Social Media Marketing–Chancen und Risiken

Social Media Marketing (3) – Chancen und Risiken im Social Web

Nach dem Aufdröseln von Social Media und den Grundsätzen des Social Media Marketing beschäftige ich mich heute im Blog mit den Chancen, die das Social Web bietet sowie den Risiken, die es birgt. Aber manchmal kann aus einer ziemlich miesen Situation dank einer angemessenen Reaktion in den Social Media ein Siegermoment werden. Wichtig ist dabei nur, einige Aspekte im Blick zu behalten.

  1. Stärken und Schwächen
  2. Im Grunde ganz einfach…
  3. So geht es weiter
  4. Quellen:
  5. Konntet Ihr schon Mal eine Situation durch geschickte Reaktion retten?

Social Media kann, gerade durch den Aspekt der Many-to-Many-Kommunikation (ein horizontaler Austausch einer Vielzahl von Nutzern), insgesamt als Chance betrachtet werden, wobei kein patentiertes Erfolgsrezept für das Engagement auf sozialen Platt­formen existiert. Jedes Unternehmen sollte für sich entscheiden, welches die richtigen Kanäle zur Verbrei­tung der Botschaft sind und welche Mittel helfen, das Image am Markt zu etablieren.

Stärken und Schwächen

Die folgenden Aspekte sollen verdeutlichen, welche Stärken das Social Web zu bieten hat und in welchen Bereichen sich schnell Fehler einschleichen oder Risi­ken auftreten können.

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Kontrollverlust
Im Social Web besteht immer die Gefahr eines Kon­trollverlustes, da die Reaktionen und Aktionen der Nutzer nicht zielorientiert gelenkt oder vorausgesagt werden können. Eine Nachricht, die erst einmal in Umlauf geraten ist, kann kaum wieder aus dem In­ternet zurückgezogen werden (vgl. Neumann 2011, S 28).

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Kritik und Krisenkommunikation
Ein erfolgreiches Social Media Marketing setzt vor­aus, dass Kommunikation und Offenheit gefördert werden. Daraus resultiert jedoch Verwundbarkeit. Sinnvoll ist daher der Plan einer angemessenen und guten Krisenkommunikation. Denn hier liegt die große Chance von Social Media: Eine direkte Inter­aktion mit den Kunden ist möglich.

Kritik birgt auch immer Chancen. So wirkt Lob an­treibend und aus negativer, aber konstruktiver Kritik kann ein Ratschlag abgeleitet werden. Bei einer Krise sollte Betroffenheit gezeigt und jegliche Form von Un­höflichkeit vermieden werden. Auf keinen Fall sollten Fehler vertuscht werden. Eine aufrichtige Entschuldi­gung zeigt die menschliche Seite eines Unternehmens und wirkt sympathisch. Falls ein Problem zu lösen ist, sollte es öffentlich gelöst werden (vgl. Neumann 2011, S. 28f.; Heymann-Reder 2011, S. 35f).

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Wandel der Kommunikation
Klassische Werbung wird im Social Media oft als Spam wahrgenommen. Die eigentliche Werbung bilden der Dialog und die aktive Präsenz. Im Social Web reden Unternehmen »mit einzelnen Menschen und nicht mehr mit definierten, anonymen Zielgrup­pen, die über Multiplikatoren angesprochen werden« (Neumann 2011, S. 31).

Generell lässt sich der Dialog mit den Kunden beim Social Media besser als mit anderen Instrumenten för­dern. Die Möglichkeit eines Kundendienstes ist gege­ben. Dieser bietet zusätzliche Vorteile, da die Beiträge bestehen bleiben, so dass sie von Kunden schnell ge­funden und immer wieder nachgelesen werden kön­nen.

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Vertrauen und Loyalität
Der Erfolg des Social Media beruht vor allem auf der Tatsache, dass Verbraucher der Empfehlung ih­rer Nutzergemeinde mehr trauen als der geschalteten Werbung, wobei die Vertrauensstärke von der jewei­ligen Plattform abhängt. So genießen Einträge in Blogs und Fo­ren volles Vertrauen, Posts auf Facebook dagegen weniger. Um vertrauensvoll zu wirken, sind ein offener Dialog, eine hohe Qualität des bereitgestellten Inhalts und eine schnelle Reaktionszeit von essentieller Bedeutung (vgl. Heymann-Reder 2011, S. 40f).

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Beziehungen
Mit dem Begriff Influencer bezeichnet man Einfluss­nehmer im Web, denen eine große Menge von Nut­zern ihr Vertrauen schenkt. Markenbotschafter emp­fehlen Marken und Produkte weiter. Um besonders von der Community zu profitieren, sollte man als Werbetreibender Influencer und Markenbotschafter aufspüren und sich mit ihnen gut stellen. Eine geeig­nete Strategie könnte es sein, einen besonders begeis­terten Kunden zu seinem eigenen Markenbotschafter zu machen, indem man ihn bittet, eine Bewertung zu einem Produkt zu verfassen.

Im Grunde ganz einfach…

Wer sich vor dem Start eines Social Media-Auftritts mit der Materie auseinandersetzt und sich nicht sprichwörtlich ziellos »in die Menge stürzt«, wer be­achtet, dass Social Media ein Geben und Nehmen vo­raussetzen und, dass uninteressante, platte Werbung von der Nutzergemeinde abgelehnt wird, kann die Chancen für ein erfolgreiches Marketing im Soci­al Web auf den verschiedenen Plattformen voll aus­schöpfen.

So geht es weiter

Nächste Woche kommt dann der letzte Teil der Reihe „Social Media Marketing“:
Social Media Plattformen und ihr Marketingpotential.

Quellen:

Heymann-Reder, D. (2011): Social Media Marketing. Erfolgreiche Strategien für Sie und Ihr Unternehmen, München.
Neumann, K. (2011): Social Media als Marketing-Instrument für Unternehmen, Hannover.

Konntet Ihr schon Mal eine Situation durch geschickte Reaktion retten?

 

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