Selbst hosten oder auslagern? Was Agenturen von den Erfahrungen der Marketing Factory lernen können

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Foto von Christian Spoo + Text: Selbst hosten oder auslagern - Die Learnings der Marketing Factory
Selber hosten oder auslagern? Vor dieser Frage standen schon viele Agenturen – oft geprägt vom Wunsch nach maximaler Kontrolle und individuellen technischen Lösungen. Auch bei der Marketing Factory war das lange so. Jahrelang haben sie ihre Kundenprojekte auf eigener Infrastruktur betrieben – mit allem, was dazugehört: Verantwortung, Nachtschichten, Hardwarekosten. Doch irgendwann wurde klar: Nur weil man’s kann, muss man’s nicht ewig machen. Hier liest du, warum sich die Agentur entschieden hat, nicht mehr selbst zu hosten – und warum das mehr Freiheit als Verzicht bedeutet.

Die Wahrheit über eigenes Hosting

Die Entscheidung, selbst zu hosten, war für die Marketing Factory Mitte der 1990er Jahre alternativlos. Es gab schlicht keine passenden Anbieter. Wer Webprojekte ernst nahm, musste die Technik selbst beherrschen. Und ja, das funktionierte viele Jahre gut. Bis es nicht mehr gut funktionierte.

Konkrete Auslöser? Gab es einige – von Nachtschichten bis zu Hosting-Partnern, die mehrfach verkauft wurden und bei denen niemand mehr wusste, wer für was zuständig ist. Gleichzeitig wuchs der Aufwand für Wartung, Sicherheit, Updates und rechtliche Anforderungen. Der wirtschaftliche Nutzen dagegen schrumpfte. Hosting wurde vom USP zur personellen Belastung und Kostenfaktor.

Auslagern – aber richtig

Wer einmal selbst gehostet hat, will keine Kompromisse eingehen. Für die Marketing Factory waren die Anforderungen an einen Hosting-Partner deshalb klar: Managed Hosting aus Deutschland, stabile Schnittstellen, Automatisierungsmöglichkeiten, echte Portabilität – und ein Setup, das sich wie das eigene anfühlt. Die Wahl fiel auf mittwald.

Es war keine technische Entscheidung – sondern eine unternehmerische. Hosting selbst zu betreiben hat uns zuletzt mehr personell und finanziell belastet, als es uns gebracht hat.

Porträt von Christian Spoo Senior Developer bei Marketing Factory
Christian Spoo
Senior Developer | Marketing Factory

Hier konnte die Agentur Projekte wie gewohnt betreuen, aber ohne sich um Infrastruktur, Ausfallsicherheit oder Notfallpläne kümmern zu müssen. Ein klarer Rollenwechsel: weg vom Betreiber, hin zum Koordinator. Und für die Kund*innen blieb alles beim Alten – nur zuverlässiger.

Was Agenturen konkret davon haben

Statt auf Technik-Feuerwehr zu spielen, kann sich das Team wieder auf Projekte konzentrieren. Die Vorteile zeigen sich vor allem im Alltag: 

• Weniger Betriebsaufwand, weil Basisdienste ausgelagert sind
→ Keine nächtlichen Einsätze mehr, keine Ticketketten – die Infrastruktur läuft, ohne dass ständig jemand eingreifen muss.

• Klare Verantwortlichkeiten, keine nächtlichen RZ-Einsätze mehr
→ Supportfälle landen nicht irgendwo, sondern beim richtigen Team – mit definierten Schnittstellen und festen Ansprechpartnern.

• Automatisierbare Setups, z. B. via API, CLI oder Terraform
→ Neue Instanzen können mit wenigen Zeilen Code aufgesetzt werden – das spart Zeit und reduziert Fehler.

• Schnelle Skalierung, wenn Kund*innen wachsen
→ Egal ob Relaunch, Kampagne oder Internationalisierung: Ressourcen lassen sich flexibel hochziehen – ohne Rücksicht auf Hardware.

• Fokussierung auf das Kerngeschäft, da der Blick nicht von den Anforderungen des Kunden abgelenkt wird und somit der Kundennutzen und nicht der Betrieb im Vordergrund steht.

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Fazit: Selbst hosten ist kein Wettbewerbsvorteil

Die Marketing Factory hat sich nicht gegen Technik entschieden – sondern für Effizienz. Für mehr Fokus und ein besseres Kundenerlebnis. Denn nur weil man etwas kann, muss man es nicht ewig machen. Die eigentliche Frage ist: Was bringt’s? Ist eigene Infrastruktur wirklich ein Vorteil oder bremst es mich an anderer Stelle aus. Denn gutes Hosting lässt sich heute einkaufen. Gute Kundenbeziehungen nicht.

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