Wie ihr Besucher von Instagram & Pinterest auf eure Webseite bringt

Privat lieben wir sie, die auf Bilder spezialisierten Netzwerke Pinterest, Instagram und ähnliche. Unternehmen bereiten sie manchmal allerdings mehr Frust als Lust. Denn so fleißig sie hier auch sind, so wenig profitieren sie von den Plattformen. Wir erklären euch, wie ihr Nutzer der Netzwerke nicht nur als Abonnenten gewinnt, sondern damit auch Besucher auf eure Webseite bringt.

  1. Vorab gefragt: „Müssen Abonnenten auf meiner Webseite landen?“
  2. Abonnenten verstehen
  3. In der Theorie: Wie du aus typischen Pinterest- und Instagram-Abonnenten Webseitenbesucher machst
  4. Und nun zur Praxis
  5. Zusammengefasst: So generiert ihr Webseitenbesucher aus Instagram und Pinterest

Vorab gefragt: „Müssen Abonnenten auf meiner Webseite landen?“

Bevor wir euch Tipps geben, um über Pinterest und Instagram Besucher zu erhalten, sollten wir diese Frage klären. Denn Maßnahmen wären sinnlos, wenn eure Abonnenten eigentlich genau dort sind, wo ihr sie haben wollt.

Generell gilt, dass Unternehmen von Plattformen wie Pinterest und Instagram Gewinne erwarten. Man pflegt das Profil dort nicht nur zum Spaß an der Freude. Und auch wenn ehemals der Grund zum Start „Die anderen machen das auch“ war, sollte die Sicht heute anders sein: Ja! Nutzer der Plattformen sollen in irgendeiner Form zu zahlenden Kunden werden!

Es kann aber durchaus Fälle geben, wo Abonnenten dafür nicht auf die Webseite zu kommen brauchen. Dies gilt vor allem für Unternehmen, deren Produkte hauptsächlich in lokalen Geschäften verkauft werden. Hier reicht es aus, wenn sich Abonnenten mit der Marke beschäftigen und beim nächsten Einkauf an das Produkt denken. Hier sind die Verkäufe im lokalen Einzelhandel wichtiger als hoher Websitetraffic.

Der Hinweis auf ein Produkt, das vermutlich größtenteils in lokalen Märkten verkauft wird, macht einen Link auf einen Online-Shop überflüssig.

Abonnenten verstehen

Vielleicht interagieren ja sogar einige Leute auf den Plattformen mit euren Beiträgen und interessieren sich für diese. Das Problem dabei? Das Ziel! Eine Person auf Pinterest könnte beispielsweise als Ziel haben, Bilder für die eigene Pinnwand zu sammeln, um sie später bei Bedarf wieder aufrufen zu können. Kein Ziel, das für Unternehmen („Ja! Nutzer der Plattformen sollen in irgendeiner Form zu zahlenden Kunden werden!“) interessant ist.

Wir kennen das Problem. Nun aber zur Lösung.

In der Theorie: Wie du aus typischen Pinterest- und Instagram-Abonnenten Webseitenbesucher machst

Zuerst ist es notwendig zu definieren, was wir eigentlich genau von unserem Abonnenten erwarten. Soll er einen Beitrag favorisieren? Mit anderen teilen? Auf den Link gehen?

Und weiter gedacht: Was soll nach der ersten Handlung passieren? Geht es nur darum einen Link aufzurufen, oder auch um einen anschließenden Kauf?

Wir brauchen ein Ziel. Und abhängig vom definierten Ziel müssen wir unsere geteilten Beiträge gestalten.

Eine einfache Empfehlung, die aber weitreichende Bedeutung hat. Fangen wir an Beiträge auf Instagram, Pinterest, Twitter und Facebook ausgerichtet auf das dahinterstehende Ziel zu gestalten, gewinnen sie eine ganz andere Qualität.

Diese kurze Regel ist eine enorme Hilfe, um die eigentliche Frage (Wie können wir Besucher von Instagram & Pinterest auf die Webseite bringen?) zu klären. Lautet das Ziel für euren Beitrag „Besucher auf die Webseite bringen“, könnt ihr z. B. mit Teaserbildern, Fotos von Interviewpartnern oder vielleicht einem Interesse weckenden Zitat arbeiten. Hervorragende Möglichkeiten, um euer Ziel zu erreichen.

Da das Ziel dieses Beitrags das Informieren über die Präsenz bei einer Berufsausbildungsmesse ist, ist ein Verweis auf die Webseite nicht notwendig.

Ein Beitrag, der zum Teilen animieren soll, wird sich vielleicht eher als Fun-Fact, Gewinnspiel oder Eilmeldung darstellen. Anders hingegen ein Beitrag mit der Absicht zum Verkauf. Dort kann auf Storytelling, Produkttests oder ähnliches zurückgegriffen werden.

