Guide zu Jetpack – Werkzeugkasten für den Blog

Der große Guide zu Jetpack – dem Werkzeugkasten für deinen Blog

Willkommen bei einem der umfangreichsten Plugins, die dein WordPress-Blog je gesehen hat: Jetpack. Unter der Erweiterung verbirgt sich eine Sammlung von über 15 Funktionen, die deinen Blog sehr viel mächtiger machen. In diesem Artikel stellen wir viele der Funktionen von Jetpack vor und erklären, wie sie dir im Alltag helfen können.

Jetpack ist eine Entwicklung von Automattic, dem Unternehmen hinter der bekannten Blogger-Plattform WordPress.com. Hier finden Anwender mehrere Funktionen, wodurch zahlreiche Plugins überflüssig werden.

Zu beachten ist: Jetpack fordert, eben weil es so viele Funktionen mit sich bringt, mehr Ressourcen als manch ein anderes Plugin. Wir empfehlen euch daher die Funktionen genau anzuschauen und dann zu überprüfen, ob sich die Installation lohnt. Solltet ihr nur eine der vielen Funktionen brauchen, könnte man hierfür auch ein anderes Plugin nutzen. Wir stellen euch hier viele der Funktionen von Jetpack 4.3.2 vor.

Finden könnt ihr die dazugehörigen Einstellungen, indem ihr folgendes tut:

  1. Loggt euch in euren Blog ein und sucht unter „Plugins“ nach Jetpack. Installiert es.
  2. Um Jetpack vollständig nutzen zu können, legt einen kostenfreien Account bei WordPress.com an und verbindet es mit eurem Blog.
  3. Geht anschließend in das Backend eures Blogs und ruft im linken Menü „Jetpack“ und anschließend „Einstellungen“ auf.

Das Engagement eurer Besucher fördern

Website-Statistiken für euren Blog

Eine der bekanntesten und besonders geschätzten Funktionen von Jetpack, sind die Website-Statistiken. Hierbei handelt es sich um eine recht simple aber hilfreiche Übersicht über die Seitenaufrufe, beliebtesten Artikel und geklickte Links. Teilweise werden auch Keywords angezeigt, über die ihr gefunden wurdet. Ebenfalls zu finden sind die Verweise von anderen Seiten. So könnt ihr recht schnell feststellen, wo welche Erwähnung euch was an Traffic bringt.

jetpack-screenshot

Die Übersicht ist eine gute Ergänzung zu Google Analytics oder, für jemanden, der Daten nicht allzu tief durchforsten will. Schnell sieht man: Welche Seiten werden besonders häufig aufgerufen, welche Seiten selten, welche saisonalen Schwankungen treten Jahr für Jahr auf? Mit diesen Informationen ist man schnell auf den aktuellsten Stand gebracht.

Der Vorteil gegenüber Analytics ist, dass die Website-Statistiken direkt im WordPress-Backend zu finden sind. Es ist kein separates Einloggen in Google Analytics notwendig, um sich über die Zahlen kurz auf den aktuellsten Stand zu bringen. Wichtig zu wissen ist hierbei, dass die WordPress-Statistiken nicht lokal gesichert werden.

Besucher anregen, eure Inhalte zu „Teilen“

Gute Artikel sollten im Netz geteilt werden. Viele vergessen das jedoch oder verzichten aus Bequemlichkeit darauf. Als Erinnerung helfen Share-Buttons, die bei Jetpack unter „Teilen“ zu finden sind. Neben klassischen sozialen Netzwerken unterstützt Jetpack die in der Grafik angezeigten Formate.

sharing-optionen-fuer-jetpack

Folgende Optionen zum Teilen lassen sich per Drag & Drop einbinden.

Besonders Optionen wie „WhatsApp“ oder auch das klassische „E-Mail“ fehlen bei vielen Blogs, wo man Links nur bei Facebook und Twitter teilen kann.

Zeit sparen mit „Publizieren“ für Social Media

Mit „Publizieren“ kann man sich mit Profilen in sozialen Netzwerken verbinden und bei Veröffentlichung eines Artikels diesen gleichzeitig auf sozialen Netzwerken bewerben. Dabei lässt sich für jeden Artikel eine separate Beschreibung definieren. Auf folgenden Netzwerken könnt ihr automatisiert Teilen:

  • Facebook
  • Twitter
  • Google+
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • Path

Jeder, der eine Facebook-Seite oder ein Twitter-Profil zur Webseite hat, wird die Publizieren-Funktion schätzen. Spart Zeit und sorgt dennoch dafür, dass eure Inhalte an Follower geleitet werden.

„Ähnliche Beiträge“ als Motivation zum Verbleiben

Viele News-Seiten und Blogs führen die Option „Ähnliche Beiträge“. Hierbei werden Artikel angezeigt, die für den Leser des aktuellen Artikels eventuell interessant sein könnten. Damit bleiben Besucher länger auf der Webseite und setzen sich mehr mit Inhalten auseinander.

