Gutes Klima bei Mittwald: Aufforstung des MittWalds

Unser Plan

Wir haben uns vorgenommen, dass wir den Klimaschutz selbst mit in die Hand nehmen und nicht irgendwo, sondern hier in der Region einen klimastabilen Mischwald aufforsten wollen.

Dabei haben wir bewusst eine Ackerfläche ausgewählt, deren Ackerzahl geringer und damit weniger gut für den Ackerbau geeignet ist als vergleichsweise andere Flächen. 
(Anmerkung: Die Ackerzahl ergibt sich aus der Bodenzahl, welche die Fruchtbarkeit des Bodens bestimmt, und weiteren Faktoren wie z. B. dem Klima und der Beschaffenheit des Geländes.)

Die Mittwald Klima-Taskforce vor Ort.
Die Klima-Taskforce trifft sich zum Aufforsten am MittWald.

Beitrag zum nationalen Klimaziel 

Unser Engagement können wir nicht in unsere eigene Klimabilanz einrechnen, sondern es erfolgt zusätzlich zu den von uns ausgewählten hochwertigen Kompensationsprojekten. Denn: Eine Kompensation unserer CO2-Emissionen ist in Deutschland nicht möglich, da nach dem aktuellen klimapolitischen Rahmen die dadurch eingesparten Treibhausgase dem nationalen Klimaziel angerechnet werden. 

Die Bedeutung des Waldes 

Wälder leisten dank der Fotosynthese einen signifikanten Beitrag zur Minderung der Treibhausgaskonzentration in der Luft. Neben Ozeanen sind Wälder außerdem die größten Kohlenstoffspeicher. Im nachwachsenden Holz werden große Mengen CO2 gespeichert. Die gespeicherte Menge hängt von der Baumart und den Wuchsbedingungen ab. Wälder in den gemäßigten Breiten mit einem mittleren Baumalter von 55 Jahren binden jährlich 10,6 Tonnen CO2 je Hektar. Optimal ist es, wenn das Holz genutzt wird und daraus ein Dachstuhl oder ein langlebiges Möbelstück wie z. B. ein Tisch entsteht. So lässt sich pro Festmeter Holz rund eine Tonne CO2 viele Jahrzehnte speichern.

Weitere Wald-Facts

Carina beim Aufforsten

Mischwald im MittWald

Mit Blick auf die Biodiversität aber auch zukünftige klimatische Herausforderungen haben wir uns für die Pflanzung eines Mischwaldes entschieden. Auf der 2,7 Hektar großen Fläche wachsen über 7800 Bäume. Unter den 14 verschiedenen heimischen Baum- und Straucharten sind unter anderem Stieleichen, Hainbuchen, Ebereschen, Schwarzdorn, Haselnüsse oder auch Roter Hartriegel. 

Verteilung der Baumarten nach Fläche

Kreisdiagramm

Schutz und Pflege

Damit unsere jungen Bäume eine Zukunft als Wald haben, wurden sie eingezäunt, um sie in den ersten Jahren vor Wildverbiss zu schützen. Auch eine Pflege der jungen Bäume ist notwendig, damit ein klimastabiler Mischwald entstehen kann. Hier wird sich in den nächsten Monaten und vor allem im Frühjahr zeigen, wie viel Pflegeaufwand notwendig ist. Denn ein trockener Frühling, ohne viel Niederschlag, wirkt sich negativ auf das Wachstum der noch jungen Bäume aus. Unser Förster wird dazu nun in regelmäßigen Abständen die Fläche kontrollieren. Und auch wir behalten unseren „MittWald“ natürlich genau im Auge.  

Bis es sich um einen richtigen dichten Wald handelt, dauert es natürlich noch einige Jahre, aber wir sind schon sehr darauf gespannt den Wachstumsprozess und die Entwicklung unseres „MittWalds“ im Zeitverlauf zu sehen und werden euch hier auf dem Laufenden halten.  

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