Rezension „TYPO3 Theming und Distribution“

Rezension „TYPO3 Theming und Distribution“

Dieses mal möchten wir euch das Buch „TYPO3 Theming und Distribution“ von den Autoren Thomas Deuling, Jo Hasenau und Kay Strobach vorstellen. In diesem Buch wird detailiert beschrieben, wie in Zukunft TYPO3 fit für die schon länger in anderen CMS existierenden Themes gemacht werden kann. Mit diesen Themes kann später das Design einer Webseite mit minimalen Änderungen am Inhalt getauscht werden.

  1. Teil I Die THEMES Erweiterung
  2. Teil II TYPO3-Themes erstellen
  3. TEIL III TYPO3 Distributions
  4. Nicht ohne Grundlagen
  5. Nutzen nicht nur für Theme-Entwickler
  6. Fazit

Bisher gab es in TYPO3 keine Standards, die definierten, wo welche Datei liegen musste oder wie diese benannt sein mussten. Es gab keine allgemeingültigen Variablen, über die man definieren konnnte, welche Datei zum Beispiel als Logo verwendet werden sollte. Somit hat jeder Entwickler mehr oder weniger sein eigenes Süppchen gekocht. Ein Wechsel von einem Design einer Webseite zu einem anderen war damit nicht ohne größeren manuellen Aufwand möglich. Auch war es bisher für einen Entwickler, der eine Webseite von einem anderen Entwickler weiterpflegen musste, nicht immer einfach, sich bei immer unterschiedlichen Verzeichnis-Strukturen einzuarbeiten. Also wurden Standards entwickelt, damit Änderungen zukünftig einfacher möglich werden.

In den folgenden 22 Kapiteln beschreiben die Autoren, wie die jetzt definierten Standards auszusehen haben, damit später der Wechsel von einem Theme zum einem anderen Theme klappt:

Teil I Die THEMES Erweiterung

  1. Inspiration und Geschichte
  2. Einführung in die THEMES Erweiterung
  3. Die THEMES-Erweiterung installieren
  4. Arbeiten mit der THEMES-Erweiterung
  5. Themes konfigurieren

Teil II TYPO3-Themes erstellen

  1. Einführung in das Bootstrap-Base-Package
  2. Theme-Struktur anlegen
  3. Backend-Layouts nutzen
  4. TypoScript-Basis anlegen
  5. Grid-Layouts
  6. Fluid-Templates erstellen
  7. Dynamisches CSS einsetzen
  8. jQuery integrieren
  9. Mehrsprachigkeit implementieren
  10. Mit Inhaltselementen arbeiten
  11. News integrieren
  12. RealURL bereitstellen
  13. Themes vererben
  14. Zusammenfassung

TEIL III TYPO3 Distributions

  1. Einführung in die TYPO3-Distributions
  2. Distributionen erstellen
  3. Distributionen verwenden

Nicht ohne Grundlagen

Vor dem Durcharbeiten dieses Buches empfehle ich zumindest das eine oder andere TYPO3-Projekt durchgearbeitet zu haben. Es würde den Rahmen des Buches sprengen, wenn auch noch de­tail­liert TypoScript und der Aufbau des Backends beschrieben würde. Wenn diese Grundlagen aber erst einmal erlernt wurden, könnt ihr viele relativ neue und vor allem wertvolle Informationen aus dem Buch ziehen.

Nutzen nicht nur für Theme-Entwickler

Auch wenn es hier eigentlich um die Erstellung von Themes auf Basis der Extension THEMES geht, die als Distribution global verfügbar gemacht werden kann, könnt ihr das mit dem Buch vermittelte Wissen auch ideal nutzen, um eure eigenen Kenntnisse im Bereich Fluidtemplates zu vertiefen. Vor allem das Arbeiten mit mehreren Entwicklern im Team profitiert von der im Buch gezeigten Herangehensweise. Die Dateien, die für das Theme verwendet werden, liegen nämlich nicht mehr wie in alten Zeiten im Ordner /fileadmin/templates/, sondern in einer eigenen Extension. Durch die sauber strukturierte Verzeichnisstruktur kann das Theme leicht mit Git versioniert werden und andere Entwickler können sich leichter einarbeiten. Die Verzeichnisstruktur eines Themes entspricht der einer Extbase-Extension, somit fällt auch die Kommunikation zwischen TYPO3 Integrator und Extensionprogrammierer leichter.

Fazit

Dieses Buch ist für alle Theme-Entwickler ein Pflichtkauf. Aber auch für diejenigen, die ihre Webseiten strukturierter aufbauen möchten, ist es eine gute Ergänzung zu den bisher veröffentlichten Büchern.

Kommentare

  1. Gravatar
    Christian Siegmann am

    Guter Beitrag. Ich habe das Buch gelesen, finde es ist sehr gut aufgebaut und die Übungen sind gut nachvollziehbar.

    Für mich persönlich sehe ich jedoch keinen weiteren Nutzen mich auf Themes einzulassen. Viellecht bin ich zu doof um das zu kapieren, aber weshalb soll ich aus einer Laune heraus immer wider mein Theme wechseln? Distributionen zu nutzen finde ich allerdings eine sehr coole und effiziente Möglichkeit, um neue Projekte mit einer sauberen Basis zu starten, da sich die Basiskonfiguration in seh vielen Projekten ähnlich sieht.

    Ich hoffe auf ein Paar Argumente, die für die Nutzung von Themes sprechen

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