Was du tun kannst, wenn Tools plötzlich teurer werden

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Foto von Sebastian Menacher plus der Text "Was du tun kannst wenn Tools plötzlich teurer werden - von Sebastian Menacher"
Seit Jahren setzt du auf ein Tool und plötzlich ändert der Anbieter die Konditionen. Nervig. So ist es zum Beispiel gerade mit 1Password geschehen. Beim Passwortmanager sind die die Preise gestiegen – nicht dramatisch, aber spürbar. Vor allem, wenn du das Tool nicht nur intern nutzt, sondern für deine Kundenprojekte.  Das alles kannst du dir ersparen. Die Lösung lautet: Open Source Anwendung selbst im Docker Container hosten. Wie das funktioniert, zeige ich dir in diesem Artikel. 

Problematische Tool-Abhängigkeit 

Preiserhöhungen sind das eine. Aber die Konditionen von SaaS-Tools können sich auf mehr Arten ändern, als du dir im ersten Moment vielleicht denkst. 

Datenschutzerklärungen werden still und leise aktualisiert. Plötzlich werden Nutzungsdaten an Dritte weitergegeben – oder der Anbieter wird von einem US-Konzern übernommen und die Daten wandern auf Server, die unter US-Recht stehen. Für Agenturen, die im Auftrag ihrer Kunden handeln und Verantwortung für deren Daten tragen, ist das keine abstrakte Gefahr, sondern ein konkretes Haftungsthema. 

Die Lösung: Open Source selbst betreiben 

Wenn du eine Anwendung selbst betreibst, liegt sie allein in deiner Hand. Keine Fremdbestimmung. Allerdings klingt Self-Hosting nach Aufwand. In vielen Fällen ist das auch so – Server aufsetzen, Abhängigkeiten verwalten, Updates manuell einspielen. Es geht aber auch viel einfacher. Wie? Das erkläre ich dir hier. 

Screenshot aus dem mStudio der alle Vorlagen zeigt

Vaultwarden ist eine von vielen Container-Vorlagen, die sich im mStudio mit einem Klick installieren lassen.

Beispiel: 1Password durch Vaultwarden ersetzen  

Vaultwarden ist ein quelloffener Passwortmanager, der vollständig kompatibel mit dem Bitwarden-Ökosystem ist. Wenn du von 1Password wechselst, kannst du Passwörter direkt importieren. Das Tool selbst ist seit Jahren aktiv gepflegt und in der Entwickler-Community gut etabliert. 

Vaultwarden einfach selbst hosten 

Wie gesagt: Tools im Container zu betreiben kann herausfordernd sein. Vaultwarden erfordert beispielsweise zwei Container – einen für den Passwortmanager und einen für die PostgreSQL-Datenbank. Normalerweise musst du beide einzeln konfigurieren. Bei mittwald kannst du mit einem Klick die Vaultwarden-Vorlage hochfahren und beide Container werden automatisch gestartet. 

Wie das Schritt für Schritt aussieht, wie du die automatischen Updates aktivierst und welche Konfigurationen du zum Start in Vaultwarden tätigen solltest, zeigt dir Tobi (Product Manager Container Hosting)  im Video-Tutorial. 

Was du damit gewinnst 

Der offensichtliche Vorteil ist die Kostenkontrolle. Einmal eingerichtet, fallen keine laufenden Lizenzgebühren an – egal, wie viele Nutzer oder Projekte du hinzufügst. 

Dazu kommt die Datenfrage. Im Container Hosting bei mittwald läuft alles auf eigener Infrastruktur in Deutschland – DSGVO-konform, ohne US-Dienstleister, ohne externe Abhängigkeit.  

Und Vaultwarden ist nur ein Beispiel. Das Prinzip – eine etablierte Open-Source-Lösung im Container betreiben, statt SaaS-Abhängigkeit einzukaufen – lässt sich auf viele andere Tools übertragen. n8n, Umami Analytics, LanguageTool: das Muster ist immer dasselbe. 

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Fazit 

Preiserhöhungen bei SaaS-Tools sind ärgerlich, aber sie sind auch ein guter Moment, um die eigene Tool-Strategie zu hinterfragen. Wenn du einmal verstanden hast, wie unkompliziert Self-Hosting mit Container-Vorlagen geworden ist, wirst du es öfter in Betracht ziehen. 

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