Corporate Blogs 2017: Wie lautet eure Mission

Corporate Blogs 2017: Wie lautet eure Mission?

Willkommen in 2017, dem Jahr, das mehr denn je unter Begriffen wie „Achtsamkeit“ und „Entschleunigung“ steht. Und hier steht ihr, plant die nächsten Schritte für eure Corporate Blogs, entwerft vielleicht einen Redaktionsplan oder denkt sogar darüber nach, jemanden für die Pflege des Blogs einzustellen. Gut! Gut, dass ihr euch Gedanken macht. Denn 2017 wird ein herausforderndes Jahr für Unternehmensblogs.

  1. Bietet ihr einen echten Mehrwert?
  2. „Endlich, ein Corporate Blog, der meine Zeit nicht vergeudet!“
  3. Von „Ich glaub, das ist eine gute Idee“ zu „Dieser Artikel passt zu 100 %“
  4. Zielgruppenanalyse: „Aber das ist doch das gleiche Ergebnis wie 2016!“
  5. Zurecht gefragt: „Brauche ich 2017 noch einen Corporate-Blog?“
  6. Die nächsten Schritte für euren Corporate-Blog

Bietet ihr einen echten Mehrwert?

Nicht nur erhöhte Begeisterung für Themen wie Achtsamkeit und Entschleunigung stellen viele Corporate Blogs in Frage. Es ist die Kombination aus dem Trend für Achtsamkeit und, wie auch schon in den letzten Jahren, steigenden Informationsangeboten. Täglich suchen neue Webseiten, soziale Netzwerke und YouTube-Channels sich ihren Weg in den Newsstream eurer Leser.

Was also haben eure Leser und noch kommende Besucher 2017 von eurem Corporate Blog? Warum sollten sie 2017 eurem Blog per Newsletter, Facebook, Twitter oder sonst einem Medium folgen? Wie bereichern diese Informationen ihren Alltag?

„Endlich, ein Corporate Blog, der meine Zeit nicht vergeudet!“

Viele Unternehmensblogs neigen in ihren Artikeln dazu Hoffnungen zu schaffen und diese dann zu enttäuschen (siehe Bubble-Gum-Content). Für den Leser bedeutet das vor allem eins: verlorene Zeit. Denn während er zwei Minuten lang in dem Artikel nach sinnvollen Informationen sucht, warten unendlich viele andere Webseiten da draußen, die seine Ansprüche besser bedienen.

corporate blog

Leser in 2017 fordern daher besonders eines: Macht euch mehr Gedanken darüber, wie und welche Inhalte ihr in eurem Blog veröffentlicht. Um dieses Ziel zu erreichen, findet ihr euch früher oder später bei der klassischen Zielgruppenanalyse.

Viele Redaktionspläne basieren auf einem Brainstorming. Mehrere Personen aus dem Unternehmen kommen zusammen und teilen mit, welche Themen sie für den Blog gut fänden. Ob dann ein Artikel es tatsächlich in den Blog schafft, hängt von der Bewertung ab. So wird manch ein Redakteur bereits ein Gefühl dafür haben, welche Inhalte für Leser interessant sind. Andere werden alle Themen nehmen, die sie bekommen können. Doch basiert weder das eine noch das andere auf einem stabilen Fundament.

Doch in der Regel haben Corporate Blogs zahlreiche Möglichkeiten, um das Interesse ihrer Leser analysieren zu können. Das erlaubt es ein Profil von der Zielgruppe zu zeichnen. Mit diesem können Artikelvorschläge wesentlich besser eingestuft werden.

Von „Ich glaub, das ist eine gute Idee“ zu „Dieser Artikel passt zu 100 %“

Eine grundlegende Analyse empfiehlt sich einmal jährlich, idealerweise zum Anfang des Jahres. Eine Wiederholung ist notwendig, weil sich nicht nur eure Produktpalette, sondern auch die Zielgruppe ändern kann.

Google Analytics Analyse

Eure Aufgabe sieht simpel aus: Tragt alle möglichen Quellen zusammen, die etwas darüber verraten, wie die in den letzten drei Monaten veröffentlichten Blog-Artikel von euren Lesern aufgenommen wurden. Das wären z. B. folgende:

  • Google Analytics (Artikel-Eigenschaften in Bezug auf Aufenthaltsdauer, Absprungrate und Sitzungen)
  • Facebook & Twitter (wie häufig wurde etwas geteilt bzw. geklickt)
  • Kommentare im Blog (Anzahl und Aussage)

Basierend auf diesen Daten lässt sich in der Regel gut sehen, wie gut oder schlecht die jeweiligen Themen ankommen. Auch lassen sich Erkenntnisse ableiten („50 % der Kommentare loben Tutorials zum Thema Root-Server, vielleicht wäre ein E-Book zu dem Thema sinnvoll“).

