No more likes: 5 Social-Media-Trends, um in 2020 trotzdem für Aufmerksamkeit zu sorgen

329 von 366 Tagen haben wir in diesem Jahr noch, um den neusten Social-Media-Trends nachzugehen. Doch, was wird in diesem Jahr in den sozialen Medien angesagt sein? Auf welche Trends solltet ihr setzen? Im letzten Jahr habe ich mit euch bereits sechs Social-Media-Trends für 2019 geteilt. Auch in diesem Jahr bin ich wieder auf die Suche gegangen, bin den neusten Trends hinterhergejagt und habe meine Top Prognosen für das Jahr 2020 ausgemacht. Wie ihr euch im unendlichen Kosmos der Social-Media-Plattformen einen Platz an der Sonne sichert? Finden wir es gemeinsam raus. ;-)
  

  1. No more Likes
  2. Das Potenzial der Nischen-Plattformen
  3. KISS – Keep it short and simple
  4. Holst du dir Bots ins Boot?
  5. Post with a purpose
  6. Alles neu?

No more Likes

Viele von euch werden es in den vergangenen Wochen bereits mitbekommen haben: Instagram plant, die Likes in Zukunft abzuschaffen. Die ersten Tests sind bereits in vollem Gange. In Teilen Kanadas und Australiens sind die Herzen nicht mehr öffentlich sichtbar. Für viele ein Schock. Aber was bedeutet das für Werbeträger und Influencer? Welche Konsequenzen wird diese Maßnahme für Werbung auf Instagram haben?

 

Eines ist sicher: Schafft Instagram die Likes endgültig ab, wird es das Netzwerk nachhaltig verändern.

Instagram will Likes abschaffen

Was will Instagram damit bezwecken? Die offizielle Begründung Instagrams: Sie würden die Likes abschaffen, um besonders die psychische Gesundheit der jungen Menschen schützen zu wollen. Doch das halten die meisten für einen vorgeschobenen Grund. Klar, viele Menschen definieren sich über die Anzahl der Likes. Sogar Unternehmen haben bei der Wahl der Influencer ein Auge auf die kleine Zahl neben dem Herz. Dem Konkurrenz- und Erfolgsdruck würde so aber auf jeden Fall der Wind aus den Segeln genommen werden.

 

Wichtig zu wissen: Entscheidet sich ein Unternehmen für einen Werbedeal auf Instagram mit einem Influencer, profitiert Instagram nicht davon. Daher vermuten viele, Instagram wolle mit dieser Maßnahme lediglich seine Umsätze steigern. Aber wie das? Ganz einfach: Bisher haben Unternehmen anhand der Likes den Erfolg ihrer Instagram-Kampagne bemessen. Ohne Likes wäre das nicht mehr möglich. Im Gegenteil, die Firmen würden auf die Aussagen der Influencer über ihren Erfolg vertrauen müssen. Das wiederum erhöhe das Risiko der Manipulation – so die These. Die Lösung: Auf Instagram Ads umsteigen. Sollte es also tatsächlich weltweit dazu kommen, dass Likes nicht mehr sichtbar sind, wird die Anzeigefunktion von Instagram deutlich attraktiver für Unternehmen.

 

Bleibt die Frage: Wenn Instagram vorlegt, werden die anderen sozialen Netzwerke nachziehen? Falls ja, wird sich das Influencer- und Social-Media-Marketing in den kommenden Jahren deutlich verändern und der Trend in Richtung Social Ads steigen.

Das Potenzial der Nischen-Plattformen

Die besten Beispiele für Newcomer, die sich von der Nischen-Plattform hoch zu den Top-Apps gekämpft haben: TikTok und Twitch. Letzteres ging bereits 2011 an den Start, konnte sich allerdings erst jetzt so richtig durchsetzen. Woran das liegt? Streaming und Live-Content erfreut sich einer immer größeren Beliebtheit.

Nachdem Musically eingestellt wurde, begann die Glanzstunde von TikTok. Kurzvideos, egal, ob Tier-, Tanz oder Beautyvideos, sind voll im Trend.

Ich sehe das Potenzial auf jeden Fall bei TikTok. Die App wächst rasant und ist nicht mehr nur bei Teenies beliebt.
Es bedient ideal das aktuelle Nutzerverhalten, ist schnell, einfach, kreativ und bunt, mit einer sehr geringen Einstiegshürde. Ob es ein neues YouTube wird, werden wir sehen, aber auf die nächsten 1-2 Jahre sehe ich auf jeden Fall noch deutliches Wachstum. 

Felix Beilharz, Berater für Online- und Social-Media-Marketing
Felix Beilharz im Interview mit Mittwald über TikTok.

Wie und ob man auf den Zug aufspringen und seine Werbegelder in diese und ähnliche Nischen-Plattformen investieren sollte, hängt ganz von der Antwort auf die Frage „Nutzt meine Zielgruppe diese Plattform?“ ab. Falls ihr euch dazu entscheiden solltet, TikTok zu nutzen, hat Felix einen Tipp für euch: 

Unternehmen haben die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Dazu müssen sie allerdings in der Lage sein, TikTok-geeigneten Content zu produzieren. Das dürfte vielen Unternehmen eher schwer fallen. Eine andere Option ist, mit Influencern zu kooperieren – entweder direkt  oder über TikTok angestoßen. Das verspricht momentan sehr hohe Reicheweiten und hohe Sympathiewerte. Schließlich wird es bald klassische Video-Werbung auf TikTok geben. Das wird dann auch für kleinere Unternehmen spannend, da die Direkt-Kooperationen mit der Plattform sehr teuer sind. 

