WordPress HowTo: So verwendest du Yoast SEO

Um Yoast SEO zu installieren, meldet ihr euch im Backend der WordPress Seite an und klickt im Menü auf Plugins. Im Untermenü wartet bereits der Eintrag Installieren. Diesen wählt ihr aus und sucht über die Suchleiste nach Yoast SEO. Mit einem Klick auf Installieren integriert ihr das Plugin in WordPress und könnt es anschließend aktivieren. Der erste Schritt ist getan. Jetzt zur Einrichtung.

  1. Yoast SEO: Eine Übersicht
    1. Allgemein: Die Basis legen
    2. Die Darstellung in der Suche
  2. Social: Accounts sichtbar machen
  3. Werkzeuge für effektiveres Arbeiten
  4. Yoast SEO im Alltag verwenden
    1. Der Ausschnitt-Editor
    2. Die Fokus-Keyphrase
    3. Check: Die SEO-Analyse
    4. Präsenter in Social Media
  5. Fazit

Yoast SEO: Eine Übersicht

Yoast SEO versteht sich als umfangreiches Werkzeug, welches im Hintergrund arbeitet und eure WordPress Seite in möglichst vielen Bereichen besser macht – nicht zwingend besser für Besucher, dafür aber für Suchmaschinen. Nach der Optimierung können diese eure Seite schneller und besser verstehen, was den Weg für höhere Platzierungen bei Suchanfragen erlaubt. Das wiederum bedeutet: mehr Besucher für eure Seite.

Wer im Backend auf den neu erschienenen Menüpunkt „SEO“ klickt, findet eine Auswahl an Unterpunkten, welche die Konfiguration von Yoast SEO erlauben. Unterschieden wird zwischen Folgenden:

  • Allgemein erlaubt es, die Einführungstour zu starten, sich über Updates zu informieren oder Webmaster-Tools-Verifizierungen vorzunehmen. Ebenso lassen sich einzelne Funktionen des Plugins an- sowie ausschalten.
  • Unter Darstellung in der Suche findet ihr die Möglichkeit, die Vorschau zu definieren und die Suchmaschinen in Ergebnislisten anzuzeigen. Hier findet ihr auch einige weitere Optionen, die dabei helfen, klar zu bestimmen, was wie bei Google zu sehen sein wird.
  • Gibt es Profile in den sozialen Netzwerken, können diese unter Social definiert werden.

Allgemein: Die Basis legen

Beginnen wir mit dem Punkt Allgemein. Wer diesen anklickt, findet unter dem Reiter Dashboard einen Überblick zu den wichtigsten Informationen. Gibt es Probleme? Was hat das letzte Update mit sich gebracht? Das und mehr wartet hier.

Der Reiter Funktionen widmet sich den einzelnen Bestandteilen von Yoast SEO. Per Schalter wird angegeben, ob die SEO Analyse benötigt wird oder der Text Link Zähler aktiv sein soll. Auch das Menü in der Adminbar oder die XML-Sitemaps können hier aktiviert werden. Diesen Bereich solltet ihr euch unbedingt nach dem ersten Kennenlernen von Yoast SEO anschauen. Nicht benötigte Funktionen können dann deaktiviert werden, was für mehr Übersicht und womöglich auch eine bessere Performance sorgt.

Unter Integrationen verbergen sich Dienste, die sich mit Yoast SEO verknüpfen lassen. Zu diesen zählen das bekannte Tool SEMrush sowie das Made-in-Germany-SEO-Tool Ryte. Dank der Intergration kann SEMrush in Zukunft anhand des hinterlegten Fokus-Keywords Tipps für Optimierungen geben.

Unter Webmaster-Tools lassen sich Verbindungen zur Google Search Console herstellen. Ebenso vertreten sind hier entsprechende Möglichkeiten zur Verknüpfung mit Baidu, Bing und Yandex.

