Facebook Fake Likes: So verhindert ihr gefälschte „Gefällt mir“-Angaben

Jeder, der schon einmal Anzeigen bei Facebook geschaltet hat, kennt es: Man verbringt Stunden damit, das schönste Foto auszusuchen, die perfekte Formulierung der Werbebotschaft zu wählen und eine passende Zielgruppe festzulegen. Die Kampagne startet und obwohl z. B. „Deutschland“ als Ort ausgewählt wurde, tauchen plötzlich zahlreiche Likes von arabischen oder asiatischen Nutzern auf. Was soll das?

  1. Woher kommen Fake Likes eigentlich?
  2. So lassen sich Fake Likes vermeiden
  3. Werbeanzeigenmanager
  4. Zielgruppen richtig definieren
  5. Expats ausschließen
  6. Fazit

Diese „Pseudo-Fans“ haben beim genaueren Betrachten kaum Inhalte auf ihrem Facebook-Profil: nur ein Profilfoto, ein Titelbild und vielleicht einen Beitrag. Dafür haben sie aber viele hundert Seiten oder Beiträge mit “Gefällt mir” markiert.

Für uns Werbetreibende ist das mehr als ärgerlich! Denn hier wird Geld verbrannt für Nutzer, die einen deutschen Beitrag wahrscheinlich überhaupt nicht verstehen und auch in Zukunft nicht mit unseren Beiträgen interagieren werden. Und dadurch sinkt dann wieder die organische Reichweite.

Woher kommen Fake Likes eigentlich?

Laut Facebook gibt es vier verschiedene Möglichkeiten, wie Fake Likes entstehen:

  1. Mit Hilfe von Klickfarmen werden Einzelpersonen mit echten Konten auf Facebook dafür bezahlt, bestimmte Seiten manuell mit „Gefällt mir“ zu markieren.
  2. Gefälschte Konten markieren Seiten mit „Gefällt mir“.
  3. Eigenständig kompromittierte Konten: Über diese Konten installieren Personen bewusst Malware oder geben die Kontrolle über ihr Konto ab, um mehr „Gefällt mir“-Angaben zu bekommen.
  4. Kompromittierte Konten werden mit Malware infiziert, sodass sie Seiten mit „Gefällt mir“ markieren, ohne dass die Kontoinhaber davon Kenntnis haben.

Facebook selbst hat Fake Likes übrigens den Kampf angesagt:

"Wir haben ein großes Interesse daran, aggressiv gegen derartige unerwünschte Akteure vorzugehen, die hinter diesen gefälschten „Gefällt mir“-Angaben stehen, denn die Unternehmen und Menschen, die unsere Plattform nutzen, möchten reale Verbindungen und Ergebnisse."

Zitat: Facebook for Business

So lassen sich Fake Likes vermeiden

Werbeanzeigenmanager

Vergesst die „Beitrag bewerben“-Funktion! Denn hier lassen sich die Zielgruppen nur sehr grob bestimmen. Im Werbeanzeigenmanager ist das Targeting des Wohnorts und der Sprache z. B. viel genauer möglich – und das ist ein sehr entscheidender Punkt, um gefälschte Likes zu vermeiden.

Wenn ihr die „Beitrag bewerben“-Funktion benutzt, dann wird die Ausspielung des Beitrags so optimiert, dass er möglichst viele Interaktionen bekommt. Im Werbeanzeigenmanager gibt es viele weitere Kampagnen-Ziele, aus denen man auswählen kann. So könnt ihr die Anzeigen z. B. auf Link-Klicks, Conversions oder Video-Aufrufe optimieren lassen.

Zielgruppen richtig definieren
Expats ausschließen

Mit der Funktion „Expats ausschließen“ erwischt man in der Regel die meisten Fake Likes. Hier werden nämlich alle nicht in ihrem Heimatland lebenden Personen von der Kampagne ausgeschlossen. Denn gefälschte Konten nutzen häufig einen Trick: sie geben als Heimatort häufig „Deutschland“ an, um bei möglichst vielen Anzeigen mit in die Zielgruppe rein zu passen.

Facebook Expats ausschließen

Fazit

Mit ein paar kleinen Tricks und Kniffen lassen sich die Fake Likes schon relativ leicht ausschließen. Wenn ihr über den Werbeanzeigenmanager eure Zielgruppe richtig definiert und Expats ausschließt, dann solltet ihr eigentlich kein Problem mit Fake Like haben. Und falls ihr doch mal Gefällt mir-Angaben von einem gefälschten Konto erhaltet, dann sperrt dieses einfach für eure Seite – in Zukunft habt ihr dann kein Problem mehr mit dem Fake-Account.

Ihr habt noch mehr Tricks, um Fake Likes zu vermeiden? Dann erzählt uns doch in den Kommentaren davon! :)

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