Blog Design erstellen für Einsteiger

Blogdesign erstellen: Blogreihe für Einsteiger

Beim Blogdesign erstellen geht es unter anderem um die Überlegung, welche Farbgestaltung der Blog haben soll. Das sogenannte Farbschema oder Color Scheme muss gut überlegt sein, denn bereits in den ersten Sekunden entscheidet ein Besucher, ob er länger auf Eurer Seite verweilt oder wieder geht. In diesem Beitrag wollen wir Euch Tipps geben, damit Ihr richtig kreativ werden könnt! ;-)

  1. Farbsymbolik
  2. Farbharmonie
  3. Blogdesign: Mit Logik ans Logo
    1. Minimalismus ist das Geheimnis zum Erfolg
    2. Schriften charakterisieren Marken
    3. Symbolik der Formen
  4. Blogdesign: Reine Kopfsache – Der Header
    1. Seid sozial!
    2. Beschreibt Euer Angebot!
    3. Helft beim Suchen!
    4. Wählt einen passenden Anstrich!
    5. Nächstes Mal: Die Sidebar
  5. Blogdesign: Eine Randerscheinung – die Sidebar
    1. Platzierung
    2. Gestaltung
    3. Inhalt
    4. Wie geht’s weiter?
  6. Blogdesign: Das (Kommentar-)Feld beherrschen
    1. Seid übersichtlich!
    2. Seid bunt!
  7. Blogdesign: Lässt tief blicken – der Footer
    1. Stellt Euch vor!
    2. Sucht den Kontakt mit Euren Lesern!
    3. Verlinkt Eure Angebote!
    4. Setzt Eure Inhalte in Szene!
    5. Seid kreativ!
    6. Vorläufiges Ende der Blogdesign-Reihe

Farbsymbolik

Je harmonischer die Farben auf einer Webseite wirken, desto besser! Natürliche Farben werden dabei als angenehmer empfunden als etwa grelles Grün, was zudem im europäischen Kulturkreis z. B. mit Gift verbunden wird.

Dies ist ein wichtiger Aspekt, den Ihr bei der Farbwahl berücksichtigen müsst: Die Symbolik der Farben. So kann Rot zum Beispiel für Liebe, aber auch für Kampf stehen, es wird als warm und angenehm empfunden, Blau hingegen als kalt und technisch. Jedoch hat Blau in allen Kulturkreisen die positive Bedeutung von Freundschaft und Verlässlichkeit, weswegen es als die „sichere“ Farbe wahrgenommen wird. Gerade Banken oder Versicherungen machen sich dies zu Nutze, allerdings müssen auch IT-Unternehmen ihre Kunden von ihrer Verlässlichkeit überzeugen, weshalb sie oft ein blaues Design wählen.

In der Lebensmittelindustrie hingegen ist eine frische, gesunde Ausstrahlung wichtig, hier herrschen besonders naturnahe Grüntöne vor, die vor allem mit dem Attribut Bio assoziiert werden. Ein Blumengeschäft wiederum würde als Ergänzung zum Grün helle, pastellene Farben wie weiß oder rosa bevorzugen, die mit Blüten, Lieblichkeit und Reinheit in Verbindung gebracht werden. Auf www.farbsymbolik.de findet Ihr eine umfangreiche Sammlung der verschiedenen Wirkungsweisen (psychologisch, symbolisch, kulturell) von Farben.

Farbharmonie

Wenn Ihr Euch also für eine passende Farbe entschieden habt, die Euer Thema unterstreicht, so geht es an die Farbharmonie. Die meisten Webseiten und Blogs nutzen 3 bis 5 Farben, dadurch besteht weniger Gefahr, dass der Blog unausgewogen wirkt. Der Besucher konzentriert sich auf den Inhalt, das Design soll nur zur Unterstützung dienen. Ein weiterer Effekt ist die Wiedererkennbarkeit oder Identität, die Ihr dadurch bekommt, beispielsweise wird Mittwald immer mit der Farbe Blau assoziiert.

