11 Tipps für erfolgreiche Landingpages

11 Tipps für erfolgreiche Landingpages

Landingpages sollen den Weg zu mehr Käufen ebnen. Doch damit das auch gelingt, müsst ihr bei der Seitengestaltung einige Punkte beachten. Mit unserer Mittwald Checkliste seid ihr gut für die ersten Schritte und dann die finale Prüfung ausgestattet. Zur besseren Übersicht findet ihr die komplette Checkliste am Ende der Seite als kostenfreien PDF-Download.

  1. Inhalt der Mittwald Checkliste
  2. Eine übersichtliche Struktur – das A und O
  3. Bilder, die unterstützen
  4. „Meine Damen und Herren, Konzentration bitte“
  5. Alle Wege führen zu SEO
  6. Besucher von euch überzeugen
  7. Sinnvolle Call-to-Action-Buttons für höhere Conversionrates
  8. Auf eine Top-Ladezeit setzen
  9. Unbedingt an Analyse-Tools denken
  10. Responsive Landingpages – notwendig?
  11. A/B-Testing für noch mehr Erfolg
  12. Der letzte Schritt: In die Besucheransicht wechseln

Inhalt der Mittwald Checkliste

Eine übersichtliche Struktur – das A und O

Beim Aufbau einer Landingpage habt ihr den Vorteil, den Blick eurer Nutzer leiten zu können. Er soll sich nicht wie wild durch die Info-Blöcke suchen, sondern mit Strategie von euren Leistungen oder Produkten überzeugt werden.

Damit das gelingt, solltet ihr sämtliche Ablenkung loswerden. Deaktiviert die Navigation für die Seite, verkleinert, falls möglich, das Logo, entfernt Suchfunktionen und Verweise zu sozialen Netzwerken und deaktiviert Werbebanner. Die ganze Aufmerksamkeit des Besuchers soll auf dem Produkt, seinen Vorteilen und der Möglichkeit zum Kaufen liegen.

Die Anti-Ablenkung-Regel gilt auch für Verlinkungen. Per HTML-Anker kann man zwar innerhalb der Landingpage verlinken, externe Links solltet ihr jedoch meiden – sie lenken ab. Fahrt nach dem Prinzip „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“.

Ellenlange Landingpages sind im schnelllebigen Internetzeitalter immer noch weit verbreitet. In vielen Fällen jedoch überfordert die Flut an Informationen. Sie leistet dann keine Überzeugungsarbeit, sondern schreckt ab. Mit sogenannten Accordion-Boxen kann man viele Infos zusammenfassen und bei Bedarf aufklappen lassen. So bekommen Besucher gleichzeitig Übersicht und den Zugang zu mehr Informationen.

Das Vermeiden von Links, Entfernen von Navigationen und Suchfunktionen kann schon mal dafür sorgen, dass eine Landingpage komplett anders aussieht, als eure restlichen Seiten. Das ist kein Problem, sondern vielmehr Notwendigkeit. Denn erst eine aufgeräumte Landingpage erlaubt eine steigende Conversionrate.

Ein letzter Hinweis: Verlinkt von der Landingpage unter keinen Umständen auf die Konkurrenz. Vorsicht gilt dabei mit Werbeblöcken. Diese werden häufig automatisiert ausgeliefert und könnten plötzlich ein Produkt der Konkurrenz zeigen. Ärgerlich…

  • Haben Besucher auf der Landingpage Ordnung und können sich gut durch die Inhalte lesen?
  • Ist die Landingpage so konzentriert wie möglich, wurden also Navigation, Suchfunktion und mehr entfernt?
  • Gibt es ausreichend Infos, damit sich Besucher selbstständig eine Meinung zum Produkt bilden können?
  • Wird die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Vorteile des Produkts gelenkt?
  • Ist die Landingpage frei von externen Links?
  • Wurde Werbung von der Seite entfernt?

