Der Recruiting-Meister vieler Unternehmen – darum solltest du auf LinkedIn setzen

Über 55 Bewerbungen pro Sekunde. 706 Mio. Nutzer weltweit und davon 15 Mio. in der DACH Region. Die Rede ist von LinkedIn, einer Plattform, die für immer mehr Unternehmen zum heißgeliebten Recruiting-Tool wird. Ich erkläre euch heute, wie ihr die Social-Media-Plattform für euer Unternehmen gezielt nutzen könnt. Und ihr erfahrt, was unsere Erfahrungen damit sind.
 

LinkedIn-Keyfacts

LinkedIn-Feed als starkes Instrument:

Postet regelmäßig relevante Beiträge eures Unternehmens, um diesem eine Stimme zu geben. Kann manchmal einen Unternehmensblog ersetzen.

Viele Nutzer – großes Publikum

In der DACH-Region sind über 15 Millionen Nutzer registriert.

Mehr als CEO-Kommunikation

Jede*r Mitarbeiter*in kann kommunizieren und dem Unternehmen ein Gesicht verleihen.

Netzwerken und austauschen

Die LinkedIn-Gruppen bieten auch in Zeiten von Remote Work und ausgefallenen Veranstaltungen eine gute Möglichkeit, im Netzwerk aktiv zu bleiben.

Recruiting über LinkedIn bei Mittwald – Bewerbersicht

Auch wenn ich betonen möchte, dass LinkedIn mehr als ein reiner Recruiting-Kanal ist, lege ich in diesem Beitrag den Fokus darauf. Denn: Einige Mittwälder*innen haben wir genau über dieses soziale Netzwerk entdeckt und diese Erfahrung möchten wir mit euch teilen. Ihr erfahrt, wie solch ein Bewerbungsprozess aus den unterschiedlichen Perspektiven – Bewerber und Unternehmen – abläuft. Außerdem gebe ich euch einige Tipps mit, wie auch ihr LinkedIn als Recruiting-Mittel nutzen könnt.

Anfang des Jahres haben wir unsere Social-Media-Managerin Katarina für uns über LinkedIn gewinnen können. Wie der Bewerbungsprozess verlief? Das erklärt sie euch gern selbst:

Ich kannte Mittwald gar nicht, obwohl ich in der Region lebe und hier aufgewachsen bin. Daher wäre ich nicht auf die Idee gekommen, mich zu bewerben. Unsere Recruiterin Rebecka hat mir im August 2019 eine Nachricht via LinkedIn geschrieben und mir von der offenen Stelle erzählt. Als echter Social-Media-Profi habe ich meine eigenen Kanäle voll im Griff: Im November, also drei Monate später, habe ich Rebeckas Nachricht gesehen. Das war mir ziemlich peinlich! Aber ich habe versucht, die Situation mit Humor anzugehen. Also habe ich ihr eine selbstironische Antwort samt Entschuldigung zurückgeschickt, um zu sagen, dass ich nicht auf der Suche bin. Dass Rebecka darauf noch geantwortet hat, zeigte mir, dass Mittwald es ernst meint und die Mitarbeiter*innen Werte vertreten, die mit meinen übereinstimmen.

Wie lief das Bewerbungsverfahren genau ab?

Das ging einfach und sehr schnell: Nach zwei Mails war klar, dass wir uns kennenlernen möchten. Auch wenn ich nicht aktiv auf der Suchenach einem neuen Job war, hatte mich der Austausch neugieriggemacht. Ich wollte das Unternehmen und die Menschenkennenlernen. Anschließend gab es einen weiteren Termin, in dem ich das Team kennenlernen durfte. Wenige Stunden später hatte ich einen unterschriftsreifen Vertrag in meinem Postfach.

Wow, das ist echt schnell. Was ist denn aus deiner Sicht wichtig, wenn man auf LinkedIn Recruiting betreiben möchte?

Ein gepflegtes Profil mit den aktuellen Infos zu Jobpositionen, Kenntnissen und Kontaktdaten ist die absolute Basis. In meinem Fall war meine Berufserfahrung ausschlaggebend – ich habe Fachkenntnisse, die hier in der Region eher selten zu finden sind. Da ich diese angegeben hatte, war Rebecka in der Lage, mich zu finden.

Generell würde ich den laschen Umgang, den ich mit LinkedIn gepflegt habe, niemandem empfehlen. ;-) Nachrichten sollten – auch bei Nicht-Interesse – zeitnah gesichtet und beantwortet werden.