Die richtige Wahl Eurer Farben solltet Ihr nicht unterschätzen, denn Kontraste helfen Euch dabei wichtige Informationen, Beiträge sowie Links hervorzuheben. Sie sind sozusagen der „rote Faden“. Damit Ihr Euch nun aber nicht ewig durch Farbtheorien wälzen müsst, gibt es im Netz einige nützliche Tools, wie zum Beispiel Abobe Kuler, in dem User bereits ihre Farbschemata zur Verfügung stellen oder das Tool Color Explorer, in dem Ihr selbst mit wenigen Mausklicks passende Paletten zu Eurer Wunschfarbe erstellen könnt. Auch Aviary’s Color Editor funktioniert ähnlich. Hier könnt Ihr mittels eines Farbkreises eine Startfarbe wählen und verschiedenste Einstellung über die gewünschte Ausgabe, wie u. a. Balance, Helligkeit und Farbanzahl, treffen.

Wenn dieser grundlegende wie wichtige Designschritt getan ist, geht es weiter zu Teil 2: Logo und Banner – die Visitenkarte Eures Blogs. Zu diesem Thema gibt es dann den nächsten Blog-Beitrag dieser Reihe.

Nachdem wir Euch im ersten Beitrag unserer Blogdesign-Reihe über Color Schemes informiert haben, gehen wir nun auf das Logo ein. Es ist das Erste, was Eure Leser im Header bewusst wahrnehmen, darum sollte der Gestaltung dieses Elements besonders viel Zeit und Sorgfalt gewidmet werden.

Minimalismus ist das Geheimnis zum Erfolg

Besonders für Unternehmen ist es wichtig, dass das Logo im Header des Blogs erscheint. Je aussagekräftiger es ist, desto besser, Euer Besucher soll schließlich wissen, wo er sich befindet. Ein gutes Logo bedeutet viel Arbeit, denn letztendlich geht es hier um den Wiedererkennungswert. Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die meisten bekannten Logos auch die simpelsten sind? Das heißt aber im Umkehrschluss leider nicht, dass es einfach ist sich ein „simples“ Logo auszudenken … ;-)

Jeder erkennt z. B. die Logos von Nike, Apple oder McDonalds. Gerade letzteres ist ein Beispiel dafür, dass ein gutes Logo auch unabhängig von Farbe funktioniert. Seit 2009 findet ein Wechsel der Firmenfarbe von rotem auf grünen Hintergrund statt, um die Kunden von einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur (Artikel dazu in der Süddeutschen) zu überzeugen. Wie bereits im ersten Teil unseres Blogdesign-Beitrags erwähnt, ist hier die Assoziation mit grün (Bio, Frische) ausschlaggebender Grund der Farbwahl. Dass der Farbwechsel möglich ist, liegt an dem unverwechselbaren geschwungenen „M“. Farben unterstützen eine Botschaft, sollten ein Logo aber nicht vollkommen ausmachen.

Schriften charakterisieren Marken

Schriftcharaktere locker klassisch sachlich

Eine weitere wichtige Entscheidung im Logodesign ist es, welche Schrift Ihr nutzt, dabei solltet Ihr darauf achten, dass diese nicht bereits eindeutig mit einer anderen Marke verbunden wird. Ein gutes Beispiel hierfür ist WaltDisney, der geschwungene Schriftzug ist nahezu unverwechselbar. Ein Logo mit der gleichen Schrift würde entweder unweigerlich mit Disney assoziiert, oder aber, gerade im Internet, als Spam und Fake deklariert werden. Im allgemeinen gilt für Schriftarten, dass serifenfreie Schriftarten eher als sachlich und klar wahrgenommen und in technischen Berufsfeldern eingesetzt werden, Schriftarten mit Serifen hingegen wirken oftmals traditioneller oder eleganter. Eine kleine Einführung in die Wirkung von Schrift gibt es z. B. auf teachSam.

Symbolik der Formen

Nicht zuletzt sind die im Logo genutzten Formen von großer Bedeutung. Ein Pfeil steht traditionell für Schnellig- und Zielstrebigkeit, geometrische Formen hingegen für Ordnung und Zuverlässigkeit. Wenn Ihr mehr über die Symbolik von Formen erfahren möchtet, könnt Ihr euch z. B. auf im Blog von Elmastudio weiter informieren.