Die Darstellung in der Suche

Unter Darstellung in der Suche werden unter anderem die beiden essenziellen Elemente Meta-Title und Meta-Description definiert. Bevor ich die dazugehörigen Einstellungen vorstelle, will ich euch den hohen Wert dieser Punkte erklären. Sucht jemand nach einem für euch interessanten Begriff und findet euch auf Platz 3 sowie einen Mitbewerber auf Platz 4, können Meta-Title und Meta-Description darüber entscheiden, welcher Eintrag angeklickt wird. Wie genau die Meta-Angaben aussehen können, zeigt ein Beispiel von der OTTO-Startseite.

So findet ihr im Meta-Title die Marke, die Beschreibung der Kategorie (Haushaltsgeräte & Haushaltsartikel) ergänzt um online kaufen. Abgeschlossen wird der Meta-Title mit der Marke (OTTO). Verlockend ist die Meta-Description, wo man auf „Top Marken“ sowie „Aufbau- & Mitnahmeservice“ hingewiesen wird. Und wem das nicht reicht, der findet noch ein aktives „Jetzt bestellen!“.

Das Element, welches ihr im Meta-Title zwischen "Haushaltsgeräte & Haushaltsartikel online kaufen" sowie "OTTO" findet (|), versteht sich als Trennzeichen. Ihr könnt es unter dem Menü Title & Metas bei Allgemein definieren. SEO Yoast unterscheidet zwischen mehr als zehn Zeichen, die ihr zur Trennung verwenden könnt. Testet einfach mal einige Varianten aus. Das von euch gewählte Zeichen wird genutzt, um den Artikel- bzw. Seitennamen vom Blog-Namen zu trennen (z. B. So installiert ihr TYPO3 – Mittwald Blog / So installiert ihr TYPO3 | Mittwald Blog)."

Unter Homepage könnt ihr nun nicht nur den Seitentitel (Meta-Title) definieren, sondern auch die Meta-Beschreibung (Meta-Description). Hierbei könnt ihr mit Platzhaltern arbeiten, die Yoast SEO in seiner Knowledge Base beschreibt. Diese Platzhalter lassen sich auch in den folgenden Meta-Title- und Meta-Description-Feldern verwenden.

Dass Google mittlerweile mehr als nur klassische Suchergebnisse zeigt, wird jedem schon mal aufgefallen sein. Um auch in diesem Bereich gut aufgestellt zu sein, können unter „Homepage“ Einstellungen dazu vorgenommen werden. Diese unterscheiden sich, je nachdem wie die Website zur Darstellung einer Person oder einer Organisation genutzt wird.

Weiter zum Reiter Inhaltstypen: Inhaltstypen sind z. B. Artikel (post) oder Seiten (page). Für diese und ggf. weitere können Einstellungen zu Meta-Description und Meta-Title vorgenommen werden. Ebenso kann allgemein definiert werden, ob Inhaltstypen für Google ausgeblendet werden sollen. Das ist in der Regel nicht empfehlenswert, in manchen Fällen aber sinnvoll.

Über den Reiter Medien kann man definieren, wie mit Anhangs-URLs umgegangen werden soll. Empfehlenswert ist der voreingestellte Wert „Ja“.

Während Inhaltstypen sich um konkreten Inhalt drehen, stellt der Reiter Taxonomien die Seiten dar, die zur Strukturierung der Inhalte genutzt werden. Das sind in WordPress klassischerweise Kategorien und Schlagwörter. Für diese und gegebenenfalls weitere werden die gleichen Einstellungen vorgenommen wie bereits bei den Inhaltstypen. Ergänzend sei hier erwähnt, dass es Sinn ergeben kann, einige der Taxonomien auf noindex zu setzen (also aus den Suchergebnissen auszublenden), wenn sie doppelten Inhalt liefern. Gibt es z. B. eine Kategorie mit dem Namen „WordPress“ und ein Schlagwort mit dem Namen „WordPress 5.7“, kann es effizienter sein, nur die Kategorie an Google zu schicken. Wie auch sonst beim Arbeiten mit noindex gilt: Obacht!

Der Reiter Archive ist vor allem wichtig für Seiten mit vielen Artikeln. Hier wird erklärt, ob Autoren- und Datumsseiten mit in den Index aufgenommen werden sollen. Und wenn ja, wie ihre Meta-Infos auszusehen haben. In der Regel ergibt das Indexieren von Archiven nur wenig Sinn und verbraucht nur Crawler-Budget.