 

Unternehmen kann ich nur raten, nutzt die Funktionen, die LinkedIn bietet: Sprecht über die Dinge, die ihr tut! Das stärkt die Marke und vermittelt Bewerbern einen guten Eindruck über euch als Arbeitgeber.

Man könnte meinen, ein großes Netzwerk und viele Kontakte seien ausschlaggebend für eine erfolgreiche Job-Jagd. Was sagst du dazu?

In meinem Fall wurde ich gefunden, sodass mein Netzwerk in der Tat nicht so ausschlaggebend war. Rebecka und ich waren – wie so oft – über zwei, drei Ecken bekannt. Grundsätzlich ist es aber hilfreich, wenn das eigene Netzwerk aus echten Menschen besteht und weniger aus Unbekannten, die man in einigen Monaten nicht mehr zuordnen kann. Persönlich mag ich Vielfalt – ich habe viele Kontakte aus unterschiedlichen Kontexten und finde spannend, was die einzelnen dort posten. Mittlerweile gehört die Lektüre meines LinkedIn-Feeds zu meinen täglichen Routinen.

LinkedIn aus Unternehmenssicht

Wie sieht die andere Seite der Bewerbungswelt aus? Ich habe mich mit unserer Recruiterin Rebecka zusammengesetzt und sie gefragt, wie sie im LinkedIn-Kosmos vorgeht, wenn sie für Mittwald unterwegs ist.

Worauf achtest du besonders, wenn du auf LinkedIn rekrutierst?

LinkedIn stellt eine gute Ergänzung unserer klassischen Recruiting-Kanäle dar. Die Plattform ermöglicht es, schnell und unkompliziert mit potenziellen Kandidat*innen in Kontakt zu treten. Auf Augenhöhe tauschen wir uns über die Stärken und Interessen aus. Darüber, was ihnen aktuell fehlt und was sie sich für die Zukunft wünschen. Die Kandidat*innen bringen meist viel Offenheit und Ehrlichkeit mit. Sie haben nicht das Gefühl, dass sie sich „verkaufen“ müssen, sondern agieren authentisch. Besonders schön ist es, wenn wir dann  feststellen, dass Mittwald das für sie passende Umfeld bietet.

 

Die Erfahrung hat gezeigt, dass wir insbesondere jemand für uns gewinnen können, der in der Region verwurzelt ist. Ich schaue daher häufig danach, ob potenzielle Kandidat*innen Bezugspunkte zur Region haben.

Wie gestaltet sich so eine Suche nach Mitarbeiter*innen auf LinkedIn?

Über „LinkedIn-Jobs“ kann ich mir Kandidat*innen vorschlagen lassen, die die zuvor definierten Kompetenzen unserer Stellenprofile mitbringen. Habe ich den Eindruck, das Profil könnte passen, kontaktiere ich sie oder ihn  via LinkedIn-Chat. Dann folgt meist ein Telefonat oder wie bei Katarina ein persönliches Kennenlernen. Unser Bewerbungsprozess ist flexibel und richtet sich nach den Bedürfnissen der Kandidat*innen.

Katarina hat eben berichtet, was das perfekte LinkedIn-Profil ausmacht. Was ist aus Unternehmenssicht besonders wichtig?

Da kann ich ihr nur zustimmen. Wir verzichten daher schon seit langem auf ein Anschreiben. Umso wichtiger ist ein gepflegter Lebenslauf oder ein Mission-Statement.

Fazit

Es lässt sich daraus also schließen: Sowohl für Bewerber als auch Unternehmen ist Authentizität sehr wichtig – abgesehen von den Grundvoraussetzungen wie ein vollständiges Profil. Besonders Unternehmen können sich dank LinkedIn von klassischen Bewerbungsstrukturen lösen oder sie erweitern.

 

Habt ihr auch schon mal darüber nachgedacht, LinkedIn für Recruitingzwecke bei euch im Unternehmen zu nutzen oder tut ihr das bereits? Lasst es uns wissen und schreibt uns eure Erfahrungen gerne in die Kommentare.

Kommentar hinzufügen

    Notwendige Cookies akzeptieren
    Notwendige Cookies
    Diese Cookies sind für die korrekte Anzeige und Funktion unserer Website ein Muss, ob sie dir schmecken oder nicht. Sorry.
    Analyse
    Diese Cookies ermöglichen uns die Analyse deiner Website-Nutzung. Nur so können wir deine Suche nach einem geeigneten Tarif zur besten machen.
    Marketing
    Diese Cookies teilen wir. Unsere Partner (Drittanbieter) und wir verwenden sie, um dir auf deine Bedürfnisse zugeschnittene Werbung zu unterbreiten.