Bilder, die unterstützen

Viele Landingpages leben und sterben mit guten oder schlechten Bildern. Denn bekanntlich sagt ein Bild mehr als tausend Worte. Rückschließend bedeutet das: Verwendet wenige, dafür aber besonders aussagekräftige Bilder. Einige Landingpages kommen auch ohne Bilder aus. Sie leben dann von gut platzierten Formatierungen.

  • Hat jedes Bild Aussagekraft?
  • Unterstützen die Bilder den Inhalt oder stören sie vielmehr?
  • Wäre es sinnvoll, einzelne Bilder zu entfernen?

„Meine Damen und Herren, Konzentration bitte“

Kunden wollen nicht jedes Produkt. Sie wollen genau das Richtige. Daher gilt die Faustregel pro Landingpage im Idealfall nur ein Produkt zu präsentieren – und die dazugehörige Zielgruppe anzusprechen.

Die Konzentration lässt sich nicht nur mit einer reduzierten Auswahl, sondern auch mit dem bewussten Meiden von Fragen halten. Liest der Besucher auf eurer Landingpage Sätze wie „Warum brauchen Sie unser Produkt?“, „Ist der hohe Preis gerechtfertigt?“ oder „Gibt es das Produkt woanders günstiger?“, kann sich die zu Beginn offene Einstellung verflüchtigen. Mit diesen Fragen wird z. B. ein höherklassiger Saugroboter schnell als überflüssiges Luxus-Produkt abgestempelt werden – der Besucher verlässt die Seite.

Die erwähnten Fragen solltet ihr keinesfalls ignorieren. Veröffentlicht jedoch statt der Fragen und der dazugehörigen Antworten direkt die Lösung. So wäre statt „Warum brauchen Sie einen Saugroboter?“ die Aussage „Mit einem Saugroboter sparen Sie monatlich drei Stunden Zeit im Haushalt“ ideal. Hier wird der Faktor Zeit aufgegriffen, das wertvollste Gut des 21. Jahrhunderts. Besucher haben dann keinen Zweifel am Produkt, sondern sehen es als einen nicht mehr aus dem Alltag zu wegzudenkenden Vorteil – so wird der Spieß umgedreht.

  • Wird nur ein Produkt auf der Landingpage vorgestellt?
  • Spricht die Landingpage die Zielgruppe an?
  • Werden statt Fragen Vorteile und Aussagen verwendet?

Alle Wege führen zu SEO

Neben einer sauberen URL solltet ihr darauf achten, dass eure Landingpage den gängigen OnPage- und OffPage-Regeln folgt. Erst so wird erreicht, dass die Landingpage nicht nur über Werbebanner und ähnliche kostenpflichtige Maßnahmen besucht wird, sondern ebenso über Suchmaschinen.

Wofür die Arbeit? Pro Suchmaschinen-Besucher spart ihr, je nach verwendeter Werbeform, 20 Cent bis mehrere Euro. Denn diese Besucher werden nicht über bezahlte Werbung auf die Seite gebracht, sondern gelangen auf natürlichem Wege hierhin.

  • Wurden die bekannten OnPage-SEO-Maßnahmen beachtet?
  • Wurden die bekannten OffPage-SEO-Maßnahmen beachtet?

Besucher von euch überzeugen

Beschreibungstexte für Produkte können noch so gut sein und von der Wertigkeit einer Ware sprechen, viele Besucher wird ein unbekannter Anbieter trotzdem vom Kauf abhalten. Schnell ist die Seite wieder verlassen und es wird nach einem ähnlichen Angebot bei der Konkurrenz gesucht.

Was fehlt, sind externe Qualitätsmerkmale. Das können Kundenzitate oder auch Siegel (Trusted Shops, TÜV, Testsieger-Auszeichnungen und mehr) sein. Jede Stimme Dritter hat Mehrwert und überzeugt den Besucher von der Wertigkeit eines Produkts, einer Dienstleistung oder eines Anbieters.

