Lebenslanges Lernen: Mit diesen Techniken klappt es

Lebenslanges Lernen: Mit diesen Techniken klappt es

Die Schule ist beendet, das Studium oder die Ausbildung abgeschlossen, Zeit, die Füße hoch zu legen und auf seine bisher erlernten Fähigkeiten zu vertrauen. So einfach ist es leider längst nicht mehr. Lebenslanges Lernen ist in der heutigen Berufswelt eine elementare Stütze für langfristigen Erfolg. Wir geben neun Tipps, wie Sie Ihren Kopf frisch halten und für die Zukunft gewappnet sind.

Infografik über lebenslanges Lernen

Lernen kennt keine Altersbegrenzung. Bildquelle: Samo Trebizan – 411120859 / Shutterstock.com

Das Leben ist ein Lernprozess

Heutzutage sind ein erworbener Schulabschluss, eine fertige Ausbildung oder ein abgeschlossenes Studium nicht mehr ein Erfolgsgarant an sich, sondern nur noch das Fundament, auf das man aufbauen muss, um im harten Arbeitsalltag erfolgreich sein zu können. Durch den rasenden technologischen Fortschritt ist fast jeder Berufstätige gezwungen, immer auf der Höhe der Zeit zu bleiben.

Daher ist ständige Weiterbildung inzwischen unerlässlich geworden. Doch sich fortlaufend wieder mit neuem Wissen und ausgereifteren Methoden auseinanderzusetzen, muss keine lästige Pflicht sein. Es sollte vielmehr der natürliche Antrieb des Menschen sein, sich immer aufs Neue beweisen zu wollen.

Trotzdem fällt es gerade im fortgeschrittenen Alter oft nicht leicht, das Lernen als das zu akzeptieren, was es ist: ein täglich stattfindender Prozess. Um die Herausforderung trotzdem zu meistern, gibt es etliche Tricks und Kniffe.

Dazu zählen folgende Beispiele:

Trotzdem fällt es gerade im fortgeschrittenen Alter oft nicht leicht, das Lernen als das zu akzeptieren, was es ist: ein täglich stattfindender Prozess. Um die Herausforderung trotzdem zu meistern, gibt es etliche Tricks und Kniffe. Dazu zählen folgende Beispiele:

1. Konzentrationstraining

Nehmen wir als Beispiel den Bereich digitale Wirtschaft: Was gestern noch hochmodern war, geht heute, überspitzt gesagt, gerade noch so als Standard durch, ist aber morgen überholt. Sicherlich entwickelt sich nicht jeder Bereich in so rasantem Tempo wie der digitale Dienstleistungssektor. Fakt ist aber, dass das Lern- und Arbeitspensum branchenübergreifend an Fahrt aufnimmt.

Und wer hier nicht dazulernt, bleibt schnell auf der Strecke. Der digitale Arbeitsplatz verlangt Wissen im Umgang mit PC und modernen Tools. Das können spezielle Programme wie Photoshop sein, aber auch Standardsoftware wie Excel oder MS Word.

Neues zu lernen bedingt aber vor allem eines: Konzentration. Und diese kann spielerisch verbessert werden. So können zum Beispiel klassische Spiele wie Memory die Konzentration verbessern. Entscheidungen trifft man aber auch bei moderneren Spielen wie Black-Jack oder Poker in wenigen Sekunden und trainiert sein Hirn auf diese Weise, schnell zu reagieren und auch die Gesten von anderen zu verstehen.

Passenderweise lassen sich solche Spiele heutzutage auch online spielen. So schult man nicht nur die Konzentrationsfähigkeit, sondern auch den Umgang mit modernen Endgeräten. Ach, und übrigens: Auch Pausen sind wichtig, denn sie können die Kreativität und Konzentration fördern.

2. Kleine Schritte machen

Nicht jeder kann sofort alles können oder erlernen. Man sollte sich in kleinen Schritten, die einen weder über- noch unterfordern, langsam an das große Endziel herantasten. Dabei sollte der Fokus bei jeder Lerneinheit auf genau das gerichtet sein, was man in diesem Zeitraum erlernen will, nicht mehr und nicht weniger.

3. Üben, üben, üben

Dies klingt recht simpel und einfach daher gesagt. Doch wer meint, einmal erlerntes Wissen könne man abspeichern, um es bei Bedarf wieder hervorzukramen, der wird sich schnell wundern. Nur durch ständiges Üben können sich die Denkprozesse im Gehirn automatisieren. Dadurch sind sie auch sehr viel schneller abruf- und anwendbar.

