Hardware oder Software Wallet? Bitcoins sicher aufbewahren

Hardware oder Software Wallet? Bitcoins sicher aufbewahren

Bitcoins und andere Kryptowährungen sind, was ihren Wert betrifft, zwar nicht unbedingt stabil, aber wer investiert, sollte durchaus die Sicherheit der Aufbewahrung bedenken. „Normales Geld“ wird grundsätzlich auf der Bank gelagert, sobald es den Rahmen des Portemonnaies übersteigt. Aber was macht man mit seinen Bitcoins? Die meisten Nutzer haben ihre Kryptowährungen auf den Coinbörsen, sicherer sind aber eine Hardware-Wallet oder eine Software-Wallet. Welche Möglichkeiten es gibt um Bitcoins aufzubewahren, erklären wir hier.

Jubelnde Hackerin am Schreibtisch mit PC und Bitcoin-Münzen

Damit Hacker nicht erfolgreich Jagd auf Ihre Bitcoins machen können, sollte man Coins nicht ungeschützt liegen lassen.

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Viele Menschen auf der ganzen Welt haben bereits in Kryptowährungen investiert bzw. Coins gekauft. Einige haben extreme Gewinne erzielt, aber es gibt auch Verlierer. Am schlimmsten erwischt es die Leute, die Opfer von Hackern wurden, die ihre Kryptowährungen gestohlen haben. Denn obwohl das Konstrukt der Blockchain so gut wie „unhackbar“ ist, verhält es sich mit der Aufbewahrung anders.

Experten von betrugstest.com warnen davor, größere Summen auf Online-Börsen zu verwahren, weil bereits einige von ihnen in der Vergangenheit Opfer erfolgreicher Hackerangriffe gewesen sind. Es gibt in der Welt der Kryptowährungen grundsätzlich fünf verschiedene Möglichkeiten, seine Coins aufzubewahren:

  • Online-Wallet bzw. Web-Wallet
  • Mobile Wallet
  • Desktop Wallet
  • Hardware Wallet
  • Paper Wallet

Das Web-Wallet – simpel aber nicht die sicherste Variante

Möchte man mit Kryptowährungen handeln, nutzt man in der Regel die sogenannten Coinbörsen. Hier ist es den Nutzern möglich, Bitcoins oder andere Kryptowährungen zu kaufen und zu handeln. Damit das auch reibungslos vonstattengeht, bekommt jeder Nutzer für jede Kryptowährung eine eigene (Empfangs-)Adresse, die mit seinem Konto verknüpft ist. Handelsaufträge lassen sich dadurch einfach ausführen und das Versenden der Coins ist auch im Handumdrehen möglich.

Allerdings lässt bei einigen Handelsplätzen die Sicherheit zu wünschen übrig. Immer wieder tauchen Nachrichten auf, dass eine Börse Ziel von Hackern wurde. Zuletzt hat es die südkoreanische Börse Youbit erwischt.

Per se sind die Börsen zwar sicher, aber wenn sich Schlupflöcher für Hacker aufweisen, können diese an Ihre Coins gelangen. Deshalb sollte man hier nur kleinere Beträge zum Handeln aufbewahren und das Gros auf anderen Wegen sichern. Darüber hinaus gibt man die Kontrolle seines Private Keys an die entsprechende Börse, wodurch diese die volle Kontrolle über Ihre Krypto-Investments hat. Den Private Key benötigt man, um über die Bitcoins zu verfügen und um sie zu versenden.

Mobile Wallet

Bei einem Mobile Wallet handelt es sich um eine App auf dem Smartphone, auf der die Coins lagern. Besonders sinnvoll sind diese virtuellen Portemonnaies, wenn es zu einer verbreiteten Akzeptanz von Kryptowährungen kommt, damit man unterwegs schnell und einfach bezahlen kann. Aber auch auf Ihrem Smartphone sind die Coins nicht unbedingt sicher, da sich durch Malware o.Ä. Hacker Zugriff auf Ihr Smartphone verschaffen können. Hier ist es wichtig, das Handy richtig abzusichern.

Desktop Wallet

Bei einem Desktop Wallet handelt es sich um ein Programm, das auf dem PC installiert wird und ähnlich wie eine Mobile Wallet funktioniert, allerdings in der Regel mehr Funktionen aufweist. Jede Desktop Wallet hat auch eine eigene Adresse. Darüber hinaus können auch neue Adressen erstellt werden.

Desktop Wallets gibt es viele. Zahlreiche Kryptowährungen stellen für ihre Coins eine Wallet zur Verfügung, andere unterstützen die Aufbewahrung von mehreren unterschiedlichen Coins. Hier ist es wichtig zu prüfen, ob das angedachte Wallet die Währung, die man hält, auch unterstützt. Das Desktop Wallet ist solange sicher, wie Ihr PC sicher ist – also auch nicht die sicherste Variante.

Hardware Wallet

Um Ihre Coins wirklich sicher zu lagern, benötigt man daher ein Hardware Wallet. Bei den Hardware Wallets handelt es sich in der Regel um USB-Sticks, auf denen die Private Keys und Transaktionen gespeichert werden. Der große Vorteil dabei ist, dass Ihre Coins offline gelagert werden, solange der USB-Stick nicht an einen online-fähigen Computer angeschlossen ist. Hardware Wallets eignen sich sehr gut für die langfristige Aufbewahrung von Bitcoins und anderen Kryptowährungen. Aber auch hier sind einige Punkte zu beachten:

  • Beachte, ob die Kryptowährungen, vom Hardware Wallet unterstützt werden
  • Kaufe Hardware Wallets niemals bei eBay oder an anderen Handelsplätzen von Privatpersonen, sondern immer beim Hersteller selbst
  • Zu den beliebtesten Hardware-Wallets zählen beispielsweise das Ledger Nano Wallet oder das Trezor Hardware Wallet

Paper Wallet

Eine andere Möglichkeit, die Coins sicher zu speichern, ist das Paper Wallet. Hierbei generieren die entsprechenden Dienste eine Bitcoin-Adresse und zwei QR-Codes, über die man seine Bitcoins speichern kann. Der eine QR-Code stellt die normale Empfangsadresse dar, der andere QR-Code den Private Key.

Wie du deine Coins aufbewahrst, bleibt natürlich dir überlassen. Dennoch solltest du immer die Sicherheit bei solch sensiblen Daten im Blick haben. Wir empfehlen aber, den Großteil auf einer Hardware- oder Paper Wallet zu sichern und einen kleineren Teil zur schnellen Verfügbarkeit auf einer Web-Wallet oder Mobile-Wallet zu lagern.

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