Schritt für Schritt zum perfekten Businessplan

Schritt für Schritt zum perfekten Businessplan

Wenn Du eine Geschäftsidee umsetzen möchtest, die Deiner Meinung nach zu einem erfolgreichen Unternehmen führen kann, ist die Erstellung eines Businessplans unabdingbar. Die beste Idee kann bei der Umsetzung scheitern, wenn nicht (fast) alle Faktoren vor dem eigentlichen Start bedacht werden. Die Idee ist bekanntlich nur der Ausgangspunkt. Bis es bei einem Startup zur Etablierung am Markt kommt, muss sich das Unternehmen erst einmal entwickeln. Der Businessplan kann für den späteren Erfolg entscheidend sein. Wir erklären Dir deshalb Schritt für Schritt, wie man den perfekten Businessplan erstellt.

Mind-Map Businessplan

Ein Businessplan kann für den Erfolg oder Misserfolg einer Geschäftsidee entscheidend sein.

Bildquelle: dizain – 287902439 / Shutterstock.com

Wozu erstellt man einen Businessplan?

Der Sinn des Businessplans besteht darin, eine Geschäftsidee weiterzuentwickeln und zu beleuchten, inwieweit sich damit Geld verdienen lässt. Dadurch entsteht bereits vor der Gründung ein Konzept, dass die Idee strukturiert und in Beziehung zu den aktuellen (Markt-)Gegebenheiten setzt. Neben der Notwendigkeit, die dem Businessplan ohnehin innewohnt, bekommst Du ein Gefühl für den Aufwand, der mit der Umsetzung der Geschäftsidee in eine Unternehmensgründung einhergeht.

Daneben ist der Businessplan wichtig zur Überzeugung von Investoren, Banken und Geschäftspartnern, denn ohne das nötige Kapital und die richtigen Kontakte ist es schwierig, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Potentielle Geldgeber achten bei ihrer Auswahl der möglichen Investitionen beispielsweise auf folgende Kriterien:

  • Auf den Aufbau des Unternehmens und die Unternehmensstrategie,
  • Auf die Persönlichkeit des Unternehmers/ der Unternehmer,
  • Auf die Produktidee und die angestrebte Produktion,
  • Auf die Markt- und die Konkurrenzsituation sowie
  • Auf die aktuelle Finanzierung und die möglichen Erträge.

Ein fundierter Businessplan kann hier bereits die meisten Fragen klären und den potentiellen Investoren und Geschäftspartnern einen guten Eindruck von Deiner Idee vermitteln. Bevor Du mit der Unternehmensgründung beginnst, ist es also wichtig, Dir weitere Tipps zum Businessplan erstellen einzuholen. Aus dem Businessplan gehen nicht nur Risiken und Erfolgschancen für Dich hervor, sondern auch für die Investoren. Ein Businessplan sollte daher folgende Punkte aufzeigen:

  • Darstellung der Geschäftsidee
  • Erkennbarer Wettbewerbsvorteil auf einem lukrativen Markt
  • Sinnvolles Konzept, geführt von einem fähigen Management
  • Zukunftsorientierte Planung mit voraussichtlichem ROI

Um alle Punkte zu bedenken, geben wir Dir eine Übersicht an die Hand, die schrittweise darstellt, was im

Infografik zur Erstellung eines Businessplans

Der Businessplan stellt ein detailliertes Konzept einer Geschäftsidee dar.

Schritt 1: Der Kunde und das Produkt

Zunächst ist es wichtig, dass Du darstellst, welches Problem Dein Produkt bzw. Deine Dienstleistung angeht. Dabei sollte herausgestellt werden, welche Vorzüge Dein Produkt gegenüber der Konkurrenz aufweist. Die Wettbewerbsvorteile werden somit ersichtlich.

Daneben sollten die Bedürfnisse der Kunden betrachtet werden. Du musst Dir Gedanken machen, welche Vorteile die Kunden haben, wenn sie Dein Produkt nutzen. Damit kann die Nachfrage näherungsweise geschätzt werden und der Investor erkennt den Bedarf des Produktes.

Wichtig ist ebenfalls die Klärung von Schutzrechten. Bist Du bereits Inhaber von Patenten und Lizenzen oder sind Konkurrenten im Besitz von Schutzrechten, die bei Deinem Unternehmen zu Einschränkungen führen?