Wo Breadcrumbs genutzt werden, erlaubt Yoast SEO unter dem Reiter Breadcrumbs ihre Darstellung zu definieren. Breadcrumbs können eine spannende Möglichkeit sein, eine komplexe URL in eine verständliche Navigation zu verwandeln.

Nach wie vor werden auch RSS-Feeds von einigen Menschen in Anspruch genommen. Sie können im Reiter RSS um Variablen vor und nach dem Feed ergänzt werden.

Social: Accounts sichtbar machen

Suchmaschinen haben es gerne, wenn sie Verbindungen zwischen Websites und dazugehörigen sozialen Netzwerken darstellen können. So können Besucher nicht nur schnell Artikel von eurem Unternehmen lesen, sondern auch mit wenigen Klicks sehen, welcher YouTube-Channel oder welche Facebook-Seite dazu gehört.

Unter Konten findet ihr eine Liste mit sämtlichen möglichen Verbindungen zu sozialen Netzwerken. Sucht einfach eure URLs und tragt diese in das entsprechende Feld ein.

Wird eine URL von eurer WordPress Seite auf Facebook geteilt, könnt ihr unter dem entsprechenden Reiter ein ansprechendes Vorschaubild mit Titel und passender Beschreibung anlegen. Diese Werte werden dann für die Startseite und die Unterseiten übernommen. Was die Integration von relevanten Werten für Facebook bewirken kann, zeigt folgende Grafik.

Facebook Post Artikel

Daneben erlauben es die Reiter Twitter und Pinterest, für die Netzwerke dazugehörige Verbindungen anzulegen. Schaut sie euch an, wenn ihr in den Netzwerken aktiv seid. Sonst könnt ihr sie getrost ignorieren.

Werkzeuge für effektiveres Arbeiten

Yoast SEO bietet seinen Nutzern viele praktische Werkzeuge. Diese möchte ich euch im Folgenden vorstellen.

Mit Import und Export erlaubt es Yoast SEO, Einstellungen von anderen Seiten zu übernehmen oder weiterzugeben. Das ist sinnvoll, wenn ihr eine Website umzieht und dabei Plugins neu einrichtet. Wollt ihr die Einstellungen nicht über einen Datenbankumzug mitnehmen, könnt ihr das mit der Import-und-Export-Funktion machen.

Der Datei-Editor versteht sich als Editor für die robots.txt und die .htaccess-Datei. Die robots.txt wird genutzt, um z. B. Verzeichnisse zu sperren oder einzelnen Bots (Programme, die das Internet durchsuchen) den Zutritt zu verweigern. Die .htaccess-Datei erlaubt es, verschiedenste Weiterleitungen einzurichten. So könnt ihr nach einem Domain-Umzug über die Datei erklären, wohin Besucher geleitet werden sollen, die noch die alte URL aufrufen. Auch könnt ihr damit, wenn ihr ein SSL-Zertifikat besitzt, sämtliche http-Anfragen auf https weiterleiten. Solltet ihr mit den Funktionen nicht vertraut sein, könnt ihr den Datei-Editor ruhig ignorieren. Es gibt zahlreiche WordPress Installationen, bei denen weder die robots.txt noch die .htaccess jemals angepasst wurden.

Mit Massenbearbeitung ist es möglich, sämtliche Artikel und Seiten aufzulisten und dann direkt Meta-Title und Meta-Description anpassen – wundervoll, wenn ihr euren Blog mal SEO-technisch auf Vordermann bringen und hierfür nicht jeden Artikel öffnen wollt.

Yoast SEO im Alltag verwenden

Okay, alle Einstellungen sind getätigt. Nun geht es an die eigentliche Optimierung in Beiträgen und Seiten. Erstellt hierfür einen Beitrag oder öffnet einen bestehenden. Ihr findet unter dem Editor die Box „Yoast SEO“. In dieser ist es möglich, einige wichtige Anpassungen vorzunehmen.

Diese Box ist ein wichtiger Zwischenstopp, bevor ihr einen Artikel veröffentlicht. Denn nur, wenn ihr eure Beiträge und Seiten gut optimiert, erreicht ihr auch möglichst viele Besucher über Suchmaschinen.