Und nun zur Praxis

Die Regel, vor dem Teilen von Beiträgen ein klares Ziel zu definieren, ist unsere Grundlage. Basierend darauf können wir verschiedene Techniken nutzen, um dem Ziel, Besucher auf die Webseite zu locken, näher zu kommen.

Arbeiten mit aussagekräftigen CTAs (Call-to-Action)

Wenn du möchtest, dass die User auf den Link zu deiner Website klicken, dann sag es ihnen doch einfach. Mit Sätzen wie „Mehr erfahren“, „Jetzt in den Warenkorb legen“ oder „Alle weiteren Infos hier“ wissen deine Abonnenten genau was von ihnen erwartet wird und was sie nach dem Link-Klick erwarten können.

Teaser, die neugierig machen

Wir alle wissen: Niemand liest sich auf Instagram, Pinterest und Co. lange Texte durch. Doch so kurz der Textanteil bei manchen Posts auch sein kann, so mächtig ist er doch. Teasert bewusst Informationen an, die neugierig auf mehr machen. Denn dann klicken eure Abonnenten bestimmt auf den beigefügten Link, um mehr zu erfahren. Hier ein paar Beispiele, wie das aussehen könnte:

  • „Erfahrt, welche 3 Produkte bei uns am häufigsten gekauft werden“
  • „Wir haben eine Studie untersucht, die alle WordPress-Fans kennen müssen“
  • „Unsere meistgelesenen Blog-Beiträge des letzten Jahres: Hier stellen wir sie vor“

Liefert mehr „All Time Favourites“

Wenn eure Seite bei Pinterest als Unternehmen registriert ist, habt ihr automatisch Zugriff auf Pinterest Analytics. Nutzt das! Denn hier könnte ihr bequem rausfinden, welcher Pin der Top Pin ist, welcher besonders viele Klicks bekommen hat, usw. Guckt euch genau an, welche Inhalte gut funktionieren und veröffentlicht mehr davon!

Kleiner Tipp: Die Lebensdauer der Inhalte auf Pinterest ist viel länger als auf anderen sozialen Plattformen. Manche Pins erhalten die gewünschte Aufmerksamkeit erst Tage oder Monate später, andere ploppen nach einem Jahr oder länger plötzlich wieder auf, wenn sie beispielsweise saisonal relevant sind. Macht euch also nicht verrückt, wenn ein Pin nicht sofort die erwünschte Wirkung bringt.

Mobile First

Haltet eure Links aktuell

Klingt erst mal selbstverständlich, ist aber besonders auf Pinterest gar nicht so einfach: Die Links müssen passen und alte Links fliegen raus! Denn nur wenn auch der richtige Link, z. B. zur Produktansicht im Onlineshop, hinterlegt ist, kommen die User überhaupt auf deine Website. Und wenn irgendwo ein veralteter Link hinterlegt ist und man gelangt nur auf eine 404-Seite, dann hält das die User unter Umständen sogar davon ab, den Pin zu speichern und dadurch mit seinen Freunden zu teilen.

Deshalb müsst ihr eure Pins und Instagram-Posts regelmäßig überprüfen um zu checken, ob die Links noch aktuell sind.

Zusammengefasst: So generiert ihr Webseitenbesucher aus Instagram und Pinterest

Allein das Veröffentlichen von Content auf Pinterest und Instagram wird Abonnenten noch nicht zu Kunden auf eurer Webseite machen. Es gilt bereits vor der Veröffentlichung zu klären: Was soll der Beitrag erreichen? Wie sollen Abonnenten darauf reagieren? Sind diese Fragen beantwortet, könnt ihr an die Gestaltung des eigentlichen Beitrags gehen.

 

Habt ihr noch weitere Tipps, wie man Abonnenten von Instagram und Pinterest auf seine Seite weiterleitet? Dann erzählt uns in den Kommentaren davon! ;)

Kommentare

  1. Gravatar
    Andreas Spieler am

    Viele Website Admins unterschätzen die Power, die man durch soziale Netzwerke erreichen kann. Hier habe ich unter https://www.spieler.net/instagram-stories-fuer-dein-marketing-nutzen/ einen ähnlichen Artikel veröffentlicht, der die sog. „Instagram Stories“ näher erläutert bzw. zeigt, wie man diese am Besten für sein Marketing einsetzen kann.

    Instagram und Pinterest geben uns so viele Möglichkeiten, die man vielleicht auf den ersten Blick überhaupt garnicht erkennt. Gräbt man sich aber etwas weiter in die Systeme hinein, entdeckt man ungeahnte Fähigkeiten ;)

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