Logogestaltung ist, wie Ihr seht, also schon eine schwierige Aufgabe, die Feingefühl und Kreativität voraussetzt. Wenn Ihr Euch einfach mal inspirieren lassen möchtet, könnt Ihr die Seite Logo of the day besuchen. Habt Ihr dann das Logo für Euren Blog kreiert, folgt die Einbindung in den Header. Mit diesem Element befassen wir uns dann beim nächsten Mal.

Blogdesign: Reine Kopfsache – Der Header

Nachdem ich Euch bisher zu Color Schemes und Logos informiert habe, ist heute der Header an der Reihe. Ein Header sollte den Bloginhalt möglichst treffend zusammenfassen, aber auch so neugierig machen, dass Euer Besucher bleibt und beginnt zu lesen. Wie erreicht Ihr das?

Euer Besucher wird zunächst die Bilder und Euer Logo betrachten, bevor er beginnt etwas zu lesen. Doch die Auswahl Eurer Bilder solltet Ihr als letztes treffen, denn es gibt einige nützliche Funktionen, die Ihr im Header unterbringen könnt. Diese sollten dann später mit der Bildauswahl harmonieren.

Seid sozial!

Social Icons, also die Buttons, die zu Eurer Facebook- und Twitter-Seite führen, sowie der Button für den RSS-Feed, sollten nach Möglichkeit im Header platziert werden. Dies wird mittlerweile beinahe als „Standard“ wahrgenommen. Dementsprechend solltet Ihr die Erwartungshaltung Eurer Besucher, gerecht werden. Je schneller sie die Buttons finden, um Euch zu folgen, desto eher werden sie es tun.

Wenn Ihr zudem bereits über eine etwas größere Leserschaft verfügt, so könnt Ihr auch deren Anzahl im Header anzeigen, diese Methode nennt sich Social Proof. Ich gebe Euch ein kleines Beispiel: An einem leeren Stand mit Essensproben im Supermarkt bleiben kaum Menschen stehen, steht dort aber bereits jemand, so wird sich bald eine Traube um diesen Stand bilden. Dieses menschliche Verhalten wird auch in der klassischen Werbung genutzt, dort sind es Sätze wie „Mehr als 90 % der Befragten würden das Produkt weiterempfehlen“ oder „Das meistgekaufte Produkt XY Deutschlands“. Durch das Anzeigen Eurer Abonnenten, Likes und Retweets suggeriert Ihr den Lesern Interaktivität und Belebtheit auf Eurem Blog. Ihr „beweist“ quasi damit, wie beliebt Ihr seid. Schnell werden sich auch andere zu den „Fangruppen“ dazu gesellen.

Beschreibt Euer Angebot!

Wenn Euer Besucher nun damit beginnt etwas zu lesen, so sollte es ihn darüber aufklären, was genau in Eurem Blog behandelt wird. Dazu könnt Ihr beispielsweise einen Slogan benutzen oder aber die Kategorien anzeigen, in die Ihr Eure Blogbeiträge eingeordnet habt. Diese Anzeige wird meist über oder unter dem eigentlichen Header platziert, zusammen mit einer Rückverlinkung auf Eure Firmenseite.

Helft beim Suchen!

Die letzte wichtige Funktion, die in einem Blog keinesfalls fehlen darf, ist die Searchbox – und auch diese wird mittlerweile im Blogheader vermutet, dies spricht für eine einfache Bedienung und ermöglicht neuen Besuchern schnell etwas zu recherchieren.

Wählt einen passenden Anstrich!

Nun fehlt eigentlich nur noch der Hintergrund Eures Headers, dieser sollte nicht zu aufdringlich sein und von den oben genannten Funktionen ablenken. Aber auch hier kommt es wieder ganz darauf an, welche Botschaft Ihr vermitteln wollt. Unternehmen im kreativen Bereich werden wohl einen ebenso kreativen und ausgefallenen Header wählen, der Einzelhandel Teile seines Sortiments und ein IT-Unternehmen oder eine Versicherung etwas Schlichtes und Zeitloses.

Nächstes Mal: Die Sidebar

Natürlich müsst Ihr nicht jedes der vorgestellten Features in Eurem Header platzieren, Ihr solltet eine Balance zwischen Funktionalität und Ästhetik finden. Alles was Ihr nun nicht verwendet habt ist allerdings nicht „verloren“, denn es findet seinen Platz – z. B. in der Sidebar. Dieses Thema behandeln wir im nächsten Teil dieser Reihe.