Zielgruppenanalyse: „Aber das ist doch das gleiche Ergebnis wie 2016!“

Es ist möglich, dass ihr bei eurer Zielgruppenanalyse keine neuen Erkenntnisse feststellt. Alles scheint wie auch im Vorjahr zu sein. Und dennoch solltet ihr die Arbeit an eurem Blog anpassen.

Denn 2017 dürfte eine der wichtigsten Anforderungen neuer Leser an Corporate Blogs sein, nicht ihre Zeit zu vergeuden, ihren Wunsch nach mehr „Achtsamkeit“ und „Entschleunigung“ zu fördern. Aber wie setzt man so etwas praktisch in einem Corporate Blog um?

Schafft eine klare Blog-Mission! Fragt euch, warum es euren Blog gibt, welche Aufgabe er erfüllt.

Rakete

Zahlreiche Corporate Blogs dienen als Sammelsurium für verschiedenste Themen. Pressemitteilungen, Tutorials, News, Einblicke in den Betrieb, witzige Funde aus dem Netz oder Gedanken zur Branche. Wenn Leser 2017 verstärkt genau das geboten haben wollen, wonach sie suchen, bedeutet das logische Trennung.

Zu gewagte Umstellung? Oder sinnvolle Investition an Zeit und Mühe? Könnt ihr die Aufgabe eures Blogs (die Blog-Mission) nicht klar benennen, wie sollen das eure Leser tun? Dabei müsst ihr Themen nicht von eurer Webseite verbannen. Ihr könnt sie stattdessen ausgliedern:

  • Pressemitteilungen: Lassen sich gut im Presse-Bereich einer Webseite sammeln. Dieser bietet Interessenten eine bessere Übersicht zu Entwicklungen in eurem Unternehmen.
  • Tutorials: Diese könntet ihr in eine FAQ ausgliedern.
  • News: Können gut über den Blog, aber auch über soziale Netzwerke geteilt werden.
  • Einblicke in den Betrieb: Lassen sich gut im Blog integrieren, bei einzelnen Bildern auch über soziale Netzwerke teilen.
  • Witzige Funde aus dem Netz: Können gut über soziale Netzwerke geteilt werden.
  • Gedanken zur Branche: Ideal für die Präsentation im Blog.

Wofür die ganze Mühe mit dem Ausgliedern? Um euren Lesern 2017 einen Blog mit einer klaren Mission präsentieren zu können.

Zurecht gefragt: „Brauche ich 2017 noch einen Corporate-Blog?“

Immer mehr Unternehmen nutzen soziale Netzwerke, um Informationen an ihre Kunden zu bringen. Ist ein Corporate Blog daher 2017 überhaupt noch relevant?

Eine allgemeine Bewertung zu treffen ist unmöglich. Aber kennt ihr eure Blog-Mission, habt ihr einen wichtigen Orientierungspunkt und könnt euch fragen: Brauche ich für meine Mission überhaupt einen Blog?

Dient euer Blog als Plattform, wo ihr Meldungen aus eurer Branche teilt, so könnte hierfür ein Newsletter oder soziales Netzwerk eher lohnen. Geht es aber nicht nur um das Teilen, sondern hilfreiche Kommentieren und Herstellen eines Bezugs zum eigenen Unternehmen, sieht die Situation schon anders aus.

Und so gibt es verschiedene Fälle, in denen ein Corporate Blog in 2017 überflüssig oder eben doch sinnvoll sein könnte.

Die nächsten Schritte für euren Corporate-Blog

Beginnt, indem ihr die beschriebene Analyse eurer Blog-Artikel durchführt und ein Profil eurer Leser erstellt. Geht dann einen Schritt weiter und definiert eine Blog-Mission. Nun prüft, ob die Blog-Mission überhaupt einen Corporate Blog rechtfertigt. Sollte das der Fall sein, geht zuletzt an die Aufstellung eines Redaktionsplans für 2017 und schafft eine Grundlage, die auch für nach „Achtsamkeit“ und „Entschleunigung“ suchende Leser gut funktioniert. Damit euer Blog sich auch in 2017 gut entwickelt. Viel Erfolg!

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