SEO & Google Sheets: 3 Tipps, die deinen Arbeitsalltag erleichtern

Google Sheets mit der Google Search Console verbinden

Aus der Google Search Console erhalten SEOs viele wichtige Erkenntnisse darüber, wie Google die Website einschätzt. Die durchschnittliche Position, interessante Suchanfragen sowie der CTR können dabei helfen, SERP-Snippets zu optimieren und zu prüfen, ob die Suchanfragen zum Inhalt der dafür gedachten Seite passen.  

Die von dem Tool gesammelten Daten können dank praktischer Add-ons direkt in Google-Tabellen gebracht werden. Eine bewährte Lösung findet sich unter Search Analytics for Sheets, das sich hier im Google Workspace Marketplace findet.

Search Analytics for Sheets

Sobald ihr das Add-on installiert habt (hierfür ist auch eine Autorisierung notwendig), findet ihr es in jeder Google-Tabelle unter „Add-ons“ und dann unter „Search Analytics for Sheets“. In der Sidebar könnt ihr die zu untersuchende Seite und auch den Zeitraum auswählen. Über „Group by“ lassen sich z. B. Aufschlüsselungen nach Tagen, Seiten und Suchanfragen vornehmen. Das, kombiniert mit einigen Formeln, liefert Antworten auf viele SEO-Fragen.

HTTPS-Statuscodes prüfen dank selbstgebauter Funktion

Es kommt immer wieder vor, dass wir uns im Marketing mit unserer mittlerweile umfangreichen Sammlung an Weiterleitungen beschäftigen. Mit jeder neuen Tarifgeneration kommen auch neue Produktseiten, neue FAQ-Artikel und neue Blog-Beiträge. Während in manchen Fällen die Informationen zu den älteren Tarifen behalten werden, ergibt es in anderen Fällen Sinn, sie über eine Weiterleitung auf die neuen Inhalte zu lenken. Mit den Jahren können sich so Weiterleitungsketten oder auch defekte Weiterleitungen einschleichen.  

Die Herausforderung: Bei über 3.000 Weiterleitungen wird es anstrengend jede einzelne händisch im Browser einzugeben und zu schauen, welchen Statuscode sie wirft. Und auch wenn einige HTTP-Status-Tools Bulk-Checker mit sich bringen, ist ihre Nutzung immer noch nicht sehr SEO-freundlich. Limitierungen für die zu prüfende URL-Menge oder umständliches Copy-and-Paste verkomplizieren den Workflow.

Beim letzten Durchgehen und Aufräumen der Weiterleitungen suchte ich daher nach einer praktischen Funktion für Google Sheets, die das direkte Prüfen größerer URL-Mengen erlaubt. Dabei bin ich auf einen Beitrag von Adham El Banhawy gestoßen, Software-Entwickler bei IBM. In diesem Beitrag erklärt er, wie man recht simpel Google Sheet um eine eigene Funktion erweitern kann. Diese Funktion tut dann nichts anderes, als die hinterlegten URLs aufzurufen und ihren Statuscode zu prüfen. Perfekt!

Dank dieser Funktion konnten wir über 3.000 Weiterleitungen prüfen und anschließend mit der Filter-Funktion von Google Sheets wie benötigt darstellen. So ließ sich schnell erkennen, welche Weiterleitungen wiederum auf eine Weiterleitung verwiesen oder sogar den Statuscode 404 warfen. 

Beachtet hierbei, dass es von Google ein Limit von 20.000 Anfragen pro Tag gibt. Ihr könnt das Limit effizienter nutzen, indem ihr Google mit dem Cache arbeiten lasst, um doppelte Anfragen (und damit ein schnelleres Erreichen des Limits) zu verhindern. Wie das geht, lest ihr in Schritt 5 des verlinkten Artikels.

SISTRIX-Fan? So landet der Sichtbarkeitsindex in der Google Tabelle

Wir bei Mittwald nutzen SISTRIX seit Jahren. Dort gibt es viele Metriken, die im SEO-Alltag Orientierung bieten. Ein besonders hilfreicher Wert ist der Sichtbarkeitsindex. Dieser lässt sich recht simpel in Google Sheets importieren. Wie das funktioniert, erklärt SISTRIX in einem ausführlichen Beitrag (Hinweis: Wenn ihr lieber den selbst definierten SI aus dem Optimizer betrachten wollt, gibt es dazu hier Infos).

Sistrix

Mit dem importierten Sichtbarkeitsindex (SI) lassen sich spannende Kombinationen mit der Google Search Console schaffen. So lässt sich zum Beispiel klären, woran es liegt, wenn der SI steigt oder fällt. An welchen Impressionen für welche Keywords ist das in der Search Console erkennbar?  

Es geht aber noch einen Schritt weiter. Ich habe uns vor einiger Zeit ein Python-Script gebaut, das wöchentlich unseren SI abfragt und diesen an Google Sheets weitergibt. Dadurch werden die dort liegenden Daten Woche für Woche erweitert, wodurch sich völlig automatisiert eine Historie bildet. Diese lässt sich gut für Langzeitbetrachtungen nutzen und erlaubt die beschriebene Kombination zur Google Search Console nochmal um einiges zu erweitern. Meine Reise mit Python habe ich in diesem Beitrag beschrieben.

Was sind eure SEO-Tipps für die Arbeit mit Google Sheets?

Setzt ihr als SEO ebenfalls gerne auf Google Sheets? Dann würde ich mich freuen in den Kommentaren von euren Tipps zu lesen!

Kommentare

  1. Gravatar
    Berliner Digitalbüro am
    Hallo Victor,

    lieben Dank für den Tipp zum Prüfen des HTTPS-Statuscodes auf 404-Fehler per Google Sheets. Das ist schon smart!

    Eine Alternative dazu ist Screaming Frog. Damit lässt sich schnell herausfinden, wo es Links auf tote Seiten gibt. Zugegeben: Das Nutzerinterface des Screaming Frogs könnte durchaus ein Facelift vertragen ;-) Ansonsten ist das Tool aber sehr, sehr mächtig. Wir möchten es in unserem Agenturalltag nicht mehr missen. Und in der (limitierten) Grundversion ist es sogar gratis.

    Herzlich grüßt

    Jürgen
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