Dank „Kommentare“ mehr Kommunikation im Blog

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Viele Leser würden gerne Artikel kommentieren, wollen aber nicht immer wieder die Felder für Name, E-Mail-Adresse und Webseite ausfüllen. Mit „Kommentare“ gibt Jetpack Besuchern die Möglichkeit, sich mit Facebook, Twitter, Google+ oder dem WordPress-Konto einzuloggen. Dabei werden auch das Profilbild des Kommentators gespeichert und nicht nur das typische „Weiße Person vor grauem Hintergrund“ Bild. Die Kommentare werden persönlicher.

„Abonnements“, um mit deinen Lesern verbunden zu bleiben

Abonnements erlaubt es Lesern Benachrichtigungen per E-Mail zu erhalten. Dabei werden zwei Optionen unterstützt: Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu Artikeln, oder aber Benachrichtigungen über allgemein neue Beiträge.

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Diese Funktion ist praktisch, macht sie aus Kommentatoren User, die immer wieder an den Blog erinnert werden und hier vorbeischauen.

„Sitemaps“ und „Website-Verifizierung“

Wer will, dass seine Webseite möglichst gut von Suchmaschinen indexiert werden kann, sollte eine Sitemap bereitstellen. In dieser Sitemap, einer Art Karte zur Webseite, werden alle einzelnen URLs aufgenommen. Suchmaschinen werden diese Datei aufrufen und können sich dann in wenigen Momenten einen Überblick zur Seite verschaffen. Das spart die Notwendig, verschiedensten URLs zu folgen und neue zu finden. Die Sitemap kann Jetpack automatisiert generieren und aktualisieren.

Neben der Sitemap findet sich die „Website-Verifizierung“.

jetpack-website-verifikation

Um mit Diensten wie der Google Search Console, Bing Webmaster Center oder der Pinterest Site Verification verbunden zu werden, braucht es eine Verifizierung in Form eines Codeschnipsels auf der Webseite. Jetpack erlaubt es mit „Website-Verifizierung“ die benötigten Codes unkompliziert in dem Plugin zu hinterlegen. So muss man sich keine Sorgen darum machen, durch ein Theme-Update Code-Schnipsel im Quellcode zu verlieren.

Für mehr Sicherheit im Blog

„Security Scanning“ mit VaultPress (Pro)

Jetpack bringt einige Funktionen mit sich, die für mehr Sicherheit im Blog sorgen sollen. Hierzu zählt auch VaultPress. Bei der Erweiterung handelt es sich jedoch um ein kostenpflichtiges Premium-Angebot. Angeboten werden hier neben regelmäßigen Backups auch tägliche Malware-Scans. So könnt ihr sicher sein, dass eure Installation nicht von Malware befallen ist. Und sollte es zu einem Datenverlust kommen, lassen sich diese bequem wiederherstellen.

jetpack-sicherheit

Diese Lösung ist vor allem für Online-Shops und Seiten sinnvoll. Hier kann Malware großen finanziellen Schaden anrichten, ebenso fehlende Backups zum Problem werden.

Geschützt gegen Brute-Force-Angriffe

Bei Brute-Force-Angriffe („Angriffe mit roher Gewalt“) werden Passwörter durch das Probieren verschiedenster Kombinationen erraten. Sie sind vergleichbar mit einem Zahlenschloss, wo jemand alle 9999 Kombinationen durchprobiert, bis er die passende Zusammenstellung gefunden hat.

Anders als bei einem Zahlenschloss, funktionieren Brute-Force-Angriffe völlig automatisch und mit einer wesentlich höheren Geschwindigkeit. Um eben das zu verwenden, lässt sich bei Jetpack „Protect“ aktivieren. Damit werden IPs, die häufig mit verschiedensten Kombinationen versuchen den Login-Zugang zu knacken, ausgesperrt.

Übrigens: Ihr könnt in den Einstellungen des Plugins eure IP „whitelisten“, also als vertrauenswürdige Adresse sichern. So geht ihr sicher, das nicht eure IP ausgesperrt wird.

Erreichbarkeit der Webseite prüfen

Jetpack bietet mit „Monitor“ eine praktische Funktion an. Mit dieser wird die Webseite alle 5 Minuten aufgerufen und überprüft, ob Jetpack die Seite erreichen konnte. Ist das nicht der Fall, werdet ihr automatisch per E-Mail benachrichtigt und könnt zeitnah reagieren.

Die Darstellung mit Jetpack optimiert

Schnellere Bildladezeiten mit Photon

Einer der größten Performancekiller für Webseiten? Bilder. Bildlastige Webseiten mit Portfolios oder Galerien stoßen immer wieder auf Probleme was Ladezeiten anbelangt. Helfen kann hier die Erweiterung Photon in Jetpack. Dieses arbeitet auf zwei Wegen:

  1. Anpassen der Bildergröße: Abhängig von der Bildschirmgröße können wesentlich kleine Bilder benötigt werden, als hochgeladen. Photon setzt eben hier an, lädt Bilder auf eigene Server hoch und stellt sie dort in verschiedenen Formaten bereit. Wird nun ein Artikel oder eine Seite aufgerufen, wird die passende Größe vom Server eingebunden. Das senkt die Ladezeiten bei bleibender Bildqualität.
  2. Auslieferung über ein Content-Delivery-Network (CDN): Photon wird auf mehreren Servern weltweit betrieben. Das erlaubt Jetpack die Arbeit als CDN. Ruft ein Besucher aus Asien eure Webseite auf, wird das Bild von einem Server in der Umgebung ausgespielt. Kommt er aus Nordamerika, wird ein Server dort angesprochen.

