Factoring - mehr als nur ein schneller Rechnungsausgleich

Factoring - mehr als nur ein schneller Rechnungsausgleich

Schneller Geld in der Kasse - das ist der große Vorteil von Factoring. Der Preis für schnelle Liquidität ist vergleichsweise gering.Unternehmer sollten aber prüfen, ob diese Finanzierungsart für ihre Firma in Frage kommt.

Factoring senkt das Risiko von Liquiditätsengpässen

Factoring senkt das Risiko von Liquiditätsengpässen, da Zahlungen innerhalb weniger Stunden ausgeglichen werden.

Buchhaltung nervt viele Unternehmer, besonders wenn die Unternehmensgröße noch keine eigene Buchhaltung zulässt. Zahlungseingänge prüfen und buchen, bei ausbleibenden Zahlungen das Mahnwesen beachten – viele Kleinigkeiten, die für die Liquidität enorm wichtig sind und gleichzeitig Zeitraubend für das eigentliche Tagesgeschäft sind.

Es kann nerven, wenn der Auftrag erledigt wurde und nach Rechnungsstellung einfach kein Geld auf dem Geschäftskonto eingeht. Besonders schlimm sind Aufträge, bei denen Lizenzen oder externe Dienstleister bezahlt werden müssen. Kunden, die nicht oder nur verzögert zahlen, nerven und machen zusätzliche Arbeit. Abhilfe können Factoring-Gesellschaften schaffen, da diese Unternehmen die Rechnungsforderungen aufkaufen und die Rechnungen innerhalb von wenigen Stunden ausgleichen. Damit der Kunde nicht durch kurze Zahlungsziele verjagt wird, können bei den meisten Factoring-Partnern sogar Zahlungsziele bis zu 45 Tage ermöglicht werden. Statt Wochen oder Monate zu warten, bis der Kunde endlich zahlt, kann Factoring so sofort für Liquidität sorgen. Wäre die Art der Finanzierung auch etwas für euere Agentur?

"Fehlende Liquidität kann sich nicht nur schädlich für das eigene Unternehmen auswirken, auch bei Selbstständigen und Freiberuflern kann die kurzfristige Zahlungsunfähigkeit Konsequenzen haben.“ informiert der Blog factoring-anbieter.de. Klar: Wenn Vorleistungen nicht zeitnah bezahlt werden oder sogar Mitarbeiter durch ausfallende Zahlungen nicht pünktlich entlohnt werden können, dann kann das schnell problematisch im weiteren Unternehmeralltag werden.

Das sind die Vorteile von Factoring

Liquiditätsgewinn:
Durch die direkte Zahlung durch den Factoring-Partner werden die Außenstände des eigenen Unternehmens immer unmittelbar beglichen – auf Rechnungszahlungen muss also nicht mehr lange gewartet werden. Finanzielle Spielräume werden damit beträchtlich erweitert, Vorkasse und Anzahlungsmodelle können wegfallen. Aufgrund der besseren Liquidität können Schnellzahlrabatte (Skonto) besser genutzt werden, als vorher. Zusätzlicher Vorteil gegenüber Wettbewerbern: Eure Kunden können von längeren Zahlungsziele profitieren.

Arbeitsentlastung:
Kein Stress mehr mit Rechnungen. Das Prüfen von Zahlungseingängen, schreiben von Zahlungserinnerungen und Mahnungen entfällt komplett. Der Factor verwaltet die kompletten Außenstände, prüft auf Zahlungseingänge und erledigt das Mahnwesen. Das komplette Debitorenmanagement wird damit auslagern. Das spart Zeit, Nerven und Geld.

Risikoabsicherung:
Je nach gewähltem Factoring-Unternehmen, werden auch Zahlungsausfälle von klammen oder Insolventen Kunden abgesichert. Das Ausfallrisiko kann man zwar auch mit einer Warenkreditversicherung absichern, dennoch hat man dann nicht sofort die benötigte Liquidität. Versicherungen brauchen bekanntlich länger, bis der Forderungsausfall beglichen wird.

Besseres Rating:
Weil die Factoring-Gesellschaft den Ausfallschutz übernehmen, können Forderungen aus der Bilanz gebucht werden. Der Vorteil: Hierbei wird kann eine Risikokomponente aus der Bilanz entfernt werden, gleichzeitig steigt dadurch die Eigenkapitalquote. Durch die verbesserte Ratingbewertung steigt die Kreditwürdigkeit eurer Firma.

  • Sofortauszahlung am nächsten Tag
  • Auslagerung des Mahnwesen
  • Ausfallschutz
  • Steigende Kreditwürdigkeit

Nachteile von Factoring

Kosten:
Der Factor verdient Geld mit dem Rechnungsankauf, daher ist dieser Dienst natürlich mit Kosten verbunden. Es wird in der Regel eine umsatzabhängige Gebühr verlangt. Die Kosten betragen dabei 0,6 bis 4 Prozent vom angekauften Rechnungsbetrag. Bei einigen Gesellschaften wird zusätzlich eine Pauschale für eine eventuelle Bonitätsprüfung neuer Kunden berechnet. Da die Kosten sehr gering sind, kann man diese problemlos in den Rechnungsbetrag einkalkulieren und an die Kunden weitergeben.

Beschränkung:
Factoring ist nicht für alle Branchen geeignet. Vor allem Shopbetreiber können dabei raus fallen, da meist für jeden Kunden vorherige Bonitätsprüfung notwendig ist. Für Dienstleistungen gibt es inzwischen aber viele Anbieter, die auch kleinere Rechnungsbeträge aufkaufen. Da es im Agenturalltag durchaus möglich ist, die Bonitätsprüfung schnell anzufragen oder auch viel für Stammkunden gearbeitet wird, bestehen für die Factoring-Lösung kaum Probleme. Auch bei Privatkunden kann es zu Einschränkungen kommen, da diese teilweise nicht von Factoring-Anbietern abgesichert werden. Im Zweifelsfall muss man bei bestimmten Kundengruppen daher auf klassische Rechnungszahlung warten.

  • Leichter Kostenaufwand (i.d. R. 0,6 bis 4 Prozent)
  • Durch Beschränkungen nicht für alle Branchen geeignet

Bis vor wenigen Jahren handelte es sich beim Factoring nur um eine Finanzierungsmöglichkeit für größere Unternehmen, da die Rechnungen nur bei einer gewissen jährlichen Mindestsumme angekauft wurden. Inzwischen gibt es aber immer mehr Factoring-Unternehmen, die sich speziell auf KMUs und selbstständige Unternehmer spezialisiert haben.

Fazit:

Liquidität ganz allgemein spielt eine große Rolle bei erfolgreichen Unternehmensstrategien. Mit hoher eigener Liquidität ist, sinkt die eigene Verwundbarkeit gegenüber unvorhergesehenen Überraschungen. Außerdem steigt die finanzielle Flexibilität. Um schnell und spontan auf Investitionsmöglichkeiten im Rahmen von Kundenaufträgen reagieren zu können, kann man kurzfristige einen Minikredit sofort aufs Konto laden und damit das Geschäftskonto ausgleichen – Factoring-Lösungen sind hierbei aber oft eine günstigere Alternative.

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