Medien, wie Kundenbilder oder Kundenvideos, sind nach wie vor bei Besuchern sehr beliebt. Könnt ihr zu eurem Produkt nicht nur einige Kundenzitate einblenden, sondern eine für die Zielgruppe bekannte Person für ein kurzes Video gewinnen, genießt ihr einen großen Vertrauensvorschuss.

Als ebenfalls vertrauensfördernd gelten übrigens Live-Chat und kostenfreie Telefonhotline. Besucher merken: Hier arbeite ich mit einem Anbieter, der sich aktiv um seine Kunden kümmert.

  • Wurden Kundenzitate und Siegel sowie Auszeichnungen integriert?
  • Findet man auf der Seite Videos oder Bilder von Kunden, sogar von bekannten Persönlichkeiten?
  • Bietet man Besuchern eine kostenfreie Service-Hotline oder sogar einen Live-Chat an?

Sinnvolle Call-to-Action-Buttons für höhere Conversionrates

So aufgeräumt und überzeugend Landingpages auch sind, ihre Hauptaufgabe ist es, Besucher zu Käufern zu machen. Eine wertvolle Hilfe ist dabei der CTA-Button (Call-to-Action-Button, lässt sich mit „Aufruf zum Handeln“ übersetzen). Ein solcher Button mit der Aufschrift „Jetzt kaufen“ oder „Hier kaufen“ macht Besucher, die sich nur informieren, zu gewinnbringenden Kunden.

Bitte beachtet, dass Call-to-Action-Buttons ihre Funktion häufig allein aufgrund ihres typischen Aussehens erfüllen. Werden sie optisch zu exotisch, können sie leicht übersehen werden.

  • Wird ein Call-to-Action-Button verwendet?
  • Wird der Button mehrfach verwendet, um dem Besucher jederzeit die Möglichkeit zum Kauf zu geben?

Auf eine Top-Ladezeit setzen

Schnell ladende Landingpages sind eine wichtige Grundlage für eine gute Conversionrate. Hierzu las ich erst kürzlich einige interessante Zitate in einem Artikel von Andreas Hecht. In diesen findet man z. B. Marissa Meyer (heute CEO von Yahoo): „500 ms of extra load time caused 20 % fewer searches“.

Übersetzen lässt sich das Zitat mit „500 ms zusätzliche Ladezeit einer Webseite bedeuten 20 % weniger Suchanfragen„. Diese Aussage bezieht sich zwar auf die Suchfunktion von Google, zeigt jedoch recht deutlich, welche Auswirkungen bereits eine halbe Sekunde hat.

  • Wurde, wo es möglich ist, die Ladezeit optimiert?
  • Wurden die Leistungen von Caching-Plugins verwendet?

Unbedingt an Analyse-Tools denken

Landingpages sollen die Conversionrate erhöhen, also mehr Besucher in Käufer verwandeln. Damit ihr nach zwei Monaten über Erfolg und Misserfolg entscheiden könnt, solltet ihr unbedingt Analyse-Tools einbauen. Verbindet jeden Call-to-Action-Button mit eigenem Link. Wird dieser aufgerufen, erkennt das euer Analyse-Tool und meldet einen Kauferfolg. Nach zwei Monaten könnt ihr damit sagen, ob dank der Landingpage mehr Besucher eine Kaufentscheidung treffen.

  • Wurde ein Analyse-Tool für die Seite aktiviert?
  • Sind die jeweiligen Call-to-Action-Buttons mit individuellen URLs zur Zielverfolgung ausgestattet?
  • Werden Klicks im Test erkannt?

Responsive Landingpages – notwendig?

Bereits 2014 galt die Suche über Tablets und Smartphones als enorm wichtig. Der Wert dürfte in 2015 weiter zunehmen. Doch sollte man deswegen die komplette Landingpage responsive gestalten? Hier empfehle ich einen Blick in das Analyse-Tool, aus dem man herauslesen kann, wie viele Besucher über mobile Geräte kommen und damit von Responsive-Seiten profitieren würden.

