Affiliate Marketing – Was ist das?

  1. Beispiele für Affiliate-Netzwerke
  2. Vergütungsmodelle
  3. Gute und schlechte Affiliates/Merchants
  4. Aus Publisher-Sicht: Geld verdienen mit Affiliate-Programmen

Neben dem klassischen Newsletter ist das Affiliate Marketing eine Erfolg versprechende Werbeform. Der Betreiber des Online-Handels (auch „Merchant“ genannt) nutzt dabei ein Netzwerk von Affiliates, um möglichst gezielt Werbung auf verschiedenen Websites machen zu können.

Affiliates sind Betreiber von hochfrequentierten Websites, die nach Möglichkeit auch thematisch die Zielgruppe des Online-Händlers ansprechen und auf denen Werbeflächen zur Verfügung stehen. 

Ein Netzwerkbetreiber bringt das Angebot der Affiliates mit der Nachfrage eines Merchant zusammen und betreut diese Werbeform sowohl technisch als meist auch kaufmännisch. Dabei wird in der Regel zwischen Advertiser (die Person oder das Unternehmen, die ihre Produkte bewerben will) und Publisher (Affiliate, der eine oder mehrere Websites betreut) unterschieden. 

Der Netzwerkbetreiber stellt für die Abrechnung einen spezifischen Code bereit, der jede Vermittlung eines Links-Klicks durch einen Affiliate eindeutig aufzeichnet. Für die Vergütung der Affiliates existieren verschiedene Abrechnungsmodelle. Mit beteiligt wird an dem Umsatz aber auch der Netzwerkbetreiber. Zur besseren Überwachung und Minimierung der Kosten, nutzen große Online-Handelsunternehmen auch eigene Netzwerke, um Zahlungen an Netzwerkbetreiber einzusparen. Hierzu zählt z.B. Amazon.

Beispiele für Affiliate-Netzwerke

Es gibt einige Affiliate-Netzwerke, die für Websitebetreiber spannend sein könnten. Eines davon ist Awin. Hier sind über 15.000 Marken aktiv, die aus einem großen Portfolio an Publishern passende Werbeplatzierungen wählen können. Ebenfalls interessant könnte Adcell sein.

Ein recht großes Netzwerk betreibt das erwähnte Amazon. Wenn auch nur beschränkt auf Produkte, die im eigenen Markplatz gelistet werden, hat sich der Anbieter bei vielen Websitebetreibern aufgrund der einfachen Nutzung durchgesetzt.

Vergütungsmodelle

Es gibt einen bunten Haufen an Vergütungsmodellen, die auch in Kombination auftreten. Besonders häufig ist „Pay per Sale“, „Pay per Action“, „Pay per Click“ und „Pay per View“ anzutreffen. Bei dem Modell „Pay per Sale“ werden Klicks nur dann vergütet, wenn der weitergeleitete Besucher beim Merchant auch tatsächlich etwas gekauft hat.

pay per action click view

Gute und schlechte Affiliates/Merchants

Bevor ihr als Merchant blind mehrere Affiliates bezahlt, solltet ihr euch selbst von deren Leistung überzeugen und deren Websites aufrufen. Es gilt: Qualität vor Quantität! Wenige Affiliates, die Seiten mit einer Top-Performance betreiben, bringen mehr als eine Masse „kleiner“ Websites. Darüber hinaus möchte man ja nicht, dass die eigene Werbung in Zusammenhang mit unpassenden, eventuell höchst unseriösen, Themen auf einer Website erscheinen.

Auch wenn es etwas Mühe macht, ist es sinnvoll, das Affiliate-Marketing aktiv zu kontrollieren, da es in diesem Bereich auch einige schwarze Schafe gibt. Die Vergütungsmodelle „Pay per View“ und „Pay per Click“ sind in der Lage, relativ zügig Gewinn abzuwerfen und daher für Betrugsversuche prädestiniert. Stellt sich der Eindruck ein, es ginge bei einem Affiliate nicht mit rechten Dinge zu, solltet ihr euch vertrauensvoll an den Netzwerkbetreiber wenden.

Dies gilt allerdings auch im umgekehrten Fall: Auch Merchants versuchen manchmal, die Preise zu drücken und bringen immer wieder Einwände vor, um nicht die volle Vergütung für Klicks/Provisionen zahlen zu müssen. Es kann sich lohnen, im Vorfeld schwarze Listen im Netz anzuschauen, auf denen bereits auf das unlautere Verhalten von bestimmten Affiliates oder Merchants verwiesen wird. Viele Affiliates sind lediglich Hobby-Betreiber, oft auch Schüler oder Studenten. Diese Umstände müssen nicht unbedingt gegen eine Werbepartnerschaft sprechen, in großen Netzwerken wird es auch nicht möglich sein, jeden Partner eingehend zu prüfen, aber frühzeitige Erkundigungen können späteren Auseinandersetzungen vorbeugen. 

Man betrachte dies auch vor dem Hintergrund einer nicht endgültig geklärten Rechtslage: Tritt die eigene Werbung im Zusammenhang mit betrügerischen Websites oder illegalen Inhalten auf, kann dies eventuell rechtliche Folgen haben, auch wenn diese Werbung so natürlich nicht beabsichtigt war.

Laptop steht auf Tisch, daneben ein Glas Wasser und ein Notizbuch

Hin und wieder mal den Laptop anwerfen, um ein paar Texte in seinen Blog schreiben und dabei ein passives Einkommen generieren. Das ist der Traum vieler Websitebetreiber.

Aus Publisher-Sicht: Geld verdienen mit Affiliate-Programmen

Es gibt einige Afffiliate-Programme, die man als Publisher anschauen sollte. Wichtig ist, dass die hier angebotenen Produkte eine Relevanz für die Zielgruppe haben. Die Suche nach passenden Programmen kann etwas zeitaufwändig sein, sich dann letztendlich aber lohnen.

Etwas einfacher geht es mit dem Amazon Partnerprogramm, wo alle Produkte des großen Onlineshops zusammengefasst werden. Wie in vielen Bereichen, so gilt aber auch hier: Nehmt euch Zeit zum Testen und macht euch mit den Angeboten vertraut.

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