Kreativitätstechniken: Die SIL-Methode

Kreativitätstechniken (2): Die SIL-Methode

Nachdem wir im letzten Beitrag dieser Reihe die Walt-Disney-Methode vorgestellt haben, ist dieses Mal die SIL-Methode dran. SIL – das steht für „Systematische Integration von Lösungselementen. Wie sich mit dieser Methode die Synergie in kreativen Teams verstärken lässt, erfahrt Ihr im heutigen Blog-Beitrag.

Durchführung

Anders als bei einem klassischen Brainstorming beschäftigt sich jeder Teilnehmer ungefähr eine halbe Stunde intensiv mit der aktuellen Aufgaben- bzw. Problemstellung. Jeder erarbeitet für sich einen eigenen Lösungsvorschlag.

Dann bittet der Moderator den ersten Teilnehmer seine Idee zu präsentieren. Die Grundzüge / Eckdaten dieser Lösung werden auf einem Poster o. Ä. festgehalten (Überschrift: Idee 1). Im Team wird dann diskutiert, welche Vorzüge dieser Lösungsvorschlag hat. Diese werden auf einem zweiten Poster festgehalten (Überschrift: Besonders gut daran ist …).

Danach trägt der zweite Teilnehmer seine Idee auf dieselbe Weise vor. Nun wird versucht, aus beiden Lösungsvorschlägen eine Kombination, also eine integrierte Lösung, zu erstellen. Diese Kombinationsidee wird auf einem dritten Poster festgehalten (Überschrift: Integrierte Lösungen).

ideen

Eine dritte Lösungsvariante wird nach der Vorstellung darauf untersucht, wie sie sich noch sinnvoll in die Kombinationsidee einfügen lässt. Das Team muss aber auch prüfen, ob Idee 3 und 1 oder3 und 2 zu anderen interessanten Kombinationsideen führen könnten.

Wenn alle Teilnehmer auf diese Weise Ihre Idee vorgestellt haben, ist der Prozess beendet.

Auswertung

Wir Ihr feststellen könnt, entstehen bei dieser Methode sowohl Individual-Lösungen als auch gemeinsame Ideen. Alle diese Varianten fließen nachher in das Ergebnis-Protokoll ein, d. h. es ergibt sich eine gewisse Fülle an guten Ideen.

Jeder Teilnehmer bekommt die Chance seine Gedanken vorzustellen und hat genug Zeit, um sich darauf vorzubereiten – anders als beim Brainstorming, das eine gewisse Spontanität voraussetzt und stillere Kandidaten vielleicht manchmal auch nicht „zu Wort kommen lässt“.

Beiträge der Kreativitäts-Reihe:

>> Kreativität – Was ist das eigentlich?

>> Kreativitätstechniken (1): Die Walt-Disney-Methode

Kommentar hinzufügen