Was du tun kannst, wenn Tools plötzlich teurer werden
Problematische Tool-Abhängigkeit
Preiserhöhungen sind das eine. Aber die Konditionen von SaaS-Tools können sich auf mehr Arten ändern, als du dir im ersten Moment vielleicht denkst.
Datenschutzerklärungen werden still und leise aktualisiert. Plötzlich werden Nutzungsdaten an Dritte weitergegeben – oder der Anbieter wird von einem US-Konzern übernommen und die Daten wandern auf Server, die unter US-Recht stehen. Für Agenturen, die im Auftrag ihrer Kunden handeln und Verantwortung für deren Daten tragen, ist das keine abstrakte Gefahr, sondern ein konkretes Haftungsthema.
Die Lösung: Open Source selbst betreiben
Wenn du eine Anwendung selbst betreibst, liegt sie allein in deiner Hand. Keine Fremdbestimmung. Allerdings klingt Self-Hosting nach Aufwand. In vielen Fällen ist das auch so – Server aufsetzen, Abhängigkeiten verwalten, Updates manuell einspielen. Es geht aber auch viel einfacher. Wie? Das erkläre ich dir hier.
Vaultwarden ist eine von vielen Container-Vorlagen, die sich im mStudio mit einem Klick installieren lassen.
Beispiel: 1Password durch Vaultwarden ersetzen
Vaultwarden ist ein quelloffener Passwortmanager, der vollständig kompatibel mit dem Bitwarden-Ökosystem ist. Wenn du von 1Password wechselst, kannst du Passwörter direkt importieren. Das Tool selbst ist seit Jahren aktiv gepflegt und in der Entwickler-Community gut etabliert.
Vaultwarden einfach selbst hosten
Wie gesagt: Tools im Container zu betreiben kann herausfordernd sein. Vaultwarden erfordert beispielsweise zwei Container – einen für den Passwortmanager und einen für die PostgreSQL-Datenbank. Normalerweise musst du beide einzeln konfigurieren. Bei mittwald kannst du mit einem Klick die Vaultwarden-Vorlage hochfahren und beide Container werden automatisch gestartet.
Wie das Schritt für Schritt aussieht, wie du die automatischen Updates aktivierst und welche Konfigurationen du zum Start in Vaultwarden tätigen solltest, zeigt dir Tobi (Product Manager Container Hosting) im Video-Tutorial.
Was du damit gewinnst
Der offensichtliche Vorteil ist die Kostenkontrolle. Einmal eingerichtet, fallen keine laufenden Lizenzgebühren an – egal, wie viele Nutzer oder Projekte du hinzufügst.
Dazu kommt die Datenfrage. Im Container Hosting bei mittwald läuft alles auf eigener Infrastruktur in Deutschland – DSGVO-konform, ohne US-Dienstleister, ohne externe Abhängigkeit.
Und Vaultwarden ist nur ein Beispiel. Das Prinzip – eine etablierte Open-Source-Lösung im Container betreiben, statt SaaS-Abhängigkeit einzukaufen – lässt sich auf viele andere Tools übertragen. n8n, Umami Analytics, LanguageTool: das Muster ist immer dasselbe.
Jetzt aber mal reinfolgen!
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Fazit
Preiserhöhungen bei SaaS-Tools sind ärgerlich, aber sie sind auch ein guter Moment, um die eigene Tool-Strategie zu hinterfragen. Wenn du einmal verstanden hast, wie unkompliziert Self-Hosting mit Container-Vorlagen geworden ist, wirst du es öfter in Betracht ziehen.
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