Der Onlinehandel als Vorteil für Filialisten

Der Onlinehandel als Vorteil für Filialisten

Der Onlinehandel boomt. Immer mehr Personen kaufen Produkte im Internet oder nutzen Onlineshops zu Recherchezwecken. Dennoch bietet das Onlineshopping kaum das reale „Shoppinggefühl“, sodass auch weiterhin stationäre Filialen gerne besucht werden. Die Recherchemöglichkeiten im Internet sorgen allerdings dafür, dass die zu erwerbenden Produkte online meist zu günstigeren Preisen gefunden werden. Hinzu kommt, dass der Kauf per Klick nicht nur einfacher, sondern auch schneller ist. Was ist nun also besser und bringt mehr Umsatz?

  1. Der Boom des Onlinehandels
    1. Produkte jederzeit direkt verfügbar
    2. Onlineprodukte als praktische Werbung
  2. Google My Business Einträge als Must-have
  3. Online- und Offlinehandel kombinieren
  4. Fazit: Online-Einkaufsmöglichkeit als gute Erweiterung

Der Boom des Onlinehandels

Immer mehr Menschen kaufen verschiedenste Produkte nicht mehr direkt in der Filiale, sondern über das Internet – bequem von Zuhause oder unterwegs. Neben den eigenen Webshops der Unternehmen fällt die Wahl häufig auf Onlinekaufhäuser oder sogenannte „Marketplaces“. Denn das Onlineshopping bietet viele Vorteile: Die gewünschten Produkte werden rasch angezeigt, die Auswahl ist groß und die Versandzeiten mitsamt Versandkosten halten sich meist gering. Zugleich werden die einzelnen Online-Einkaufsmöglichkeiten gerne für Recherchezwecke genutzt. So kann man schnell feststellen, welcher Händler das gewählte Produkt in der gewünschten Ausführung zu einem bestimmten Preis führt, ohne die Filialen einzeln besuchen und einen aufwendigen Preisvergleich vor Ort tätigen zu müssen.

Dennoch besitzt das Onlineshopping einen großen Nachteil im Vergleich zum „Offlineshopping“: Die Produkte können nur über Bilder begutachtet werden. Die Maße, die verwendeten Materialien, die Verarbeitung oder auch der Geruch lassen sich nur erahnen. Aus diesem Grund kombinieren viele Käufer Online- und Offlineshopping, indem sie bestimmte Produkte wie etwa Lebensmittel vor Ort kaufen, Freizeitartikel wie beispielsweise Bücher, Computerzubehör oder CDs aber online bestellen.

Offlineshopping

Produkte jederzeit direkt verfügbar

Onlineshops sind rund um die Uhr, jeden Tag in der Woche und das gesamte Jahr über offen. Somit sind Shoppingtouren nicht auf eine Tageszeit oder einen bestimmten Wochentag begrenzt. Die angebotenen Produkte lassen sich jederzeit bestellen und auch einfach zurückschicken. Um das gewünschte Produkt sobald wie möglich in seinen Händen zu halten, muss man also nicht zwingend das Haus verlassen. Ein Manko gibt es aber: Die persönliche Beratung, wie sie in vielen Geschäften angeboten wird, fehlt. Die Entscheidung muss also ohne Hilfe getroffen werden. Ist man sich aber sicher und möchte das Produkt online erwerben, hat man meist zudem noch Glück und das direkt verfügbare Produkt ist günstiger als das vergleichbare Objekt in der Filiale.
Aus diesen Gründen versuchen Unternehmen mit stationären Filialen, Online- und Offline-Einkaufsmöglichkeiten anzubieten, um eine breite Masse an Kunden anzusprechen.

Onlineprodukte als praktische Werbung

Da viele Konsumenten Onlineshops und generell das Internet nicht nur für Einkäufe, sondern ebenfalls zu Recherche- und Vergleichsmöglichkeiten nutzen, stellen Onlineprodukte eine gute und effektive Möglichkeit dar, Werbung für das eigene Unternehmen zu betreiben. Neben der Chance, die einzelnen Produkte direkt in Shops oder Marketplaces zu platzieren und die Kunden damit auf das Unternehmen und seine Produktpalette aufmerksam zu machen, starten die Unternehmen häufig eigene Online-Marketing-Strategiepläne. Diese beinhalten in der Regel das Aufsetzen von Anzeigen bei Suchmaschinen wie etwa Google.

Google AdWords ist Googles eigene Werbemöglichkeit für Unternehmen jeglicher Art. Die kurzen Werbeanzeigen, welche Keywords zu den Produkten oder Dienstleistungen enthalten, werden bei Suchanfragen unterhalb der Eingabeleiste angezeigt. Die Anzeigen sollen die Bekanntheit der Shops und ihrer Produkte erhöhen, sodass die Kunden diese entweder im Onlineshop oder falls vorhanden vor Ort in der Filiale kaufen.