Blogdesign: Eine Randerscheinung – die Sidebar

Mit Farbschema, Logo und Header haben wir uns bereits in unserer Blogdesign-Reihe beschäftigt, dieses Mal dreht sich alles um die Sidebar. Diese bietet viel Platz für Features und verschiedene Elemente, aber was sollte alles dabei sein und wie schafft Ihr Übersicht und Ordnung?

Platzierung

Die Frage ob Ihr Eure Sidebar links oder rechts von Eurem Content-Bereich, den Blog-Beiträgen, platziert, scheint nur auf den ersten Blick nebensächlich. Links erzielt Ihr eine vollkommen andere Wirkung als rechts. Wieso?

Die lateinische Schrift wird von links nach rechts geschrieben, neue Besucher nehmen also zuerst das wahr, was Ihr links positioniert habt. Ist dies die Sidebar, so kann sie von euren Blogbeiträgen ablenken, aber auch ganz bewusst auf Elemente in der Sidebar aufmerksam machen. Wenn Ihr die Sidebar rechts platziert, so rückt sie eher in den Hintergrund. Darüber solltet Ihr Euch im Klaren sein, wenn Ihr die Position für Eure Sidebar wählt.

Gestaltung

Wie so oft lautet auch hier der Grundsatz: Weniger ist mehr. Eine zu ausladende Sidebar wird als unangenehm empfunden. Die optimale Breite für eine einfache Sidebar ist etwa ein Drittel Eures Content-Bereichs, so ergibt sich ein harmonisches Gesamtbild nach dem Goldenen Schnitt. Wenn Ihr eine doppelte Sidebar (also auf beiden Seiten neben dem Content-Bereich) nutzen wollt, so sollte ihre Breite maximal die Hälfte Eures Content-Bereichs betragen, die beiden Sidebar-Segmente sollten gleichgroß sein.

Wie breit Euer gesamter Blog sein sollte, könnt Ihr z. B. mit dem Browser Size Tool von Google Labs herausfinden. Hier könnt Ihr die URL Eurer Seite in das Adressfeld eingeben und sehen, wie viele Internetuser horizontal scrollen müssten, um alles von Eurem Content zu sehen.

Was ebenfalls zur Lesbarkeit beiträgt, ist der Abstand zwischen Sidebar und Content-Bereich, den man entweder durch einige Pixel Freiraum erzeugt oder durch eine sichtbare Abtrennung der Sidebar. Dies kann ein vertikaler Strich sein oder direkt ein eigener Hintergrund für die Sidebar. Dieser darf ruhig anders sein als der Hintergrund des Content-Bereichs, sollte jedoch subtiler wirken und nicht von Euren Blog-Beiträgen ablenken.

Inhalt

Nun könnt Ihr Euch endlich um den Inhalt kümmern. Falls Ihr die Social Media Icons und die Searchbox nicht bereits in Eurem Header untergebracht habt, sollten diese Elemente auf jeden Fall an oberster Stelle der Sidebar stehen. Außerdem gibt es einige weitere Features, die Ihr hier unterbringen könnt.