Sind es zehn Prozent, so landet grob gerechnet jeder 10. Besucher auf einer Seite, die nicht für sein Gerät konzipiert ist. Hier könnte ein Umbau lohnen – besonders, wenn die Landingpage nicht nur für eine begrenzte Zeitdauer, sondern mehrere Monate oder sogar Jahre aktiv sein soll.

  • Ist ein Responsive-Design aufgrund vieler mobiler Besucher und langer Laufzeit notwendig?
  • Wenn ja, wurde das Responsive-Design getestet und auf die jeweiligen Displaygrößen optimiert?

A/B-Testing für noch mehr Erfolg

A/B-Testing dürfte vielen bekannt sein. Hier werden zwei Variationen einer Seite angelegt und an Besucher ausgespielt. Nach einigen Tagen oder Wochen kann man so feststellen, welche Variation effektiver ist und damit der anderen vorgezogen wird.

A/B-Testing funktioniert über Google Analytics (erreichbar über „Verhalten“/“Tests“). Alternativ gibt es das kostenpflichtige aber sehr mächtige und benutzerfreundliche Tool Optimizely.

  • Ist A/B-Testing bei einer längeren Laufzeit geplant?
  • Wurde das A/B-Testing-Tool korrekt integriert?
  • Werden Test-Aufrufe vom Tool erfasst?

Der letzte Schritt: In die Besucheransicht wechseln

Anhand der einzelnen Punkte könnt ihr eure Landingpage sehr gut optimieren. Es ist aber natürlich wichtig, dass auch das Gesamtpaket stimmt. Versetzt euch in die Lage des Besuchers und stellt euch vor, wie ihr die Seite wahrnehmen würdet. Welche offenen Fragen (Folgekosten, Rückgabemöglichkeiten, Kundensupport bei Problemen) würden bleiben und wo gäbe es Unklarheiten?

Nach mehreren Stunden Arbeit an einer Seite kann die neutrale Sicht verloren gehen. Bittet daher auch Arbeitskollegen und Freunde um einen Blick und eine ehrliche Bewertung aus Besucher-Sicht.

Zuletzt gibt es folgende Fragen zu klären:

  • Hat man sich in die Lage eines Besuchers versetzt und die Landingpage mehrfach untersucht?
  • Wurde die Landingpage von Arbeitskollegen und Freunden durchgesehen und bewertet?
  • Wurden die Verbesserungsvorschläge und Bedenken überprüft und ggf. übernommen?


Ihr wollt die komplette Checkliste immer griffbereit und übersichtlich bei euch haben? Kein Problem. Hier geht’s zur PDF-Datei.

Kommentare

  1. Gravatar
    Anna Kruse am

    Gibt es von mittwild fertig templates/extensions für Typo3 um eine landing page zu entwickeln, oder was für Hilfsmittel hat mittwild was landingpages angeht?

    Danke

    Kruse

    Antworten
    1. Jan Meyer am

      Hallo Anna,

      wir haben fertige Vorlagen, die du über die
      Agentur-Toolbox installieren kannst.
      Schau dir einfach mal die Designs der verschiedenen Content Management Systeme auf http://vorlagen.mittwald.de an.

      Die WordPress-Themes enthalten außerdem sogar Content-Vorlagen, mit denen du eine LandingPage-Vorlage erzeugen kannst!

      Viele Grüße
      Jan von Mittwald

      Antworten
  2. Gravatar
    Maik am

    Sehr cooler Artikel, ich liebe Checklisten!

    Maik

    Antworten
  3. Gravatar
    Thomas Krümmel am

    Hallo Viktor,

    wirklich ein toller Beitrag mit sehr viel Details. Ein Praxisbeispiel fände ich ebenfalls super.
    Ansonsten hilft es mir sicherlich für die Zukunft weiter.

    Thomas

    Antworten
  4. Gravatar
    Alex Sannwaldt am

    Hallo Herr Peters, vielen Dank für die Checkliste. Einige Beispiele gut umgesetzter Landingpages wären noch schön! Viele Grüße nach Espelkamp. Alex Sannwaldt

    Antworten

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