nur herzlichst empfehlen, am nächsten AgenturCamp teilzunehmen. Ich persönlich freue mich schon jetzt darauf!

Du hast auch Lust am AgenturCamp teilzunehmen? Das Nächste findet vom 10. - 11.10.2019 in Leipzig statt. Oder warst du schon mal Teilnehmer? Dann erzähl uns gerne von deinen Erfahrungen. :-) 

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