Widgets individuell sichtbar machen und auf individuelles CSS setzen

Es gibt Widgets, die nur auf einigen Seiten Sinn machen. Hierzu können Umfragen, Banner oder sonstige Inhalte gehören. Die Sichtbarkeit lässt sich mit „Widget Sichtbarkeit“ steuern. Über „Sichtbarkeit“ lässt sich einstellen, bei welchen Seiten, Kategorien und so weiter Widgets angezeigt oder eben nicht angezeigt werden sollen.

Mit individuelles CSS (nach Aktivierung zu finden unter „Design), könnt ihr eigenes CSS für euer Theme definieren. Das ist übersichtlicher und bequemer, als direkt in den CSS-Dateien zu arbeiten.

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So geht unendlich Scrollen

Aus dem englischen bekannt als „Infinite Scrolling“, bietet unendliches Scrollen für Blogs die Möglichkeit, nie wieder zwischen Seiten wechseln zu müssen. Wird das Ende der Seite erreicht, wird direkt die nächste darunter geladen. So lassen sich unendlich viele Beiträge am Stück lesen, ohne jemals die Seite zu ändern.

Bitte bedenkt bei dieser Funktion eure Widgets in der Seitenleiste. Sie können an Sichtbarkeit verlieren, da sie nicht, wie bei jedem Seitenwechsel, zu sehen sind.

Perfekt für die Weihnachtszeit: Holiday Snow

Eine letzte Funktion für den Bereich Darstellung ist Holiday Snow. Mit dieser Funktion wird jede Webseite in der Zeit vom 1. Dezember bis zum 4. Januar mit fallendem Schnee bedeckt. Das schafft Sympathie bei Besuchern – und ihr könnt sicher sein, dass ihr nicht vergesst die Funktion wieder zu deaktivieren.

Einfacher und besser Content erstellen

So funktioniert das Kontaktformular

Kontaktformulare sind eine praktische Sache, um sich vor Spam zu schützen. Ihr könntet natürlich auch einfach eine E-Mail-Adresse für Anfragen öffentlich hinterlegen, allerdings kann diese schnell automatisiert in einen Verteiler aufgenommen werden. Jetpack bietet Kontaktformulare an, die mit wenigen Klicks in die Webseite integriert und später genutzt werden können. Hierfür findet ihr auf Seiten und Artikeln einen zusätzlichen Button unter dem Titel, der auf den Namen „Kontaktformular hinzufügen“ hört. Klickt diesen an, um ein Formular in einer bestimmten Stelle auf der Webseite einzubinden.

jetpack-kontaktformular

Rechtschreibung und Grammatik prüfen

Manch einer von euch wird Artikel und Seiten vor der Veröffentlichung einmal in Word auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen lassen. Dabei verfügt auch Jetpack mit „Rechtschreibung und Grammatik“ über eine Möglichkeit zum automatisierten Gegenlesen von deutschen Texten. Mit einem Klick auf das neu erschienene Icon in der Werkzeugleiste wird der geschriebene Text geprüft. So lässt sich mit einem Klick erkennen, ob der Text grammatikalisch und von der Rechtschreibung her passt.

Markdown-Nur-Text-Syntax

Alle, die gerne mit dem Syntax Markdown schreiben, wird diese Funktion von Jetpack besonders freuen. Mit Aktivieren von „Markdown“ ist es möglich, direkt im Artikel mit dem Syntax Markdown zu schreiben. So können Listen, Überschriften, Zitate und vieles mehr formatiert werden. Beachtet aber, dass WordPress von Haus aus zahlreiche Shortcuts mit sich bringt. Bevor ihr darüber nachdenkt den Syntax zu erlernen, schaut euch also erst mal die Möglichkeiten mit Shortcuts an.

Schöne Mathematik

Freunde von komplexen Formen können in Jetpack „Schöne Mathematik“ aktivieren. Die LaTeX Markup Sprache kommt ins Spiel. Mit dieser könnt ihr Formeln verschiedener Art grafisch ansprechend darstellen.

Die große Welt der Jetpack-Funktionen

Ihr stellt fest, dass Jetpack eine enorme Auswahl an Funktionen bereitstellt, die teilweise für euch sinnvoll, teilweise überflüssig sind. Schaut euch das Plugin einmal an und stellt fest, ob und wie die bereitgestellten Funktionen für euch interessant sein könnten. Generell gilt hier auch wie bei jedem anderen Plugin: Deaktiviert überflüssige Funktionen und sorgt damit dafür, dass euer WordPress dauerhaft flott bleibt.

Kommentare

  1. Gravatar
    Alexandra am
    diese Tipps werde ich bei der Herstellung meines Blogs benutzen.

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