  • Teaser zum neugierig machen
    Ein guter Einstieg sind hier beispielsweise die fünf neuesten Blogbeiträge. Es kann durchaus sein, dass ein neuer Leser über eine Suchmaschine kommt und einen Beitrag von Euch liest der schon einige Monate alt ist. Die neuesten Einträge, vorzugsweise mit Datum versehen, zeigen dass Euer Blog aktuell ist und regen im besten Fall zum Weiterlesen an. Die fünf neuesten Kommentare hingegen zeigen Lesern, dass Ihr eine aktive Leserschaft besitzt und regen zum Mitmachen an. Natürlich könnt Ihr auch die meistgelesenen Artikel vorstellen, Euch sind hier keine Grenzen gesetzt. :-)Wenn Ihr Euch nun dazu entschließt gleich alles in Eure Sidebar zu packen, dann kann es sehr schnell sehr unübersichtlich werden. Dieses Problem ist allerdings einfach zu beheben. Fasst ähnliche Themen, wie zum Beispiel „Die 5…“ einfach zusammen und erstellt Tabs mit „Neuesten“, „Bekanntesten“, „Kommentierten“ und so weiter.
  • Links, um mehr zu entdecken
    Eine weitere Sache die auf den Wunsch Eurer Leser, eine einfache Bedienung und gute Übersicht zu haben, eingeht, sind Links. Es hört sich so einfach an, wird aber oft in Blogs stark vernachlässigt. Wahrscheinlich habt Ihr den Link zu eurem Onlineshop, Partnerunternehmen oder YouTube-Channel auf Eurer Homepage. Eure Leser werden aber nicht erst eine andere Seite aufrufen und dort nach eventuellen Links suchen; sie würden vermutlich gehen. Bietet Eure Webangebote also auch auf Eurem Blog an!
  • Facebook und Twitter
    Wahrscheinlich werdet Ihr nicht zu jeder Eurer Nachrichten bloggen, über Twitter und Facebook gibt es News schneller aber dafür auch von Euch unkommentiert. Warum bindet Ihr Eure Twitter- oder Facebook-Posts nicht einfach in Eure Sidebar ein? Wieder liegt hier das Hauptaugenmerk auf den neuen Lesern, die sofort erkennen, dass Eure anderen Kanäle ebenso aktiv sind wie Euer Blog und es wird sich der ein oder andere neue Fan bei euch einfinden. Ihr könntet aber auch einige Fans anzeigen (z. B. in einer Facebook-Fanbox), dies macht den Blog etwas persönlicher.
  • Archiv zum Stöbern
    Zu guter Letzt könnt Ihr auch ein Archiv anbieten, auch wenn dieses bei einer guten Searchbox kaum genutzt werden wird. Ihr solltet es so übersichtlich wie möglich halten, am besten sind die Jahre auswählbar, die dann die Monate zeigen und wie viele Posts es in diesen gab.

Wie Ihr seht sind eurer Fantasie in der Sidebar keine Grenzen gesetzt, aber achtet darauf, dass sie nicht zu überladen ist und das Gesamtbild harmonisch wirkt.

Wie geht’s weiter?

Wenn Euer Design und Inhalt überzeugen und ein Leser Euren Beitrag kommentieren möchte, wird er unweigerlich Kontakt mit einem weiteren Blog-Element aufnehmen – dem Kommentarfeld. Und um dieses geht es im nächsten Beitrag unserer Reihe!

Blogdesign: Das (Kommentar-)Feld beherrschen

Nachdem Ihr bereits Tipps zu Farbe, Logo, Header und Sidebar für Euren Blog bekommen habt, werde ich mich heute der Kommentarfunktion widmen. Auf was Ihr bei der Erstellung achten solltet, damit Ihr auch besonders viele schöne Kommentare erhaltet, berichte ich in diesem Blog-Beitrag.

Seid übersichtlich!

In den meisten Blogs wird eine chronologische Anordnung der Kommentare genutzt. Am Ende des Beitrags sind dann, beim ältesten Kommentar beginnend, alle bisherigen Kommentare aufgelistet. Aber macht das für Euren Blog überhaupt Sinn?

pinguin
Zunächst müsst Ihr das Kommentarverhalten Eurer Leser betrachten. Gehen sie oft aufeinander ein, ist es vielleicht sinnvoll Eure Kommentare nicht chronologisch sondern thematisch anzeigen zu lassen. Antworten werden dabei direkt unter dem entsprechenden Kommentar angezeigt , was zu einer besseren Übersicht führt, aber auch dazu verführt einfach auf den ersten Kommentar unter Eurem Blogartikel zu antworten, ohne dass ein Bezug zu diesem Kommentar besteht.

Um dies zu vermeiden könnt ihr in einem chronologischen Aufbau auf eine Zitat- oder Linkfunktion zurückgreifen. Entweder lasst Ihr in der Antwort den gesamten Kommentar anzeigen, was schnell zu langen Kommentaren führt, oder ihr nutzt einen Backlink. Dieser kann beispielsweise so aussehen:

@Peter: „Du hast vollkommen Recht!“

So müssen Eure Leser nicht lange nach Kommentar 8 suchen, wenn es bereits 40 Kommentare gibt. Bei einer solchen Anzahl an Antworten auf Eure Beiträge solltet Ihr zudem die Anzahl an Kommentaren pro Seite limitieren. So werden von der Länge ca. drei Beiträge nach Eurem Artikel als angenehm empfunden, die restlichen Kommentare könnt ihr auf einer weiteren Seite anzeigen lassen, dort sind etwa 10 bis 15 vorteilhaft.