Der Ausschnitt-Editor

Der Ausschnitt-Editor findet sich am Anfang der Box und zeigt, wie der Beitrag oder die Seite später in den Suchmaschinen präsentiert wird. Klickt auf Code-Schnipsel bearbeiten, um den Editor zu öffnen. Hier könnt ihr Meta-Title und Meta-Description anpassen. Experimentiert dabei mit unterschiedlichen Zeichen und Texten, um eine für euch ansprechende Beschreibung zu schaffen.

Die Fokus-Keyphrase

Damit ihr erweiterte Tipps zur Optimierung bekommt, ist es notwendig, eine Fokus-Keyphrase zu definieren. Für diesen Beitrag könnte das Yoast Tutorial hilfreich sein. Gebt euren gewählten Begriff ein, zu dem ihr später in Suchmaschinen mit diesem Beitrag gefunden werden wollt. Yoast SEO beginnt dann auch schon zu überprüfen, wie gut der Text zu dem Begriff passt. Hierbei wird die Dichte des Begriffs ebenso gecheckt wie der Aufbau von Beitragstitel und Zwischenüberschriften.

Check: Die SEO-Analyse

Sämtliche Empfehlungen zur Optimierung werden unter SEO-Analyse zusammengefasst. Das dazugehörige Ampel-System erklärt euch, welcher Punkt gut, verbesserungswürdig oder problematisch ist. Arbeitet die Empfehlungen durch und optimiert euren Beitrag entsprechend. Dabei geht es weniger darum, nur gute Ergebnisse zu haben, sondern um das Beachten der wichtigsten SEO-Regeln.  

Feinoptimierungen für euren Beitrag
 

Ihr findet unter der SEO-Analyse im Bereich Erweitert, Ampel ein Zahnrad, welches euch in die erweiterten Einstellungen für den Beitrag bringt. Dort könnt ihr definieren, ob ihr den Beitrag auf noindex oder nofollow stellen wollt. Daneben habt ihr die Möglichkeit, eine Canonical-URL zu definieren. Viele Begriffe, viele Fragezeichen?

Meta Robots Index
 

Über diesen Wert könnt ihr definieren, ob der Beitrag für Suchmaschinen sichtbar (index) oder unsichtbar (noindex) sein soll. Noindex ist immer dann sinnvoll, wenn es sich um einen Beitrag handelt, der für Besucher über Suchmaschinen irrelevant ist (z. B. Alles Gute für das Jahr 2000!).

Meta Robots Follow
 

Es kann passieren, dass ein Beitrag von euch viele Links zu thematisch fremden Seiten auflistet. Das kann problematisch sein, verfälscht es ja den Themenschwerpunkt der Seite. Ein gutes Beispiel hierfür sind Linksammlungen, die jeden Monat oder jede Woche veröffentlicht werden. Mit einem Klick auf nofollow wird sichergestellt, dass die Links im Artikel nicht gewertet werden.

Canonical URL
 

Kopiert ihr eine Pressemitteilung oder einen Artikel, kann es sinnvoll sein, Suchmaschinen auf den ursprünglichen Inhalt zu verweisen. Das ist möglich mit der Canonical URL. Diese Funktion wird im Alltag selten gebraucht und darf daher von Einsteigern ignoriert werden.

Präsenter in Social Media

Zuletzt erwähnt sei der Reiter Social. Hier könnt ihr relevante Inhalte zum Teilen auf sozialen Netzwerken definieren. Diese können z. B. genutzt werden, um einen geteilten Artikel auf Facebook ansprechend darzustellen.

Fazit

Zugegeben: Die Ersteinrichtung von Yoast SEO kann für Einsteiger etwas langwierig sein. Ist aber die Grundlage geschafft, profitiert man von einer wundervollen Basis, einem perfekten Begleiter für eine optimierte Website. Kombiniert mit dem regelmäßigen Check der Yoast SEO Box bei Beiträgen, liefert ihr Suchmaschinen zahlreiche Informationen, die für eine gute Indexierung benötigt werden.

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