Warum zu viel „Bubble Gum Content“ deinem Blog schadet

|

Ich finde den Begriff Bubble Gum Content einfach großartig! Gelesen habe ich ihn bei Klaus Eck im PR-Blogger. Wie oft habe ich dieses Gefühl nach Artikeln schon gehabt? Der Titel verspricht dir die große Erleuchtung und am Ende bin ich doch nicht schlauer als zuvor. Das Kaugummi schmeckte zu Beginn, ist aber schnell nur noch ein fades Stück Knetmasse im Mund.

Content um jeden Preis

Es wird einfach enorm viel Content produziert, weil das nun mal heute dazu gehört. Doch die Zeit dafür ist eigentlich nicht da, bzw. wird diese nicht dafür bereitgestellt. Nur darum tummeln sich im Web so viele halbgare Geschichten, unvollendete Blog-Sinfonien und Scheinwahrheiten. Es muss regelmäßig veröffentlicht werden: Wer nichts zu erzählen hat, ist nicht im Gespräch und geht im digitalen Sumpf unter – so die allgemeine Annahme. Aber würdest du jemanden interessant finden, der auf einer Party immer nur allen anderen nachplappert und selber nichts Neues zu einem Thema zu erzählen hat? Also.

Feuerwehr
Rotes Tor von Feuerwehr-Station

Der Durst bleibt

Nie hat für mich jemand besser dieses Gefühl beschrieben, das mich oft beschleicht, wenn ich anfange Recherche zu einem Thema zu betreiben. Okay, ich gebe zu, auch ich habe mich dazu hinreißen lassen, Inhalte zu produzieren, die sehr, sagen wir mal, wiederholend waren. Meist versuche ich aber bekannten und gern beleuchteten Themen einen anderen bzw. persönlichen Blickwinkel zu geben. Das macht es für mich und auch die Leser interessanter – das hoffe ich zumindest. ;)

Inhalte mit echtem Nähr- und Mehrwert

Healthy Food
Gemüse und Pfefferkörner auf Schneidebrett

Ich möchte mir in Zukunft folgende vier Regeln zu Herzen zu nehmen, damit ich möglichst gesunde Blog-Kost produziere:

  1. Eine knackige Überschrift reicht alleine nicht! Es muss auch was dahinter stecken. Um beim Vergleich mit Essen zu bleiben, ist es dann wie mit der Verpackung eines Fertigmenüs: Der Inhalt in der Plastikschale passt nicht zu dem appetitanregenden Bild auf dem Pappkarton.
  2. Koch deine eigene Suppe! Niemand braucht 100 Artikel, die immer wieder das gleiche Thema beleuchten. Wenn du schon nichts „Neues“ bringst, dann gib bekannten Themen deine eigene Note und sei unterhaltsam. Das ist ein bisschen so, als wenn du beim Kochen von traditionellen Gerichten mit anderen Produkten und Gewürzen experimentierst.
  3. Weniger ist mehr! Produziere lieber zwei gut recherchierte Beiträge mit echtem Mehrwert für deine Leser anstatt jeden Tag ein „Fertiggericht“ zu veröffentlichen.
  4. Lerne neue Quellen kennen! Wer nur schreibt und sich immer wieder auf den selben Blogs und Magazinen aufhält, kann schwerlich seinen Horizont erweitern. Unternehme Ausflüge zu neuen Autoren, Zeitschriften und Webseiten und erhalte so neue Impulse für deine Artikel.

Hast du noch Tipps für schmackhaften Blog-Content? Dann freue ich mich auf deinen Kommentar! :)

Quellen:

Klaus Eck: „Es gibt im Content Marketing zuviel Bubble Gum.“ In PR-Blogger
Kerstin Hoffmann: Web oder stirb! Erfolgreiche Unternehmenskommunikation in Zeiten des digitalen Wandels. S. 15 (Haufe, 2015)

Kommentare

Alex L am

Hallo Kristina,
und das ist genau das, was ich an mehr als 10 Stunden in der Woche tue, nämlich zahlreiche fremde Blogs wie dieses lesen, mich zu meinen Themen informieren, uptodate bleiben und Spass am Netzwerken haben. Es gehört zu meinem festen Bestandteil im Blogger-Alltag und so möchte ich es langfristig gesehen nur noch handhaben.

Du hast ja auch Recht, man muss auch mal das eigene Blog verlassen, denn man verödet nach Jahren. Es reicht nicht, nur seine eigene Schreibe Korrektur zu lesen und man sollte auch mal andere Blogs lesen. Das gehört nun mal zum Blogging und so denken sicherlich viele andere KollegInnen, nehme ich stark an.

Zwischen-Überschriften, mehrere Bilder bei langen Blog-Posts, Tabellen, Videos setze wegen Urheberrechten niemals ein und produziere eigene auch nicht, alles andere kann ich anbieten.

Als ich die Überschrift dieses Artikels las, kam mir die Frage in den Kopf, was ist nur gemeint mit dem Kaugummi-Content :) Aber nun bin ich weiter damit.