Manchmal kann es auch vorkommen, dass Eure Leser Euch sehr lange Kommentare hinterlassen, das ist zwar einerseits sehr schön, kann aber auch störend sein. Ihr könnt ab einer bestimmten Zeichenlänge die Kommentare einklappen lassen und diejenigen, die sie lesen wollen, können diese dann wieder aufklappen.

Seid bunt!

Wenn Ihr Euch für die thematische Ansicht entscheidet, so könnt Ihr den Antworten auf bereits bestehende Kommentare ein anderes Design geben. Dies erleichtert die Unterscheidung der Kommentare und erhöht den Lesefluss. So stellt Ihr noch deutlicher klar, dass es sich hier um eine Antwort auf einen Kommentar handelt, nicht auf Euren Blogbeitrag.

Wenn Ihr oder Co-Autoren auf die Fragen Eurer Leser antworten, solltet Ihr dies mit einer auffälligen Farbe oder Gestaltung hinterlegen, die sich von den üblichen Kommentarfeldern abhebt. Häufig wünschen sich Leser nämlich mit Autoren in Kontakt zu treten und stellen Fragen, durch eine andere farbliche Hinterlegung Eurer Antwort wird schnell deutlich, ob und wann Ihr geantwortet habt. Zudem sehen neue Besucher beim Überfliegen der Kommentare schnell, ob Ihr euch aktiv um sie bemüht.

Ob Ihr Eure Leser Avatare nutzen lasst, ist zwar Geschmackssache, doch solltet Ihr Euch darüber bewusst sein, dass Menschen gerne diejenigen sehen, mit denen sie sich unterhalten. Wenn Ihr also mit Bildern arbeitet, solltet Ihr aber bedenken, dass nicht jeder der Euch antwortet auch ein Bild besitzt. Zwar gibt es ein Standardbild für Leute, die nicht bei Gravatar registriert sind, aber Ihr könnt das Bild auch abändern und so an Euren Blog anpassen. Habt Ihr einen Blog über Kaffee, so könnt Ihr beispielsweise eine Kaffeetasse nehmen, Eurer Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wenn Eure Beiträge gelesen und kommentiert sind, ist es soweit, Eure Leser sind am Ende Eures Blogs angekommen und was findet Ihr dort? Genau, den Footer! Warum dieser keineswegs langweilig sein muss, erklären wir im nächsten Beitrag unserer Reihe!

Heute sind wir schon beim letzten Beitrag unserer Blogdesign-Reihe angelangt, der sich ganz Eurem Footer widmen wird. Der Footer wird von den meisten Besuchern Eures Blogs vermutlich gar nicht wahrgenommen, das bedeutet aber nicht, dass man diesen vernachlässigen könnte. Tatsächlich sollte er diejenigen, die bis hierhin durchgehalten haben, belohnen und begeistern!

Ein Footer sollte nicht nur aus Eurem Copyright bestehen. Hier solltet Ihr auch einige inhaltliche Elemente vorzuweisen haben. Sobald ein Leser es geschafft hat, Euren ganzen Content zu lesen, gibt es für Ihn nur noch die Möglichkeit, den Footer zu studieren oder die Seite zu schließen. Ihr braucht also etwas, was die Aufmerksamkeit Eures Lesers weiter auf sich zieht.

Stellt Euch vor!

Meist werdet Ihr hier auf eine Autorenbiografie stoßen. Da Ihr Euren Lesern Eure Erfahrungen mitteilt , wollen sie natürlich auch wissen, welcher Mensch sich dahinter verbirgt. Da die wenigen Zeilen Platz vermutlich aber nicht für mehr als einen kurzen Steckbrief reichen, solltet Ihr entweder die „Weiterlesen“-Funktion nutzen oder direkt den Link zu Eurer „Über Mich“-Page anzeigen. Vor allem, wenn Ihr Euer Autorenteam vorstellen möchtet, ist so eine Seite für die Leser sehr interessant.