KISS – Keep it short and simple

Vorrübergehende Inhalte sind und bleiben attraktiv. Den Beweis dafür haben uns Snapchat, Instagram und Co. in den letzten Jahren geliefert. So nutzten 2019 weltweit 500 Millionen User die Instagram Stories. 

Warum sie sich einer so großen Beliebtheit erfreuen? Die Art und Weise, wie der Nutzer Content aufnimmt, hat sich mit der Zeit stark verändert. Ein Grund, warum Stories so populär sind und warum sie es in diesem Jahr auch bleiben werden. Sie sind schnell angeschaut, stehen ganz oben im Feed und sind oftmals authentisch  gestaltet. Ein Gesamtpaket, das beim Nutzer ankommt. Besonders Unternehmen machen sich so nahbar und bekommen die Möglichkeit, sich von einer ganz neuen Seite zu präsentieren.

Holst du dir Bots ins Boot?

Künstliche Intelligenz hat im Marketing längst Einzug erhalten: Die Zielgruppe bestimmen, sie individueller ansprechen und Werbemaßnahmen entsprechend platzieren. Auch im alltäglichen Leben trägt bereits jeder eine kleine KI in der Hosentasche. Der Trend tendiert eindeutig Richtung KI-Nutzung – sowohl im Alltag als auch in der Arbeitswelt.

 

Einige Firmen setzen mittlerweile sogenannte Social Bots ein.Was diese tun? Sie sammeln die Daten, die in den Profilen der Nutzer zu finden sind. So lassen sich die User kategorisieren. Dementsprechend kann Werbung gezielterausgespielt werden. Im Marketing besteht die Möglichkeit innovative, kreative sowie personalisierte Kampagnen zu erstellen.

Wie vorteilhaft sind Bots wirklich?

 

Des Weiteren können Social Bots die tägliche Arbeit unterstützen. Laut einer McKinsey-Studie werden so bis zu 15 % der Tätigkeiten automatisiert. Der Trend der Social Bots ist allerdings mit Vorsicht zu genießen! Aktuell ist es noch nicht Pflicht, die Nutzung zu kennzeichnen. Findet ein User aber im Nachhinein heraus, dass er mit einem Bot kommuniziert hat oder ein Unternehmen ebendiese zur Sammlung von Daten nutzt, kann es das Ansehen der Marke schädigen. Ganz wichtig in 2020: der Datenschutz. Wer diese Bots einsetzen möchte, sollte sich vorher genauestens über den Datenschutz informieren, um in keinen Rechtskonflikt zu geraten.

 

Warum ihr Social Bots mit Vorsicht nutzen und genießen solltet und warum sie nicht immer von Vorteil sind, erfahrt ihr in diesem Beitrag zu Social Bots.

Post with a purpose

Lasst mich raten: Eure Feeds auf den Social-Media-Plattformen bestehen mittlerweile zu einem Großteil aus Unternehmen, die sich einem nachhaltigen Projekt widmen, oder? Klar, denn der Trend zu mehr Nachhaltigkeit steigt. Auch Unternehmen wollen euch zeigen, für was sie sich engagieren und wo ein Teil ihrer Einnahmen investiert wird. Transparenz, Ehrlichkeit und Engagement spielen hier eine große Rolle. Das sind die Beiträge, die im Kopf bleiben. Das sind die Beiträge, die sich von den unzähligen anderen abheben. Der Trend geht weg vom millionsten standardisierten Werbebeitrag hin zu Beiträgen mit Inhalt. Ganz nach dem Motto „Content is key“. Nur wer inhaltlich hochwertig arbeitet, wird langfristig relevant bleiben.

 

Es geht nicht darum, irgendetwas zu posten. Vielmehr geht es um die Bedeutung dahinter.

 

Das wird dank jüngster Ereignisse in der Welt deutlicher und wichtiger denn je. Der Klimakrise beispielsweise wurde noch nie so viel Aufmerksamkeit geschenkt, wie im vergangenen Jahr. Nicht nur zuletzt durch die Fridays-for-Future-Bewegung – möglich gemacht durch Social Media. Man mag davon halten, was man möchte, aber für alle in der Werbewirtschaft dürfte eines dadurch deutlich geworden sein: Der Trend geht noch stärker in Richtung Nachhaltigkeit. Immer mehr Menschen achten bei der Wahl eines passenden Anbieters, Kooperationspartners etc. auf eine nachhaltige Arbeitsweise. Wenn es vorher schon wichtig war, inhaltlich abzuliefern, wird es in diesem Jahr umso essenzieller.

Alles neu?

Die Trends aus 2019 werden selbstverständlich nicht aussterben. Auch die Trends für dieses Jahr stehen teilweise erst am Anfang und tragen noch Kinderschuhe. Augmented Reality und User Generated Content werden weiterhin Thema sein und auch mit Live-Streams bewegt man sich am Puls der Zeit. Auf welche Trends ihr setzen solltet? Das hängt am Ende des Tages von euch und euren Zielen ab. Ich wünsche euch ein erfolgreiches Social-Media-Jahr 2020!

 

Welche Trends haben euch bisher begeistert? Auf welche Maßnahmen werdet ihr in diesem Jahr setzen? Schreibt uns eure Prognosen und Erfahrungen gerne in die Kommentare. Ich freue mich von euch zu lesen. :-) 

Kommentare

  1. Meike am
    Was haltet ihr persönlich von dieser Prognose für Social Media Trends 2020? urbandivision.de/social-media-trends-2020/
    Antworten

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