Pagespeed als SEO-Rankingfaktor

Pagespeed, also die Ladezeit einer Website ist bekanntermaßen ein Ranking-Merkmal und beeinflusst viele Messwerte im Onlinemarketing. Wer die Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung nicht befolgt, wird durch den Google-Algorithmus negativ bewertet. Wie ihr das verhindern könnt, lest ihr hier.

Lange Ladezeiten: 3 Faktoren die deine Rankings bremsen

Nutzer verwenden Suchmaschinen, um schneller zu den gewünschten Informationen zu kommen. Um die Relevanz der Suchergebnisse zu prüfen, prüft der Google Algorithmus die indexierten Internetseiten anhand von mehr als bekannten 200 Faktoren.

Damit der Nutzer weiterhin die gleiche Suchmaschine nutzt und nicht zu einem anderen Anbieter wechselt, ist ein zufriedenstellendes Suchergebnis also von höchster Wichtigkeit. Die Nutzerzufriedenheit wird bei langem Warten auf den Website-Aufbau aber nicht befriedigt. Es kommt dadurch häufiger zu einem Klick auf die Zurück-Taste und dadurch zu einem Back-to-Search-Klick, ein Wert der auch in die Ranking-Bewertung einer Website einfließt. Besonders im mobilen Bereich, wo schwankende Internetbandbreiten Einfluss nehmen, ist der Pagespeed ein wichtiges Thema!

Google Tool Pagespeed Insight

Bildgrößen

Einen hohen Anteil an der Gesamtgröße einer Website nehmen häufig die Fotos und Grafiken ein. Bereits vor dem Veröffentlichen bemerkt man die hohe Ladezeit solcher Dateien, denn auch beim Upload der Bilddateien hat man eine lange Wartezeit.

Primär gemeint ist nicht die Pixelgröße gemeint, sondern die benötigte Dateigröße in MB oder KB. Natürlich sollten die Bilder auch nur in der jeweils benötigten Pixelbreite und -höhe hochgeladen werden und nicht um vielfaches größer.

Es gilt aber, wie eben erwähnt, auch auf die Dateigröße zu achten. Hierbei sollte man auf verlustfreie Komprimierungsmethoden zurückgreifen. Der Seitenbesucher sieht also keinen Unterschied zwischen dem komprimierten und unkomprimierten Bild. Aber durch diese Reduzierung der benötigten Speicherkapazitäten ist nicht nur der Upload in das Content Management System (CMS) deutlich schneller, sondern auch die Ladezeit der Bilddatei beim Aufbau der Internetseite für die Besucher.

Es gibt auch Komprimierungsmethoden die physikalische Verluste in Kauf nehmen, welche aber innerhalb gewisser Grenzen für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar sind. Beispielsweise können .jpg-Bilder sehr oft ohne Probleme verlustbehaftet komprimiert werden, ohne optische Veränderungen zu bemerken.

Für die Komprimierung gibt es kostenlose Tools im Web. Empfehlenswert ist das Tool JPEGmini, welches ausschließlich jpg-Bilder komprimiert. Außerdem steht mit tiny png eine großartige Alternative zur Verfügung, die neben jpg- auch png-Dateien komprimieren kann.

Am besten komprimiert man alle Bilder vor dem Hochladen auf seine Website, falls man jedoch die Notwendigkeit (z. B. bei bestehenden Webprojekten) prüfen will, kann man auf Google Pagespeed Insights seine Seite testen.

Bildkomprimierung mit Google PageSpeed Insight

Das Tool PageSpeed Insights listet Bilder, die Komprimierungspotential bieten und stellt außerdem die optimierten Dateien als Download zur Verfügung.

Außerdem hat man direkt die Möglichkeit, verlustfrei komprimierte Dateien herunterzuladen, um die Bilddateien anschließend auszutauschen.

Serverantwortzeit

Einen großen Einfluss auf die Seitenladezeit hat auch der Server, deswegen sollte man einige Kriterien bei der Auswahl eines Hosting-Providers beachten. Hier sollte insbesondere auf die Servergeschwindigkeit geachtet werden. Bei günstigeren Webhosting-Paketen sind mehr Kunden auf einem Server, die sich die entsprechenden physischen Kapazitäten teilen. Je nach Anforderung sollte deshalb erwägt werden, ob ein virtueller Server oder sogar ein eigener Server in Frage kommt. Mehr technische Kenntnisse, als bei den Webhosting-Tarifen, sind dafür nicht erforderlich, wenn man einen Managed Tarif wählt.

Sobald ein Server eine hohe Last hat, z. B. durch einen Traffic-Peak, sinkt die Antwortzeit und damit die Ladezeit der gesamten Website. Grundsätzlich sollte man bei der Auswahl eines Webhosting-Paketes auf die Prozessor mit (zugeteilten) Prozessorkernen und Prozessor-Taktung, sowie den Arbeitsspeicher schauen, um dadurch auch bei Peaks stabile Antwortzeiten zu erhalten. Außerdem können Server mit SSD-Festplatten schneller auf die gespeicherten Dateien zugreifen.

Browser-Caching

Um den Aufbau von Websites zu beschleunigen, ist das Browser-Chaching eine sinnvolle Methode. Selten veränderte Seiteninhalte (bspw. Grafiken, JavaScript- und CSS-Dateien) werden dabei durch den Browser für eine definierte Zeit im lokalen Speicher archiviert. Google empfiehlt ein Cache-Ablauf nach frühstens sieben Tagen. Kommt der gleich Besucher erneut auf die Website, so werden die lokalen Daten abgerufen und die Serveranfragen deutlich reduziert, was einen schnelleren Seitenaufbau zur Folge hat.

Für das Browser-Caching muss nur die passende Konfiguration in die .htaccess-Datei geschrieben werden:

htaccess browsercaching

Wir wünschen euch viel Spaß beim Optimieren eures Pagespeeds!

Kommentare

  1. Kristina Dahl am
    Hallo Gregor, vielen Dank für deine Nachfrage. Unser Software-Team hat das zurzeit noch nicht fest eingeplant und wird es je nach Nachfrage von Kundenseite berücksichtigen. Viele Grüße Kristina
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    Michael Patzak am

    Es wäre gut, wenn Mittwald in seinen Accounts noch das Google Pagespeed Module (https://developers.google.com/speed/pagespeed/module/) anbieten würden, dann könnte die Optimierung automatisiert vom Server übernommen werden.
    Liebes Mittwald-Team bitte zieht dies einmal in Betracht, es würde vielen Entwicklern sehr viel Zeit sparen.

    Viele Grüße

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    1. Jan Meyer am

      Hallo Michael,

      wir haben deinen Vorschlag an unser Software-Team weitergeleitet!

      Viele Grüße
      Jan von Mittwald

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      1. Gravatar
        Gregor am
        Hallo Jan, gibt es dazu schon Feedback vom Software-Team? Das wäre perspektivisch ja toll, wenn man die PageSpeed-Module im Software-Manager aktivieren könnte.
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