4. Symbole erschaffen

Jeder hat ein Ziel, das er beim Lernen erreichen will. Wichtig ist, dieses Ziel nie aus dem Kopf zu verlieren. Man sollte sich eine positive Assoziation im Gedächtnis erschaffen, die einem den Antrieb gibt, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Dazu kann es reichen, sich ein entsprechendes Bild auf den Schreibtisch zu stellen, welches man sich täglich aufs Neue ansieht. Auch ein Merksatz, der ständig im Kopf wiederholt wird, kann helfen, sich zu fokussieren und die Konzentration aufrecht zu erhalten.

Grundsätzlich sollte sich das Lernfeld der Aufgabe anpassen. Lernen im Bett oder auf der Couch vor dem TV sind nicht die ideale Lösung. Bestenfalls wird ein eigener Lernraum geschaffen, in dem man sich zurückziehen kann und ungestört ist.

5. Struktur

Wichtig ist vor allem eine geordnete Lernstruktur. Einen Plan zu verfolgen, welche Ziele man die kommenden Monate, Wochen oder auch Tage erreichen will, ist essenziell für alle Lernenden, die ihren Horizont erweitern wollen. Niemand findet sich in einem Wust aus Zetteln, Heftern und Diagrammen zurecht. Daher kann es nie schaden, einen konkreten Plan des Lernpensums zu erstellen und sich penibel an diesen zu halten.

6. Die beste Lernmethode für sich finden

Viele wissen gar nicht, wie sie am besten lernen. Dies ist auch von Person zu Person unterschiedlich. Manche können Neues am besten verinnerlichen, indem sie es in einem Buch oder am Laptop einfach lesen. Andere brauchen Grafiken und konkrete Beispiele. Einigen gelingt es am besten, wenn sie audiovisuelle Unterstützung bekommen.

Doch wie finde ich heraus, welcher Lerntyp ich bin? Einfache Antwort: Durch ausprobieren! Testen Sie aus, wie Ihr Gehirn die meisten Informationen speichern kann. Lesen Sie sich schlau, schauen Sie inhaltsbezogene Berichte im Fernsehen oder Videos im Internet. Vielen hilft es auch, die eigene Stimme beim Lernen aufzunehmen und sich mehrfach, wie etwa vor dem Schlafengehen, wieder anzuhören.

7. Unterstützung (fordern)

Alleine ist alles doppelt so schwer. Daher sollte man auf die Unterstützung anderer Leute bauen. Wenn man seine Freunde oder Kollegen in sein Vorhaben, sich eine neue Fähigkeit anzueignen, einweiht, können einem diese beratend oder kontrollierend unter die Arme greifen. Deshalb sollten sie immer auf dem Laufenden gehalten werden, in welchem Prozess oder Fortschritt des Lernens man sich gerade befindet.

8. Nicht verzweifeln

Wenn ein Lernprozess ins Stocken gerät, sollte man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Beharrlichkeit zahlt sich aus. Vor allem aber darf die Verzweiflung nicht überhand nehmen. Wer Fortschritte machen will, muss sich auch Fehler zugestehen. Denn aus Fehlern lernt man! Wenn es also gerade nicht in dem Tempo vorangeht, wie man es gerne möchte, heißt es: Ruhe bewahren und nicht in Panik verfallen.

Deshalb sollte man sich auch nie von jemand anderem außer sich selbst unter Druck setzen lassen. Und auch hier empfiehlt sich, den selbst auferlegten Erwartungen nicht zu viel Bedeutung beizumessen, um den Spaß nicht zu verlieren.

9. Kurse besuchen

Zusammen zu lernen war schon immer eine sehr effektive Art, sein eigenes Wissen zu erweitern. In einer Gruppe gibt es immer den Vorteil, dass jeder seine persönlichen Stärken einbringen kann und somit alle voneinander profitieren. Viele empfinden auch den Spaßfaktor sehr viel höher, wenn man sich untereinander austauschen kann, als wenn man alleine vor dem Schreibtisch sitzt.

Es müssen ja auch nicht immer gleich kostenpflichte Kurse an Hochschulen sein. Trommeln Sie einige Arbeitskollegen oder einfach Gleichgesinnte zusammen und starten Sie Ihre eigene Lerngruppe. So kann jedes noch so komplizierte Thema für jeden Gruppenteilnehmer besser verstanden werden – und der Lerneffekt kann enorm sein.

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