Zusätzlich bietet Google Shopping gegen Gebühr ein direktes Listing von Produkten, sodass potenzielle Kunden die Produkte bereits direkt auf der Suchergebnisseite präsentiert bekommen.

Und genau an dieser Stelle können Offlinehändler punkten – aufgrund der sehr genauen Standort-Verwendung bei den Suchanfragen, können lokale Suchergebnisse eingeblendet werden. Sucht der Nutzer also nach einem bestimmten Produkt, so kann dieses mit dem Zusatz der ungefähren Entfernung zum Laden einen besonderen Klick und dadurch auch einen Kaufreiz auslösen. Diese unmittelbare Produktnähe bietet unter Umständen einen höheren Mehrwert als die 24h-Expresslieferung der großen Marketplaces.


Google My Business Einträge als Must-have

Unternehmen, die ihre Produkte zahlreichen Menschen anbieten möchten, kommen um Google My Business Einträge nicht herum. Die kostenlosen Brancheneinträge auf Google beinhalten unter anderem die Adresse des Unternehmens, seine Öffnungszeiten, Kontaktdaten wie etwa Telefonnummer und E-Mail-Adresse, Wegbeschreibungen zur Filiale sowie gegebenenfalls Rezensionen. Suchen potenzielle Kunden also explizit nach dem Unternehmen oder nach der Unternehmensart auf Google, blendet die Suchmaschine die vorhandenen Daten sofort bei der Suchanfrage ein und leitet auf andere Webseiten wie etwa den Onlineshop weiter oder navigiert auf schnellstem Wege zum lokalen Geschäft.

Öffnungszeiten

Online- und Offlinehandel kombinieren

Online- und Offlinehandel sind schon längst keine trennbaren Einkaufsmöglichkeiten mehr. Viele Unternehmen gehen immer öfter dazu über, ihre stationären Filialen mit Online-Einkaufsmöglichkeiten wie etwa einem eigenen Webshop zu kombinieren. Diese Verknüpfung bietet den Vorteil, auf zahlreiche verschiedene Kundentypen effizient einzugehen und den Umsatz zu erhöhen. Möchte Kunde A beispielsweise vor Ort einkaufen und setzt dabei auf eine Fachberatung, nutzt Kunde B dafür ausschließlich den Onlineshop. Kunde C hingegen informiert sich online über das Angebot und kauft die Ware im Geschäft.

Die Händler können aber durch eine Lieferung oder direkte Bereitstellung im Ladengeschäft punkten – die Ware ist lokal und meist zum Onlinepreis erhältlich. Lieferungen in die Filialen können ein zusätzlicher Mehrwert für die Kunden bieten. Ein Beispiel: Es werden dringend Ersatzteile für den Kühlschrank benötigt, die eigentlich am nächsten Tag geliefert werden sollten. Doch der Paketbote kann das Paket nicht zustellen und eine Abholung in der Paket-Filiale ist erst am Folgetag möglich. Ärger, der durch Lieferungen zum Ladengeschäft vermeidbar ist.

Damit die Kombination aus Online- und Offlinehandel tatsächlich erfolgreich ist, müssen die einzelnen Unternehmen allerdings passende Multi-Channel-Marketingstrategien kreieren und diese gekonnt umsetzen.

Fazit: Online-Einkaufsmöglichkeit als gute Erweiterung

Da das Einkaufsverhalten von zahlreichen Konsumenten immer stärker in Richtung Onlineshopping geht, erweitern zahlreiche stationäre Unternehmen mit eigener Filiale ihr Angebot in diese Richtung. Der Onlinehandel bietet nicht nur den Vorteil, den Umsatz zu erhöhen, sondern auch mehr Kunden anzusprechen und dementsprechend die eigene Bekanntheit zu steigern. Eigene Onlinewerbedienste wie etwa Google AdWords oder kostenlose Einträge bei Google My Business unterstützen dieses Vorhaben wesentlich. Kombinieren Unternehmen zudem Online- und Offlinehandel mit einer passenden Marketingstrategie, sind sie in der Lage, einen breiten Kundenkreis anzusprechen.

Seid ihr Teil eines Unternehmens, das „zweigleisig“ fährt, dann erzählt uns gerne in einem Kommentar, wie es klappt. Oder seid ihr Verfechter nur eines Shoppingkanals – entweder Onlineshop oder Geschäft? Dann lasst es uns wissen. Wir freuen uns über eure Kommentare.

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