Sucht den Kontakt mit Euren Lesern!

Ein weiteres oft genutztes Gadget sind die Kontaktinformationen. Viele Blogleser sind beinahe schon darauf programmiert, dort nach diesen Daten zu suchen. Um es Euren Lesern so einfach wie möglich zu machen, könnt Ihr in Eurem Footer eine Kontaktbox, ähnlich wie die Kommentarfunktion nach euren Blogbeiträgen, anbieten, in der die Leser Euch direkt erreichen, ohne Eure Seite zu verlassen.

Andere Möglichkeiten sind, Eure Leser, die es bis hierhin geschafft haben, zum Mitmachen in Form von Gastbeiträgen aufzufordern. Oder aber Ihr platziert Dinge, die in Eurer Sidebar keinen Platz gefunden haben, einfach hier, wie etwa Eure neuesten Tweets.

Verlinkt Eure Angebote!

Es kann zudem nicht schaden, wenn Ihr die wichtigsten Links, wie den zu Eurer Webseite, Social Media Auftritten oder andern Projekten im Web noch einmal hier anbietet. So müssen Eure Leser dafür nicht wieder hochscrollen und die Bereitschaft, sich noch etwas anderes anzuschauen, wächst.

Setzt Eure Inhalte in Szene!

Nun müsst Ihr Euch nur noch daran machen, die Inhalte gut in Szene zu setzen. Die Inhalte solltet Ihr in höchstens vier Spalten unterbringen, denn bei mehr Spalten wird es unter Eurem Blog doch recht unübersichtlich und zu eng, um Eure Inhalte gut voneinander zu trennen und lesbar zu halten. Besser sind sogar nur drei Spalten. Wenn Ihr aber Euer Hauptaugenmerk auf eine bestimmte Sache legen wollt, so solltet Ihr dieser mehr Platz einräumen oder den ganzen Footer dafür nutzen. Auch in der Höhe sollte der Footer nicht zu viel Raum einnehmen, hier könnt Ihr Euch zwischen der einfachen und doppelten Höhe eures Headers orientieren, jedoch ist dies natürlich kein Muss.

Seid kreativ!

Schaut Euch Footer, die Euch angesprochen haben, einmal genauer an. Ihr werdet dabei feststellen, dass es solche waren, die gute Funktionen, Übersichtlichkeit und einen originellen Stil miteinander verbinden. Das kann klare Fenster bedeuten, aber auch handschriftliche „Zettel“ oder aber ein Spiel mit den Farben des Blogs.

Ein dunkelblauer Blog kann den Footer in einen Sternenhimmel verwandeln, die Schrift in Wolken platziert. Ein Blog über Kaffee könnte die Aufsicht auf einen Tisch darstellen, auf der ein paar Kaffeetassen stehen. Andere Blogs wiederum spielen mit dem Boden, den der Footer bildet: Ein Hügel mit friedlich grasenden Kühen passt z. B. perfekt zu einem Blog eines Biounternehmens. Die Hauptsache ist also, dass die Gestaltung zu Eurem Blog passt und originell ist.

Bei alldem dürft Ihr natürlich Eure Copyright-Informationen nicht vergessen, diese werden meist in einem „Footer“ unter dem Footer abgebildet. Und denkt daran: Euer Footer ist nicht nur der Boden eines leeren Topfs, nicht nur das Überbleibsel am Ende Eurer Webseite, sondern ein Teil davon!

Vorläufiges Ende der Blogdesign-Reihe

Wir hoffen, dass Euch diese Reihe gefallen hat und wir Euch noch den ein oder anderen Tipp für Euren Blog mit auf den Weg geben konnten.

Wenn Ihr Vorschläge für weitere Blogdesign-Themen habt, nehmen wir diese natürlich gerne auf! :-)

Kommentare

  1. Jan Greth am

    „[…]allerdings müssen auch IT-Unternehmen ihre Kunden von ihrer Verlässlichkeit überzeugen, weshalb sie oft ein blaues Design wählen.“

    Das erklärt die blaue CI von Mittwald… ;) Aber ich glaube ich wäre genauso Zufrieden mit euch wenn Ihr ein quietschgrünes Design hättet! :D

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