Kreativitätstechniken (1): Walt-Disney-Methode

Kreativitätstechniken (1): Die Walt-Disney-Methode

Dass Walt Disney ein kreativer Kopf war, würden sicherlich viele bestätigen. Der Zeichentrick-Pionier hat das 20. Jahrhundert mit seinen Figuren wie Mickey Mouse und Donald Duck sehr geprägt. Warum auch eine Kreativitätstechnik nach ihm benannt ist und wie diese funktioniert, erfahrt Ihr im heutigen Blog-Beitrag.

  1. Drei Rollen, drei Räume
  2. Aufwärmphase
  3. Ablauf
  4. Einsatzgebiet
  5. Artikel zum Thema Kreativivtät

Drei Rollen, drei Räume

Die Walt-Disney-Methode ist im Wesentlichen ein Rollenspiel mit drei verschiedenen Rollen:

rollenspiel
Disney unterstützte das Rollenspiel, indem er für jede Rolle einen eigenen Raum herrichten ließ. Der Raum des Träumers war z. B. groß, hell, bunt und mit Bildern geschmückt. Der Realist bekam ein Zimmer mit einem großen Zeichentisch und viele modernen Hilfsmitteln. Der Kritiker musste dann in einem kleinen, engen Zimmer die Entwürfe des Realisten bewerten.

Natürlich müsst Ihr jetzt nicht für diese Methode anbauen! ;-) Es hilft auch schon, wenn Ihr die drei verschiedenen Bereiche eine Raumes definiert. Jede „Rollen-Stütze“ wie z. B. Blumen für den Träumer, o. Ä. helfen dabei natürlich.

Aufwärmphase

Bevor das eigentliche Rollenspiel losgeht, schlüpfen die Teilnehmer schon mal in die unterschiedlichen Rollen, um sich einzugewöhnen. Sie gehen in die Träumerecke und sollten dabei an einen schönen bzw. kreativen Moment in ihrem Leben denken. Danach geht es in die Realistenecke, in der sich die Teilnehmer daran erinnern sollen, wie sie ein persönliches Problem praktisch gelöst haben. In der Kritikerecke sollten die Teilnehmer über eine Situation nachdenken, die sie kritisch analysiert haben.

Ablauf

Erst nach der Aufwärmphase wird nun das zu lösende Problem bekanntgegeben. In der Träumerecke darf jetzt richtig „herumgesponnen“ werden, danach wandern die Teilnehmer zum Realistenplatz. Die Realisten ziehen sich mit den Ideen zurück und stellen sich zu jeder Idee z. B. folgende Fragen:

  • Was muss genau getan werden?
  • Was wird für die Umsetzung benötigt?
  • Welche Dinge sind schon vorhanden?
  • Kann ein Testlauf der Idee stattfinden?

Nachdem jede Idee von den Realisten durchgegangen wurde, werden diese an den Kritiker weitergegeben. Diese sollen sich z. B. folgende Fragen stellen:

  • Was könnte verbessert werden?
  • Was sind die Chancen und Risiken?
  • Was wurde übersehen?
  • Wie denke ich über den Vorschlag 12

Wenn keine Fragen mehr offen sind und absehbar ist, dass ein weiterer Durchlauf keine Optimierung mehr bringt, gilt der kreative Prozess als abgeschlossen.

Einsatzgebiet

Neulinge dieser Methode sollten am Anfang auf jeden Fall einen Moderator zur Unterstützung einplanen. Geübte Teilnehmer unterstützen sich gegenseitig, indem jeder die Rolle verstärkt ausübt, die ihm am meisten liegt. Besonders hilfreich ist die Walt Disney Methode, wenn Ihr festgefahrene Denkstrukturen lösen und Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten möchtet. Die Methode hilft also dabei, Ziele und Visionen zu konkretisieren und praxistauglich umzusetzen.

Artikel zum Thema Kreativivtät

>> Kreativität – Was ist das eigentlich?

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