Schritt 2: Marktsituation und Wettbewerb

Um die Marktsituation und den Wettbewerb zu beleuchten, betrachtest Du natürlich Deine Branche. Hier sind aktuelle Trends und Innovationen genauso zu berücksichtigen wie die Gesetzgebung und der Umsatz der Branche. Die direkte Konkurrenz kannst Du hier auch genauer unter die Lupe nehmen und Deine nachhaltigen Wettbewerbsvorteile herausstellen. Eventuell hast Du eine andere oder eine erweiterte Zielgruppe, wodurch die Chancen auf Erfolg steigen.

Schritt 3: Marketingkonzept und Vertrieb

Die Zielgruppe ist auch beim Marketing ein entscheidender Faktor. Das hat einen Einfluss auf die Gestaltung des Produkts bzw. der Dienstleistung, auf die Art des Marketings und die Abwicklung des Vertriebs. Hier solltest Du definieren, welche Wege Du gehen willst und warum. Gehe dafür durch, welche Zielgruppe Du mit welcher Werbebotschaft erreichen willst und auf welchem Vertriebsweg Dein Produkt an den Kunden gelangen soll. Das ist entsprechend der Branche und der Zielgruppe unterschiedlich. SEO-Maßnahmen für Online-Shops sind beispielsweise unverzichtbar. Andere Branchen hingegen sind nicht dermaßen auf Online-Marketing angewiesen.

Schritt 4: Organisation des Unternehmens

Zum Aufbau des Unternehmens gehören neben der Rechtsform auch die grundlegende Organisation. Daher musst Du darstellen, welche Organisationsstruktur das neue Unternehmen aufweisen soll und welche Kompetenzen die Führungspersonen besitzen. Hier können auch Bereiche genannt werden, in denen Du noch nicht gut aufgestellt bist und für die Du noch Partner suchst.

Schritt 5: Die Umsetzung in der Praxis

Sehr wichtig für die Investoren und Kreditgeber ist natürlich die Umsetzung in die Praxis. Du musst also darstellen, welche Schritte zur Umsetzung Deiner Geschäftsidee nötig sind. Vorher bestimmte Meilensteine sind nicht nur zur Überzeugung von Investoren geeignet, sondern ermöglichen in einer späteren Phase auch einen Soll-Ist-Vergleich. Nötige Investitionen müssen hier ebenso aufgelistet werden wie Planung der Mitarbeiter und des Absatzes.

Schritt 6: Finanzielle Ausgangslage und Kapitalbedarf

Beim Kapitalbedarf geht es darum, wie die Umsetzung in die Praxis finanziert wird. Hier ist sowohl eine kurz- (12 Monate) als auch eine mittelfristige Planung (zwei Jahre) zur Liquidität abzugeben. Wie der Kapitalbedarf gedeckt wird, ist logischerweise sehr wichtig. Hast Du Eigenkapital und bereits fremde Kapitalgeber, kommen diese Posten ebenfalls in den Businessplan. Die konkrete Nennung der Investoren und Kreditgeber ist hier Usus. Zum Kapitalbedarf gehören:

  • Ein Liquiditätsplan,
  • Ein Investitionsplan,
  • Ein Finanzierungsplan und
  • Eine Plan-Gewinn- und Verlustrechnung.

Schritt 7: Chancen und Risiken

Da Business Angels und Banken Ihr Risiko minimieren wollen, ist eine ausführliche Risikobetrachtung elementar. Grundsätzliche Risiken können beispielsweise im Markt und den Wettbewerbern bestehen oder in der Technologie liegen. Auch Gesetzesänderungen können für einige Branchen ein Risiko darstellen. Die finanzielle Tragweite der Risiken sind genauso so beleuchten wie die Maßnahmen, die Du zur Risikominderung nutzen willst.

Ein fundierter Businessplan enthält somit alle Aspekte Deiner Geschäftsidee. Als Grundlage sind die Beschreibung des Produktes bzw. der Dienstleistung enthalten. Du musst aber auch den Markt in Deiner Branche beleuchten, ein Marketingkonzept ausarbeiten und den Kapitalbedarf klären. Der perfekte Businessplan stellt damit die Geschäftsidee auf die Probe und stellt dar, wie das Unternehmen lukrativ wird. Damit ist ein wichtiger Schritt Deiner Unternehmensgründung abgeschlossen.


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